08. Real Estate Investor Survey – Oktober 2018

So entwickelt sich der Immobilienmarkt in Deutschland und in der Schweiz.

Investoren erwarten Wachstum, aber werden vorsichtiger

Die Ergebnisse des „8. Real Estate Investor Survey“ von PwC zeigen steigende Mieten für Büroimmobilien, eine gebremste Nachfrage im High-Street-Einzelhandelsmarkt und zunehmendes Interesse an Fachmarkt- und Logistikzentren auf dem deutschen Markt. In der Schweiz steigt die Leerstandsquote von Büros und Wohnhäusern leicht an. Der Survey zeigt durch die Analyse der All-Risks-Yields (ARYs) der einzelnen Anlageklassen die Trends auf dem deutschen und schweizer Immobilienmarkt auf.

 

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Frau und Mann am Fenster

Investoren rechnen mittelfristig mit steigenden Zinsen

Während alle deutschen befragten Investoren des Survey mit stabilen Zinsen in den kommenden zwölf Monaten rechnen, erwarten 68 Prozent von ihnen auch eine Zinssteigerung über die kommenden fünf Jahre. Auf lange Sicht (>5 J.) steigt ihr Anteil auf 89 Prozent an. 95 Prozent der Befragten rechnen zudem mit einem entsprechenden Anstieg der Renditen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Schweizer Investoren: Kurzfristig erwarten 95 Prozent von ihnen stabile Zinssätze, während 73 Prozent mittel- und 95 Prozent langfristig Zinssteigerungen erwarten.

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Büroimmobilien: Stabile Renditen in Deutschland

Zum ersten Mal seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 2014 bleiben laut dem Real Estate Investor Survey die Renditen für Büroimmobilien in der Bundesrepublik stabil. Der durchschnittliche minimale ARY beträgt in den Top-7-Städten 3,3 Prozent. Den geringsten minimalen ARY weist mit 2,9 Prozent (- 2 bps) München auf, das damit fast Berlin (stabil bei 3,0 Prozent) einholt. Der stärkste Rückgang des ARY wurde in Hamburg festgestellt (- 27 bps). In Stuttgart wurde hingegen der größte Zuwachs der minimalen Rendite beobachtet (+ 20 bps). In den Regionalstädten blieben minimale, maximale und durchschnittliche ARYs im Vergleich zur vorherigen Investoren-Befragung stabil. Die Ausnahme bilden Essen (- 41 bps), Bonn (- 18 bps) und Hannover (- 16 bps).

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ARYs für Büroimmobilien

ARYs für Büroimmobilien
ARYs für Büroimmobilien

Einzelhandel: Fachmarktzentren werden zunehmend attraktiv

Anders sieht es bei den Einzelhandelsimmobilien im Non-High-Street-Segment aus: Besonders Fachmarktzentren gewinnen bei den Investoren weiterhin an Attraktivität. Im Gegensatz zur Vorstudie sind die Investoren bezüglich der Mietwachstumsraten allerdings weniger zuversichtlich. 

Bei Investitionen in High-Street-Einzelhandelsimmobilien geben sich die Investoren zurückhaltend. Einzig in den Top-7-Städten ist eine leichte Entwicklung des ARY nach unten zu verzeichnen. Ein möglicher Grund: Investoren verspüren zunehmend Anlagedruck und investieren daher - wenn auch vorsichtig - dann doch High-Street-Immobilien.

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ARYs für Einzelhandelsimmobilien

ARYs für Büroimmobilien
ARYs für Büroimmobilien

Logistik: Sekundäre Lagen werden attraktiver, Risikobereitschaft nimmt zu

Logistikimmobilien bleiben stark nachgefragt. In den vergangenen sechs Monaten sank der ARY für Objekte in Toplagen innerhalb der Top-15-Standorte um acht Basispunkte. Unter ihnen weist Berlin mit 25 Basispunkten den stärksten Rückgang des minimalen ARY auf. Gemeinsamen mit München ist die Region nun der teuerste deutsche Markt für Logistikimmobilien. Für Objekte außerhalb der Top-15-Standorte ist ein noch größerer Rückgang des ARY festzustellen (- 25 bps). Investoren interessieren sich zunehmend für Objekte in sekundären Lagen und sind bereit, mehr Risiko einzugehen. 

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ARYs für Logistikimmobilien

ARYs für Logistikimmobilien
ARYs für Logistikimmobilien

Schweiz: Renditen deutlich unterhalb deutscher Vergleichsmärkte

Auf dem Markt für Wohnimmobilien in den Top-9-Standorten der Schweiz ist der durchschnittliche ARY innerhalb der vergangenen sechs Monate um 25 Basispunkte gesunken. Mit einem minimalen ARY von 2,2 Prozent ist Zürich unter den Investoren der gefragteste Standort. Auch bei den Büroimmobilien wurde in allen Marktsegmenten ein Rückgang des minimalen ARY verzeichnet. Genf und Zürich stehen mit je 2,4 Prozent an der Spitze der Liste. Im High-Street-Segment des Einzelhandelsimmobilienmarktes sanken die ARYs durchschnittlich um 30 Basispunkte. Auch hier führt Genf die Liste mit 3,3 Prozent an.

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Thomas Veith

Partner, PwC Germany

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