Augmented Reality in der Immobilienbranche

31 Juli, 2018

Brücke zwischen virtueller und realer Welt

Augmented Reality (AR) beschreibt Technologien und Applikationen, die digitale Daten und Dateien mit der physischen Umgebung verknüpfen, um die Benutzererfahrung auf eine neue Ebene zu heben. Heutzutage arbeiten Applikationen meist auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, diese werden in Zukunft jedoch zunehmend von freihändigen Geräten wie „smart glasses“ abgelöst. Das Gap zwischen virtueller und physischer Realität wird geschlossen. Die Technologie kann in der Immobilienwirtschaft vielfältig eingesetzt werden. Erste Use Cases haben sich in der Immobilienvermarktung entwickelt und finden meist im Entstehungsprozess der Immobilie Anwendung. Betrachtet man die gängige Vermarktung mit einfachen Textbeschreibungen und Fotoaufnahmen, so finden bereits heute 3D Modelle Anwendung und führen zu einer besseren Interaktion mit und einem tieferen Verständnis von dem Endprodukt. Auch im Bauprozess können durch die Verknüpfung von Informationen aus dem Building Information Modelling frühzeitig ermittelt und vermieden werden. Mit Blick auf das Facility und Property Management können Aufgaben mit Hilfe von 

„Smartglasses“ und „hands-free tablets“ sicherer und effizienter bearbeitet werden.

75 Prozent der Teilnehmer unserer „Real Estate Benchmarking Studie 2018“ nehmen an, dass Asset- und Tenant Relationship Management sowie Client Relationship Management durch die Integration dieser Technologie stark verändern werden.

Die Brücke zwischen virtueller und realer Welt wird als ein zukunftsweisendes Konzept betrachtet, das ein großes Potenzial für eine verbesserte User Experience bietet. 

Auch der stationäre Handel könnte durch AR wieder einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Online-Handel bekommen. So ist es beispielsweise möglich, dass Kunden im Store Informationen zum Produkt gezeigt werden, sodass die Verknüpfung von Vergleichsmöglichkeiten und Kundenbewertungen der virtuellen Welt mit dem sensorischen Stimulus der physischen Welt ein neues Einkaufserlebnis schaffen. Neben dem attraktiven Produktsortiment, kann der Bedarf individueller Betreuung, sowie weiterführender Informationen, wie bspw. zum Nährstoffgehalt, Ursprungsort oder auch Rezeptvorschlägen gestillt werden. Durch die Verknüpfung mit einem Käuferprofil kann ein noch besseres Verständnis von Kaufverhalten generiert, und entsprechend individuelle Angebote unterbreitet werden daher kommt AR dem stationären Handel besonders gelegen.

Augmented Reality

Future Impact

Die PwC Asset Manager Benchmarking Survey 2018 zeigt, dass die Bereiche Asset Management, Mietermanagement sowie Kundenmanagement schon jetzt besonders durch AR beeinflusst werden. Weiterhin wird es zukünftig in den Bereichen Property und Facility Management einige Veränderungen geben. 

Projektentwickler können mit Augmented Reality ihr Planungsrisiko reduzieren, da das Endprodukt für potentielle Kunden sichtbar und verständlich wird. Während des Baus eines Gebäudes kann man durch seine Räumlichkeiten gehen und diese einrichten, die Wände färben und vieles mehr. Man erhält eine genaue Vorstellung davon, wie es zukünftig aussehen wird. Dennoch ist AR nur auf den Sehsinn reduziert und es müssen zukünftig zusätzliche Applikationen entwickelt werden, die weitere Sinne ergänzen. Es geht schließlich auch um das tatsächliche Wahrnehmen der Lichtverhältnisse, der Geräuschkulisse oder dem Geruch der Umgebung. Sollten diese Aspekte integriert werden können, so werden AR Produkte ein neuartiges Erlebnis schaffen, welches eine klare Win-Win-Situation schafft. In Unternehmen sind Talente mit viel Erfahrung in AR-Lösungen sind heute sehr begrenzt. Daher sollte das Know-how von Anbietern und Drittanbietern genutzt werden, um diese neue Technologie, ihre Anwendungsfälle, ihre Implikationen und Best Practices bei der Einführung zu verstehen. Identifizieren Sie Anwendungsfälle, die schnelles Lernen und messbare Auswirkungen liefern können und planen Sie frühzeitig Ihre Hardwareinvestitionen.

Startups

VUFRAME

VU hat die Art und Weise, wie Unternehmen (z. B. Bauträger, Händler etc.) ihre Produkte auf innovative und digitale Weise präsentieren können, völlig neu überdacht. Der SmartView ™ von VUFRAME kombiniert 3D-Dateien und gängige Software-Geräte, um Grafiken in höchster Qualität in erweiterter und virtueller Ansicht in ihrem Raum oder an jedem anderen Ort zu zeigen.

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eywalk

Eywalk ist ein Startup, das Immobilienmakler bei der Erstellung hochwertiger, aber trotzdem kostengünstiger Objekt-Videos unterstützt. Das eywalk-Format zeigt die Immobilie so, wie sie ist, und hilft den Maklern somit, „unnötige“ Besichtigungstermine zu vermeiden, da der Immobiliensuchende sich schon vorher jede Ecke der Immobilie ansehen kann.

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Susanne Eickermann-Riepe

German Real Estate Leader, PwC Germany

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