Beratung bei neuen Bilanzierungsstandards

IFRS-Bilanzierung ist laufenden Änderungen unterworfen. Diese Änderungen resultieren aus den so genannten "Improvement-Projekten", aus offiziellen Interpretationen und der angepassten, branchenabhängigen Anwendungspraxis. Andererseits werden einzelne IFRS regelmäßig grundlegend überarbeitet. Jede dieser Veränderungen stellt neue komplexe Anforderungen an den Konzern und häufig auch an jede einzelne Konzerngesellschaft.

Sich auf diesen Änderungsrhythmus einzustellen, erfordert eine entsprechende Organisation, die viele Bereiche des Unternehmens einbezieht: Externes Rechnungswesen, interne (Management-) Berichterstattung, Risiko-Management, Planung und Controlling sind genauso betroffen wie die Steuerabteilung, Treasury, IT und eventuell die Personalabteilung.

Die laufenden Änderungen der Bilanzierungsstandards erfordern ein systematisches Vorgehen. Sie stellen das Unternehmen auch vor erhebliche fachliche Anforderungen. Denn bei vielen Änderungen handelt es sich um komplexe Spezialthemen, die nicht zur Tagesroutine gehören. Die Basis ist ein umfassendes Verständnis über die geplanten oder beschlossenen Änderungen.

Fundierte Analyse ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Implementierung

Es muss analysiert werden, inwiefern das Unternehmen oder der Konzern betroffen sind. Erst dann können konkrete Auswirkungen auf die Unternehmensbereiche abgeschätzt und die Implementierungsmaßnahmen geplant werden. Parallel müssen Richtlinien und Guidelines angepasst und Mitarbeiterschulungen konzipiert und ausgerollt werden.

Der neue Standard zur Ertragsrealisierung (IFRS 15) ist beispielsweise für nach IFRS bilanzierende Unternehmen ab am 1. Januar 2018 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist für diese Unternehmen möglich. Die umfangreichen Vorbereitungsmaßnahmen und die retrospektive Anwendung für die im Abschluss dargestellten Vorjahreswerte bedingen schon heute eine Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Mit den Neuregelungen zur Ertragsrealisierung entspricht die Umsatzerfassung in vielen Fällen - insbesondere bei Bündelgeschäften mit mehreren unterschiedlichen Vertragsleistungen - nicht mehr dem Rechnungsbetrag an den Kunden. Im Einzelnen kann sich folgendes ändern:

  • Höhe und Zeitpunkt Umsatzrealisierung
  • Umsatzanpassungen ("catch up"-Buchung) aufgrund von Vertragsanpassungen
  • Erweiterte Anhangangaben (u.a. Aufriss der ausstehenden Leistungsverpflichtungen)

Für die Umsetzung der Neuregelungen müssen die betroffenen Unternehmen daher häufig ihre bestehenden Systeme und Prozesse im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung anpassen, bestehende Verträge inventarisieren, analysieren und bilanziell neu würdigen.

PwC unterstützt bei der fachlichen und systemtechnischen Implementierung des neuen Ertragsrealisierungsstandard in drei Phasen Ausgehend von einer Bedarfsanalyse werden im zweiten Schritt die Auswirkungen erhoben, um Konsequenzen für den dritten Schritt, die Umsetzung, zu ziehen.

Gemäß dem neuen Leasingstandard, der am 1. Januar 2019 in Kraft tritt, müssen alle nach IFRS bilanzierenden Unternehmen ihre Leasingverhältnisse erfassen und bilanzieren. Bisher werden alle Leasingverhältnisse entweder als Finanzierungsleasing in der Bilanz dargestellt, oder als Operating Leasing laufend erfasst. Für den Leasingnehmer entfällt nun grundsätzlich diese Entscheidung – alle Leasingverhältnisse sind in Form eines Nutzungsrechts und einer Schuld zu erfassen. Ausnahmen gelten nur noch für Erleichterungsvorschriften in Form von Wahlrechten.

Neben dem Rechnungswesen ergeben sich insbesondere Auswirkungen auf Prozesse und Systeme sowie Finanzkennzahlen/Covenants, aber auch auf betriebswirtschaftliche Entscheidungen wie z.B. lease or buy.

Anders als für den Leasingnehmer ist für den Leasinggeber auch unter dem IFRS 16 weiterhin eine Klassifizierung in Finanzierungsleasing und Operating Leasing erforderlich. Diese unterschiedliche Behandlung könnte für die bestehenden Rechnungslegungssysteme insbesondere bei konzerninternen Leasingverhältnissen eine nicht zu unterschätzende Herausforderung darstellen.

Bei fast allen Konzernen sind also nahezu sämtliche Konzerngesellschaften betroffen, weswegen für den gesamten Konzern Prozesse und möglicherweise auch IT-Systeme eingerichtet werden müssen, um die meist nur dezentral vorhandenen Verträge zu verwalten, die notwendigen Berechnungen durchzuführen und das Reporting zu bewerkstelligen.

PwC steht als kompetenter Ansprechpartner bei der umfassenden Beratung zum Lease Accounting, auch rund um die Implementierung webbasierter Anwendungen zum konzernweiten Management der Leasingverträge, zur Seite. Basierend auf der Erfahrung aus Projekten mit Konzernen in der gleichen Situation, analysieren wir die bestehenden Systeme und Prozesse (Ist-Aufnahme), unterstützen bei der Definition der zukünftigen Abläufe (Soll-Prozesse) und helfen bei der Identifikation und Bereinigung von Datenlücken.

PwC unterstützt bei der Analyse und Implementierung neuer Standards

PwC unterstützt Unternehmen dabei, die Auswirkungen neuer Bilanzierungsstandards und -regelungen zu analysieren und die relevanten Änderungen zuverlässig und pragmatisch zu implementieren. Ziel ist es, die neuen Standards und Regelungen so in die Unternehmenspraxis einzubetten, dass die Mitarbeiter eigenständig und sicher mit den neuen Regeln umgehen können. Dabei verwenden die PwC-Experten vielfältige Tools und ein praxiserprobtes Projektmanagement. Sie beziehen gezielt Spezialisten für komplexe Themen wie latente Steuern, Pensionsverpflichtungen, Finanzinstrumente, Leasing, Unternehmenszusammenschlüsse und Konsolidierung in effektiver Weise mit ein. Unternehmen profitieren dabei von der langjährigen PwC-Erfahrung und erhalten die Chance, noch effektiver mit den Themen umzugehen.

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