COVID-19 und Bilanzierung – Wie die Coronakrise auf die Unternehmensbilanzierung wirkt und was deshalb zu tun ist

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Prof. Dr. Rüdiger Loitz

Prof. Dr. Rüdiger Loitz
Assurance Technology & Innovation, PwC Deutschland
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Von der Going-Concern-Prämisse bis zu Ertragsteuern

Das Spektrum der Bilanzierungsthemen, die Unternehmen infolge der Coronakrise prüfen und anpassen müssen, ist immens groß. Nahezu die gesamte Bilanz gehört auf den Prüfstand, soll sie die Unternehmensentwicklung weiterhin rechtskonform und transparent abbilden. Von vielen Accounting-Bereichen in Unternehmen verschiedenster Branchen wissen wir, dass sie deshalb momentan an ihren Kapazitätsgrenzen – und darüber hinaus – arbeiten.

Das Accounting Advisory-Team von PwC ist für Sie da, wenn Sie es brauchen. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl wesentlicher Bilanzierungsthemen, die Sie und wir gemeinsam bewältigen können. Kontaktieren Sie uns. Wir möchten dazu beitragen, dass Ihr Accounting schnell, fehlerfrei und effizient funktioniert.

Unser Service im Überblick

Going-Concern-Prämisse

Ist Ihr Unternehmen trotz Verschlechterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage infolge der Coronakrise fortführungsfähig im Sinne der IFRS oder nicht? Um dies herauszufinden, unterstützt PwC Sie unter anderem mit folgenden Leistungen:   

Going-Concern-Untersuchung:
Wir untersuchen gemeinsam mit Ihnen die Angemessenheit der Abschlusserstellung unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Dabei berücksichtigen wir alle Ereignisse, die vor und nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind und aktuell durch die COVID-19 Krise ausgelöst werden. Dabei berücksichtigen wir alle Ereignisse, die nach dem Stichtag eingetreten sind und aktuell durch die COVID-19-Krise ausgelöst werden. Zudem analysieren und bewerten wir mit Ihnen zukunftsgerichtete Informationen.

Unsicherheiten:
Wir unterstützen Sie dabei, alle Unsicherheiten infolge der COVID-19-Krise, die die Fortführungsfähigkeit Ihres Unternehmens bedeutsam beeinträchtigen könnten, zu analysieren und angemessen zu erläutern.

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Rückstellungen

Mit Blick auf die Bilanzierung von Rückstellungen gemäß IAS 37 können Sie unsere Accounting-Spezialisten auch für die Evaluierung verschiedener Rückstellungsarten anfordern:

Restrukturierungsrückstellungen:
Solche können notwendig werden, wenn Unternehmen sich wegen Betriebsbeeinträchtigungen infolge der COVID-19-Krise veranlasst sehen Betriebe, Personal, Lagerbestände oder Lieferanten geographisch zu restrukturieren. Wir unterstützen Sie bei der Analyse der bilanziellen Auswirkungen und sachgerechten Darstellung einer solchen Restrukturierung, insbesondere im Hinblick auf das Vorliegen der formalen Voraussetzung zum Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses:
Personalabbau-Maßnahmen sind getrennt von anderen Restrukturierungsmaßnahmen nach IAS 19 zu behandeln. Den Ansatzzeitpunkt für die Bilanzierung solcher Leistungen bestimmen wir akkurat – und untersuchen, inwiefern sie von anderen Maßnahmen zu trennen sind, zu denen sich Ihr Unternehmen im Restrukturierungszusammenhang verpflichtet hat. Müssen Sie Rückstellungen passivieren, unterstützen wir Sie dabei, die Art der Verpflichtung, die geschätzten finanziellen Auswirkungen und die bestehenden Unsicherheiten angemessen zu bewerten und offen zu legen.

Rückstellungen für belastende Verträge:
Bei sogenannten belastenden Verträgen übersteigen die unvermeidbaren Kosten der vertraglichen Verpflichtungen den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen. Zu solchen Verträgen könnten z. B. Lieferverträge gehören, die Ihr Unternehmen aufgrund der COVID-19-Krise nicht mehr erfüllen kann. Wir unterstützen Sie bei der Prüfung, ob bei Ihnen Verträge im Sinne von IAS 37 belastend geworden sind.

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Staatliche Zuschüsse

In Krisenzeiten nutzen Unternehmen häufig das Instrument der Kurzarbeit, also die von der Bundesagentur für Arbeit gegebene Möglichkeit, die regelmäßige Arbeitszeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorübergehend zu verringern. In der COVID-19-Krise haben hunderttausende Betriebe in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. Auch diese Maßnahme stellt das Accounting vor Herausforderungen.

Kurzarbeitergeld:
Wir beraten Sie bei der rechtskonformen Einordnung von Kurzarbeitergeld. Insbesondere beurteilen wir Ihre Bilanzierung von staatlichen Zuschüssen gemäß IAS 20, Ihre Auszahlungen und Erstattungen von Kurzarbeitergeld sowie Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Bundesagentur für Arbeit. Wir begleiten Sie auch bei der notwendigen Berichterstattung im Anhang bezüglich der staatlichen Zuschüsse.

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Leistungen an Arbeitnehmer und anteilsbasierte Vergütungen

Unternehmen müssen Bewertungskriterien für finanzielle Leistungen an Arbeitnehmer sowie für anteilsbasierte Vergütungen infolge der COVID-19-Krise eventuell revidieren. Kommt es tatsächlich dazu, müssen Sie auch die Auswirkungen von Bewertungsänderungen z. B. für aktienbasierte Vergütungspläne berücksichtigen.

Vergütungsmodellprüfungen:
Die PwC-Accounting-Spezialisten begleiten Sie mit all ihrer Erfahrung, wenn Sie Annahmen, Bewertungsparameter und Ausübungsbedingungen Ihrer Vergütungsmodelle im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise prüfen. Ebenso unterstützen wir Sie bei der Bilanzierung nach IFRS 2.

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Wertminderung von Vermögenswerten

Die wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Coronavirus-Pandemie dürften bei den meisten Unternehmen zu Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment) führen. Unter anderem gilt es Folgendes zu prüfen:

Die zum Teil massiven wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Coronavirus-Pandemie führen bei vielen Unternehmen auch zu Fragen zur Werthaltigkeit der bilanzierten Vermögenswerte, insbesondere Goodwill. In diesem Zusammenhang ergeben sich unter anderem folgende Herausforderungen:  

Werthaltigkeitstest:
Die Regelungen des IAS 36 verlangen, dass Sie für alle im Anwendungsbereich des Standards liegenden Vermögenswerte, einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwerts, bei Vorliegen bestimmter Indikatoren (Triggering Events) Werthaltigkeitstests durchführen müssen. In diesem Zusammenhang beantworten wir gemeinsam mit Ihnen Fragen wie diese:    

  • Liegen Indikatoren für Wertminderungen vor, die Wertminderungstests für Geschäfts- oder Firmenwerte sowie bestimmter immaterieller Vermögenswerte auch außerhalb der üblichen jährlichen Prüfung auslösen?
  • Müssen Sie auch andere nicht-finanzielle Vermögenswerte auf Wertminderungserfordernisse testen?
  • Müssen Sie Bewertungsmodelle und Cashflow-Prognosen, die Ihren Wertminderungstests bislang zugrunde lagen, aktualisieren, um die Auswirkungen der Coronakrise auf die betrachteten Bewertungseinheiten abzubilden?
  • Sollten Sie einen „Expected-Cashflow“-Ansatz mit mehreren möglichen Szenarien anstelle eines einwertigen Cashflow-Planungs-Szenarios nutzen, um den erzielbaren Betrag zu schätzen?
  • Ist der zur Ermittlung des erzielbaren Betrags verwendete Abzinsungszinssatz angemessen? Anpassungen könnten beispielsweise Länder- und Währungsrisiken betreffen sowie die Schätzung des Beta-Faktors.  
  • Gibt es ggf. praktikable Vereinfachungsüberlegungen bei der Analyse betroffener Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten?

Zudem unterstützen wir Sie bei den umfangreichen Angabevorschriften für die Anhanginformationen nach IAS 36 im Zusammenhang mit Wertminderungstests bzw. erfassten Wertminderungen.

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Finanzinstrumente

Die Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten nach den neuen Regelungen des IFRS 9 wirft infolge der Coronakrise etliche Fragen auf, die PwC Ihnen kompetent beantworten kann. So erledigen wir beispielsweise die folgenden Aufgaben für Sie:

  • direkte und indirekte Auswirkungen der COVID-19-Krise auf die Ermittlung beizulegender Zeitwerte nach IFRS 13 recherchieren und in die richtige Fair Value-Stufenhierarchie einordnen,
  • notwendige Wertberichtigungen bemessen, wobei wir belastbare, zukunftsgerichtete Informationen und die Wirkung staatlicher Stützungsmaßnahmen einbeziehen,
  • Parameter für Expected-Credit-Losses-Modelle ermitteln,
  • geänderte Klassifizierungen von finanziellen Vermögenswerten bei Modifikationen oder geänderten Geschäftsmodellen beurteilen,
  • Konditionsänderungen bei bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten auf die Bilanzierung einer Modifikation oder eines Abgangs von finanziellen Verbindlichkeiten prüfen,
  • die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) mit Blick auf Entwicklungen infolge der COVID-19-Krise ändern,
  • bilanzielle Auswirkungen beim Verstoß gegen Kreditvereinbarungen (Covenants) einschätzen,
  • Auswirkungen der COVID-19-Krise in Bezug auf die Anhangangaben nach IFRS 7 (u. a. Risikomanagement) und IFRS 13 berücksichtigen.

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Ertragsteuern

Bei der Überprüfung der Auswirkungen steuerlicher Maßnahmenpakete infolge der COVID-19-Krise beantworten wir Fragen wie diese für Sie:

  • Wirken sich die Maßnahmen auf Ihre Ertragsteuern aus?
  • Sind die Maßnahmen zum Stichtag der Berichterstattung “substantively enacted” im Sinne des IAS 12?
  • Betreffen die Maßnahmen Steuerjurisdiktionen Ihrer Konzerngesellschaften?
  • Wirken sich erwartete staatliche Zuschüsse auf Steuerpositionen aus (z. B. aufgrund neuer Tax Credits)?
  • Entstehen durch staatliche Darlehen, Beteiligungen oder Zuschüsse permanente Differenzen in Ihrem Tax Accounting?
  • Müssen Sie bilanzierte Nachzahlungszinsen anpassen (z. B. bei Stundungen)?
  • Entstehen durch das Maßnahmenpaket steuerliche Unsicherheiten?

 

Latente Steuern:
Wertminderungen von Vermögenswerten können infolge der Coronavirus-Pandemie latente Steuerschulden verringern und/oder zusätzliche abzugsfähige temporäre Differenzen schaffen.

Das PwC Tax Accounting-Team unterstützt Unternehmen mit aktiven latenten Steuern bei der Beurteilung ihrer prognostizierten Gewinne. Dabei geht es auch um die Werthaltigkeit latenter Steuerforderungen gemäß IAS 12 – unter Berücksichtigung der zusätzlichen Unsicherheit durch die Coronakrise.

Durchschnittliche Steuerquote:
Wir beraten Sie auch bei der Ermittlung der erwarteten durchschnittlichen Gesamtjahres-Steuerquote und bei der Erfassung von Einmaleffekten und besonderen Steuereffekten.

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