IT-Lösungen im Rechnungswesen

25 Januar, 2016

Gesetzgeber, Regulatoren und andere Gremien stellen das Rechnungswesen und die Finanzberichterstattung von Unternehmen vor immer neue Herausforderungen. Aktuell betrifft dies etwa die Leasingbilanzierung und die Ertragsrealisierung aufgrund neuer IFRS Standards.

Manche Rechnungslegungsthemen weisen eine Komplexität auf, da sie generell schwer handhabbar sind: latente Steuern beispielsweise.

Zudem steigt in Unternehmen der Druck, Abschlussinformationen in immer kürzerer Zeit erstellen zu müssen – und gleichzeitig wachsenden Anforderungen externer und interner Anspruchsgruppen gerecht zu werden. Im Interview sprechen Prof. Dr. Rüdiger Loitz, Leiter von PwC Capital Markets & Accounting Advisory Services (CMAAS) und Björn Seidel, Partner im CMAAS-Team, über Defizite in der Rechnungslegung von Unternehmen und softwarebasierte Lösungen.

„Mehr Transparenz und Revisionssicherheit“

Herr Prof. Dr. Loitz, welche Defizite fallen Ihnen beim Blick auf die Prozesslandschaften von Unternehmen besonders auf?

Rüdiger Loitz: Sie lassen sich auf drei wesentliche Punkte zusammenfassen: Erstens sind Systemlandschaften und Unternehmensprozesse häufig nicht auf die neuen Anforderungen ausgelegt. Das bedeutet zum Beispiel, dass erforderliche Daten nicht verfügbar sind und mit den vorhandenen Systemen auch nicht erhoben werden können. Zweitens ist die Datenerhebung oft fehleranfällig, lückenhaft oder redundant – und insgesamt sehr aufwändig...

Was sind die Hauptursachen dafür?

Rüdiger Loitz: Für Zwecke der Rechnungslegung ist auf immer mehr Daten zurück zu greifen, worauf das Datenmanagement noch nicht ausgerichtet ist. Daneben die mangelnde Automatisierung. Und damit wir den dritten Punkt nicht vergessen: Wir sehen sehr oft Ressourcendefizite.

Das bedeutet?

Björn Seidel: Dass infolge des Kostendrucks wenige Mitarbeiter sehr viele Aufgaben bewältigen müssen. Die zunehmende Notwendigkeit der Datenverarbeitung für externe Rechnungslegungszwecke ist dabei nicht isoliert zu betrachten. Es fehlt zudem häufig an Möglichkeiten, das Controlling und die interne Steuerung mit passenden Analysen zu unterstützen und zu optimieren.

Was können Unternehmen dagegen tun?

Björn Seidel: Ohne den Einsatz geeigneter Software geht es künftig nicht mehr. Vor allem sollten Unternehmen Softwarelösungen einsetzen, mit denen sie die gestiegenen Rechnungslegungsanforderungen erfüllen und gleichsam auch die Prozesse automatisieren und optimieren können.

Was heißt „optimieren“?

Rüdiger Loitz: Mit der passenden Software erhöhen die Unternehmen ihre Datenqualität und reduzieren die Fehleranfälligkeit durch Prozessstandardisierung. Zugleich profitieren sie von mehr Transparenz und Revisionssicherheit.

Björn Seidel: Außerdem werden die Mitarbeiter entlastet, weil sie weniger manuell tätig sein müssen. Die weitgehende Automatisierung reduziert die Unternehmenskosten und steigert die Qualität deutlich. Mindestens genauso wichtig ist: Die Compliance ist sichergestellt!

Wie unterstützen Sie Unternehmen bei den genannten Herausforderungen?

Björn Seidel: CMAAS berät Unternehmen aller Größen und Branchen dabei, Softwarelösungen im Accounting-Bereich effizient einzuführen. Viele der im Markt verfügbaren Lösungen haben wir bei der Entwicklung fachlich unterstützt und vorangetrieben.

Rüdiger Loitz: IT-Kompetenz ist das eine. Unsere Teams bestehen aber auch aus Spezialisten für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung, Recht und Prozessoptimierung. Mit dieser Interdisziplinarität können wir unseren Kunden bei der Gestaltung von Accounting-Prozessen schnelle und verlässliche Partner sein.

 

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Prof. Dr. Rüdiger Loitz

Leiter Kapitalmarkt- und Rechnungslegungsberatung, PwC Germany

Tel.: +49 211 981-2839

Björn Seidel

Partner, PwC Germany

Tel.: +49 40 6378-8163

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