Studie: Anhangangaben zu IFRS 15 – werden die Erwartungen erfüllt?

14 Juni, 2018

PwC prüft 100 Geschäftsberichte von in Deutschland börsennotierten Unternehmen

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat angekündigt, auch im Jahr 2018 „Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen der Anwendung wesentlicher neuer Standards im Erstanwendungsjahr“ in Geschäftsberichten schwerpunktmäßig zu prüfen. Hierunter fällt der neue Standard IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“, der seit dem 1. Januar 2018 gilt.

PwC hat den Status quo bezüglich seiner Implementierung und der Erkenntnisse zu den Auswirkungen untersucht. Dafür wurden Geschäftsberichte von 100 in Deutschland börsennotierten Unternehmen analysiert, die bis Ende März veröffentlicht waren, und mit den Ergebnissen der Vorjahresstudie verglichen.

Alle untersuchten Unternehmen äußern sich zu IFRS 15

Die Analyse zeigt, dass sich zum Geschäftsjahresende 2017 alle analysierten Unternehmen zu IFRS 15 geäußert haben und sogar zwei Drittel zur geplanten Übergangsmethode.

Die Stellungnahmen der ESMA sowie die Prüfungsschwerpunkte der ESMA und der DPR für das Jahr 2018 scheinen die Mehrheit der analysierten Unternehmen zum Anlass genommen zu haben, sich intensiver mit den Auswirkungen des IFRS 15 im Anhang auseinanderzusetzen

Betroffenheitsfelder haben sich fast verdreifacht

75 Prozent der Unternehmen haben nun auch die Auswirkungen durch die gewählte Anwendungsmethode auf ihre Betroffenheitsfelder analysiert, im Vorjahr waren das nur 6 Prozent. Die zu erwartenden Auswirkungen von IFRS 15 beziehen sich insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen. Die Analyse der verschiedenen Betroffenheitsfelder ergab, dass die Unternehmen sich am meisten vom Zeitpunkt der Erlösrealisation betroffen sehen. Die Zahl der angegebenen Betroffenheitsfelder hat sich von 142 (2016) auf 411 (2017) fast verdreifacht.

Betroffenheitsfelder im Überblick

Wirkungsanalyse noch nicht bei allen abgeschlossen

Auch der Implementierungsfortschritt lag im Fokus der Studie: 80 Prozent der Unternehmen haben ihre fachliche Analyse über die Auswirkungen bereits abgeschlossen. Überraschend ist, dass immer noch 8 Prozent der Unternehmen die Analyse über mögliche Auswirkungen des IFRS 15 noch nicht abgeschlossen haben. Allerdings ist es möglich, dass die Unternehmen bereits intern weitere Erkenntnisse erworben haben, diese aber nicht publizieren wollten.

PwC-Einschätzung zum Analysefortschritt zu IFRS 15-Angaben

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Dr. Christoph Wallek

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