Umsatzrealisierung: Eine Studie zum aktuellen Stand bei Unternehmen in den USA

05 Dezember, 2014

Der neue Standard zur Umsatzrealisierung betrifft fast jedes Unternehmen. Inwieweit sie auf die Änderungen, die der Standard mit sich bringt, vorbereitet sind und wie weit sie mit der Etablierung der Änderungen im Unternehmen sind, wurde im Rahmen einer Befragung untersucht.

Durch die Neuregelung der Umsatzrealisierung (IFRS 15) können sich Höhe und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung und damit wesentliche Unternehmenskennzahlen ändern – insbesondere wenn verschiedene Leistungen gegenüber den Kunden gebündelt erbracht werden. Das Geschäftsmodell und zugehörige Systeme und Prozesse sind daher frühzeitig zu analysieren. Doch wie sehen das die betroffenen Unternehmen, sind sie auf den neuen Standard und sind sie auf die damit verbundenen Kosten vorbereitet?

Zu diesem Zweck führte PwC USA bereits zum zweiten Mal gemeinsam mit der Financial Executive Research Foundation (FERF) in den USA eine Befragung durch, an der 335 Unternehmen teilgenommen haben.

Schlüsselergebnisse der Umfrage

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sind zwar mit dem neuen Standard vertraut, sehen sich allerdings noch nicht in der Lage, die Auswirkungen vollständig abschätzen. Die größten Herausforderungen werden in den erweiterten Anhangangaben und der System- und Prozessanpassung gesehen. Auch die Durchsicht der Verträge und die Evaluierung der Systemänderungen werden sich ihrer Meinung nach äußerst komplex gestalten. Verträge sind meist im Unternehmen verteilt und liegen nicht in gebündelter Form vor. Auch die Systeme zur Umsatzerfassung sind nicht zentralisiert.

Über die Hälfte der Befragten glauben, dass die Etablierung eines parallelen Berichtssystems für die Einführung des Standards notwendig sei, während 24 % keine Änderungen für nötig halten.

Zudem sind fast 70 % der befragten Unternehmen der Meinung, dass die Implementierung der neuen Änderungen mit großen Herausforderungen verbunden sind. Nur knapp ein Drittel der Unternehmen glauben, dass der neue Standard Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell haben wird.

Hinsichtlich der Zeitschiene der Einführung des neuen Standards im Unternehmen herrscht keine einheitliche Meinung. Nur 9% der befragten Unternehmen planen eine Anwendung vor 2018. Die übrigen Unternehmen haben noch keine genaue Vorstellung von dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung oder haben diese Frage nicht beantwortet.

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