Medienbranche trägt entscheidend zum Wohlstand der Welt-Metropolen bei

06 März, 2015

Die Medien- und Unterhaltungsbranche ist ein wichtiger Arbeitgeber für junge, gut ausgebildete Städter und trägt wesentlich zum Wohlstand in Großstädten bei. In 30 ausgewählten Welt-Metropolen arbeiteten im Jahr 2013 rund 5,85 Millionen Menschen in der Medienbranche. Bis 2025 wird die Anzahl der Beschäftigten auf 6,8 Millionen steigen (plus 16 Prozent).

Auch für die deutsche Hauptstadt hat die Medienbranche eine zentrale Bedeutung: 2013 verdienten zehn Prozent der berufstätigen Berliner in der Medienbranche ihr Geld und erwirtschafteten dabei 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der Stadt.

Bereits heute lebt nach Angaben der Vereinten Nationen über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Bis zur Mitte des Jahrhunderts werden es rund zwei Drittel sein. Städte spielen für den Wohlstand und die wirtschaftliche Entwicklung eine entscheidende Rolle. Die PwC-Studie “Cities of Opportunity: The urban rhythm of entertainment and media” analysiert die Bedeutung der Medien- und Unterhaltungsbranche für 30 Metropolen weltweit. Die Analyse verknüpft die Ergebnisse des „Global Entertainment and Media Outlook“ mit dem PwC-Städte-Ranking „Cities of Opportunity“.

Zehn Prozent der berufstätigen Berliner arbeiten in der Medienbranche

In den 30 untersuchten Metropolen beschäftigt die Medien- und Unterhaltungsbranche im Schnitt sechs Prozent der Arbeitskräfte, in Berlin sind es sogar zehn Prozent.

„Die Medienbranche spielt damit eine häufig unterschätzte Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Städte: Sie erwirtschaftet in vielen Metropolen rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts, in Berlin sogar 13 Prozent. Damit ist die Medienbranche äußerst produktiv und in vielen Städten genauso groß wie die verarbeitende Industrie.“

Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC

Die Arbeitsplätze in der Medienbranche sind dabei äußerst vielfältig: Sie reichen von der kreativen Informationserstellung über dienstleistungsorientierte Jobs in Werbung oder Marktforschung bis hin zu technisch orientierten Berufen in der Druckindustrie. Die Beschäftigten der Medienbranche sind in der Regel gut ausgebildet, jünger als der Bevölkerungsdurchschnitt und häufig freiberuflich tätig.

Branchenerlöse liegen in der deutschen Hauptstadt bei 4,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Die Gesamtumsätze der Medienbranche – zusammengesetzt aus Konsumentenausgaben, Werbeerlösen und Internetzugängen – lagen in den 30 untersuchten Metropolen im Jahr 2013 bei 147 Milliarden US-Dollar. Bis 2018 werden die Erlöse um durchschnittlich 4,5 Prozent pro Jahr zulegen und auf rund 184 Milliarden US-Dollar steigen. New York wird Tokio im Jahr 2015 als Metropole mit den höchsten Medienausgaben überholen. Berlin lag 2014 mit Umsätzen von 4,8 Milliarden US-Dollar auf Rang 10 und wird bis 2018 um zwei Plätze abrutschen. Denn die jährlichen Wachstumsraten der Medienerlöse hinken in Berlin mit 1,8 Prozent pro Jahr deutlich hinter denen anderer Metropolen hinterher.

Ranking der Medienstädte: New York vor London – Berlin auf Rang 11

An der Spitze des Medienstädte-Rankings steht New York gefolgt von London und San Francisco. Berlin liegt im Vergleich mit den anderen Metropolen auf Platz 11. Das Ranking basiert dabei auf insgesamt neun Kriterien. Die deutsche Hauptstadt schneidet beim Schutz des geistigen Eigentums (Platz 4) und bei der kulturellen Lebendigkeit (Platz 4) gut ab, ebenso bei der Breitband-Qualität (Platz 5) und beim Thema Innovation (Platz 7). Vergleichsweise schwach steht die deutsche Hauptstadt beim Wachstum dar. Mit einem Plus von zwei Prozent zwischen 2013 und 2018 belegt Berlin in dieser Kategorie den vorletzten Platz vor Schlusslicht Tokio. Bei der Bewertung der „digital economy“, bei Softwareentwicklung und Multimedia-Design sowie dem unternehmerischen Umfeld landet Berlin im Mittelfeld.

Berlin punktet mit kreativer Atmosphäre und exzellenter Infrastruktur

„Berlin überzeugt als kreative Medien-Stadt mit einer exzellenten Infrastruktur, einem hochwertigen kulturellen Angebot und einer kosmopolitischen Atmosphäre. Viele gut qualifizierte Arbeitskräfte zieht es jedes Jahr in die deutsche Hauptstadt“, so die Einschätzung von Werner Ballhaus. „Im Kampf um die besten Köpfe müssen Medienunternehmen jedoch gute Strategien entwickeln. Denn auch andere Sektoren wie Technologie, Telekommunikation und der Handel suchen Talente mit ähnlichen Fähigkeiten“, empfiehlt Medien-Experte Werner Ballhaus.

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Werner Ballhaus

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