Musikstreaming: verheißungsvolles Potenzial der Musik on demand

10 Juli, 2013

Vielfalt, Zugänglichkeit und einfache Bedienung sind erfolgsentscheidend.

Musikstreaming ist das Hören von Titeln aus einer Musikbibliothek ohne dass diese Dateien dauerhaft auf der Festplatte gespeichert werden müssen. Unserer Einschätzung nach könnte es sich zu einem neuen Treiber des digitalen Musikmarktes etablieren: Wir rechnen damit, dass der Anteil von Streaming an den gesamten Umsätzen mit digitaler Musik in Deutschland bis 2017 auf 18 Prozent steigt.

Rund 65 Prozent der 1.200 Onlinenutzer im Alter von 18 bis 65, die wir befragt haben, kennen Musikstreaming-Services, mehr als jeder Zehnte nutzt diese schon.

Eine große Angebotsvielfalt, einfache Bedienung sowie die optimale Integration in die Endgeräte sind Voraussetzungen für den Erfolg für den Erfolg der Musikstreamingdienste.

Musikstreaming
Marktüberblick

Der Marktüberblick

Das Angebot reicht von personalisierbaren Onlineradiostationen wie zum Beispiel Aupeo über klassische Streaming-on-Demand-Dienste wie Spotify bis hin zu hybriden Formen wie last.fm. Die Anzahl der auf dem deutschen Markt aktiven Musikstreaming-Plattformen stieg von lediglich drei im Jahr 2011 auf knapp 20 im Jahr 2013.

Die meisten Anbieter machen vom Freemium-Geschäftsmodell Gebrauch. Dabei soll der Kunde nach einer kostenlosen Testphase ein Premium-Abonnement abschließen. Für einen monatlichen Betrag zwischen fünf und zehn Euro wird dann der unbegrenzte Zugang zur Musikbibliothek freigeschaltet.

So sehen es die Nutzer

So sehen es die Nutzer

Rund 14 Prozent der befragten Konsumenten greifen zumindest ab und zu auf einen Musikstreaming-Dienst zurück. Fast 30 Prozent der Streaming-Nutzer hören gestreamte Musik über ihr Smartphone oder Tablet.

Umfangreiche Musikbibliotheken und einfache Bedienung sind die wichtigsten Auswahlkriterien für Musikstreaming-Dienste, neben dem Preis. Fast 70 Prozent der befragten Streaming-Nutzer legen besonders großen Wert auf einen günstigen oder sogar kostenlosen Service und fast 80 Prozent sind bereit, Werbeeinlagen zwischen den gespielten Tracks zu akzeptieren, um den Dienst kostenlos nutzen zu können. Für rund 28 Prozent der Streaming-Nutzer ist Werbefreiheit dagegen ein Argument für den Abschluss eines zahlungspflichtigen Abonnements.

„Die neuen Dienste leiten einen Paradigmenwechsel in der Musiknutzung ein, der viel Optimismus verbreitet und ein großes Marktpotenzial offenbart. Das Streaming stellt zwar die Möglichkeit des Musikkonsums völlig auf den Kopf, der deutsche User kehrt seiner Musiksammlung zugunsten eines 'Mietmodells' aber bislang nicht so schnell den Rücken zu.“

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie e.V.

Musikstreaming in fünf Jahren

Die Umsätze mit Musikstreaming können bis zum Jahr 2017 mit 125 Millionen Euro einen Anteil von 18 Prozent an den Gesamtumsätzen mit digitaler Musik erreichen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 28 Prozent. Angebotsvielfalt, einfache Bedienung und optimale Integration in die Endgeräte, ergänzt um umfangreiche Personalisierungsfunktionen und die Anbindung an Social Media sind die Voraussetzungen dafür.

Damit wird sich das Geschäft mit gestreamten Musiktiteln zu einem bedeutenden Standbein der Musikindustrie entwickeln.

Ausblick

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