Mobilitätsverhalten heute und morgen

08 November, 2017

Die Mehrheit der Deutschen ist offen für neue Mobilitätskonzepte. Insgesamt zeigten sich 54 Prozent der Befragten bereit, ihr Auto mit anderen Personen zu teilen; unter den 16- bis 29-Jährigen waren es sogar 66 Prozent. Zugleich betonten 74 Prozent, ihnen sei es „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“, ständig über ein Auto verfügen zu können – was allerdings nicht zwingend bedeutet, dass sie es auch besitzen müssen.

Dies bedeutet für die Automobilbranche, dass sie zukünftig weiterhin gebraucht wird – sich jedoch radikal ändern muss. Für Hersteller heißt dies: „Sie verkaufen in Zukunft nicht mehr nur Autos, sondern neue Formen von Mobilität. Oder anders gewendet: Sie müssen den Nutzer als Kunden gewinnen, nicht mehr primär den Käufer.“, so Christoph Stürmer, Global Lead Analyst bei PwC Autofacts.

Wertewandel bei den Kunden führt zu neuen Nutzertypen

Neben dem deutschen Markt, wurde die PwC-Umfrage auch in den USA und China durchgeführt. Hier zeigt sich – sogar noch stärker als in Deutschland – dass sich in der Kundschaft ein tiefgreifender Wertewandel vollzieht. Der Anteil der „traditionellen Nutzer“, für den der Besitz eines Pkw einen Wert an sich darstellt, dürfte bis 2030 auf 23 Prozent sinken. Schon heute treffen jedoch auf jeden dritten Befragten die Charakteristika des „modernen Nutzers“ zu, der Car Sharing oder Elektromobilität nicht bloß als Notwendigkeit begreift, sondern solche Konzepte aktiv unterstützt. Diese Gruppe könnte bis 2030 bereits 38 Prozent der potenziellen Kunden ausmachen.

Häufigkeit der Carsharing-Nutzung

Der weltweite Trend geht zum Sharing – vor allem in den Staaten ist Carsharing weit verbreitet.

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Christoph Stürmer
Global Lead Analyst PwC Autofacts®
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