Die neue Welt des Corporate Real Estate Managements

Professionell. Global. Digital.

Für Corporate Real Estate sind aufregende Zeiten angebrochen.

Denn die strategische und finanzielle Bedeutung betrieblicher Immobilien nimmt zu. So rechnen viele Marktakteure mit hohen Einsparungen bei immobilienbezogenen Kosten, sobald Transparenz über das Immobilienportfolio herrscht – die neue Regulierung wird genau dies beschleunigen. Die Welt wird digitaler, das Kerngeschäft der Unternehmen übt neue Impulse aus, die globalen und nationalen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen verändern sich stetig.
16 international und national agierende Unternehmen der DACH-Region aus unterschiedlichen Branchen teilen nun in der PwC-Studie Ihre Einschätzungen zu Professionalisierung, Digitalisierung, Regulierung und Wertschöpfung im Immobilienmanagement. Ein Einblick mit Ausblick auf die Zukunft.

Regulierung: Mit IFRS 16 steigt der Transparenzdruck

Die Bilanzierungsrichtlinie IFRS 16 wird ab Januar 2019 für alle Unternehmen Pflicht, die nach diesen Standards bilanzieren. Die Richtlinie beinhaltet Regelungen zur Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Mietverträgen und anderen Leasingverhältnissen. Die größte Herausforderung ist es, die Daten zu beschaffen, die für die Berechnung erforderlich sind. Gleichzeitig sehen viele Unternehmen die Chance, dank der hohen und prüfungssicheren Qualität der Daten die dringend benötigte Transparenz über den Mietbestand voranzutreiben.
Die befragten CREM-Abteilungen gehen nicht davon aus, dass die Tatsache, dass künftig neben Immobilieneigentum auch Mietverbindlichkeiten in die Bilanz aufgenommen werden, einen unmittelbaren Einfluss auf ihre strategischen Entscheidungen haben wird. Jedoch dürften die neuen Bilanzierungsrichtlinien dazu führen, dass das Immobilienmanagement und die Real Estate-Kosten künftig stärker in den Fokus der Finanzabteilungen rücken. 

38 Prozent sehen sich von IFRS 16 stark betroffen.

Größte Potenziale bei Schnittstellenreduktion und Automatisierung.

Digitalisierung: Transparenz als Grundlage für Entscheidungen und Steuerung

Der Reifegrad der Digitalisierung ist in vielen Unternehmen noch gering. Die PwC-Studie zeigt: Die Befragten sehen durch die Digitalisierung hohe Potenziale für das Immobilienmanagement und erhoffen sich eine bessere Grundlage für die Steuerung des Immobilienvermögens und strategische Entscheidungen. Das größte und konkreteste Potenzial sehen sie in der Schnittstellenreduktion zwischen Medien und Applikationen und dem damit verbundenen Vorantreiben der Automatisierung. 
Sogenannte PropTechs, die Start-ups der Immobilienbranche, können Unternehmen mit spezifischen Dienstleistungen unterstützen, etwa mit ERP und BIM-Lösungen: Mietverträge können mittels anforderungsspezifischer Algorithmen automatisiert verarbeitet und mit Cloud-Lösungen archiviert werden. In diesem dynamischen Umfeld werden sich die Unternehmen weiterhin stark entwickeln.
Ebenso erhoffen sich die Unternehmen eine Verbesserung ihres Datenmanagements und der Datenqualität – sowie der Transparenz über ihr Immobilienportfolio. Zusammen mit neuen Arbeitsplatzkonzepten sind dies die Topthemen auf der Agenda der Befragten.

Professionalisierung: Zentrale Steuerung mit regionalem Fachwissen verknüpfen

Die Organisationsmodelle des Corporate Real Estate Managements zeigen eine ausgeprägte Vielfalt der Strukturen auf. Insgesamt geht der Trend hin zu einem zentralen Management bei regionaler Kernprozessverantwortung. Der Vorteil an dieser Aufteilung ist, dass sie eine zentrale Steuerung und Kontrolle des Immobilienmanagements ermöglicht, ohne lokale Marktkenntnisse zu vernachlässigen. So wird die Expertise in den einzelnen Verantwortlichkeitsbereichen gesteigert und effizient genutzt. Indem sie operative und betriebliche Tätigkeiten auslagern, können sich die CREM-Abteilungen weiterhin verstärkt auf die wertschöpfenden Kernprozesse konzentrieren.

Komplexe Unternehmensprozesse machen eine Vereinigung der zentralen und dezentralen Organisation nötig.

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Susanne Eickermann-Riepe
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