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Erneut Rekord-Optimismus bei den CEOs

25. PwC Global CEO Survey

Der Global CEO Survey ist die größte Studie von PwC. An der jährlichen Befragung beteiligten sich in diesem Jahr weltweit fast 4.500 CEOs aus 89 Ländern. Sie finden auf dieser Seite den Global CEO Survey zum Download und eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

Die Studie im Überblick

CEOs weltweit

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie zeigen sich die CEOs weltweit zuversichtlich. Der Rekord-Optimismus aus dem vergangenen Jahr konnte sogar noch einmal gesteigert werden: 77 Prozent der CEOs glauben, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird (Vorjahr: 76 Prozent). An einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums glauben in diesem Jahr lediglich 15 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent).

Infografik: Glauben Sie, dass sich das Weltwirschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessert, gleich bleibt oder abnimmt?

CEOs in Deutschland

Deutsche CEOs zeigen sich im globalen Vergleich ähnlich optimistisch: 76 Prozent der deutschen Führungskräfte rechnen im kommenden Jahr mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums (Vorjahr: 80 Prozent). Doch es gibt auch skeptische Einschätzungen. Fast jeder fünfte deutsche CEO (19 Prozent, Vorjahr: 11 Prozent) glaubt an einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums.

Infografik: Glauben Sie, dass sich das globale Wirschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessert, gleich bleibt oder abnimmt?

Blick aufs eigene Unternehmen

Auch beim Blick auf das eigene Unternehmen bleiben die CEOs in Deutschland mehrheitlich optimistisch. 59 Prozent sind sehr zuversichtlich, dass ihre Organisation in den nächsten zwölf Monaten wächst. Mit Blick auf die Vorjahreszahlen wird jedoch deutlich, dass der Optimismus bröckelt: Im Vorjahr waren noch 81 Prozent der Befragten sehr zuversichtlich. Neun Prozent gaben in diesem Jahr an, nicht zuversichtlich zu sein (Vorjahr: 2 Prozent).

Ein ähnliches Szenario zeigt sich beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen. 67 Prozent der deutschen CEOs sind sehr zuversichtlich, dass ihr eigenes Unternehmen in den nächsten drei Jahren wächst. Mit Blick auf die Vorjahreszahlen zeigt sich jedoch, dass auch hier der Optimismus etwas zurückgegangen ist – im letzten Jahr machten noch 92 Prozent diese Angabe.

Cyber-Risiken, Klimawandel und geopolitische Konflikte bereiten Sorgen

Die Sorge vor Cyber-Risiken wie Hacking, Überwachung und Desinformation ist schon lange keine Randerscheinung mehr und scheint unter den deutschen CEOs noch einmal zugenommen zu haben: 59 Prozent der CEOs gaben an, dass sie diesbezüglich sehr besorgt sind (weltweit: 49 Prozent). Besorgt sind sie darüber hinaus vor allem wegen des Klimawandels (38 Prozent, weltweit: 33 Prozent) und geopolitischen Konflikten (38 Prozent, weltweit: 32 Prozent). Auch makroökonomische Volatilität (dazu zählen etwa Arbeitslosigkeit und Inflation) schätzen die deutschen CEOs als besonders bedrohlich ein (34 Prozent, weltweit: 43 Prozent). Zudem bereiten ihnen Gesundheitsrisiken – beispielsweise Pandemien wie Covid-19, chronische Krankheiten oder Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit – Sorgen (31 Prozent, weltweit: 48 Prozent). Soziale Ungleichheit besorgt lediglich sieben Prozent der deutschen CEOs (weltweit: 18 Prozent).

Vor allem das Umsatzwachstum könnte von diesen Bedrohungen beeinträchtigt werden, gaben die deutschen CEOs an. So befürchten 74 Prozent von ihnen, dass Gesundheitsrisiken wie die Covid-19-Pandemie den Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen erschweren könnten. 61 Prozent der deutschen CEOs sagen darüber hinaus, Cyber-Risiken könnten die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen, außerdem die Innovationsfähigkeit (59 Prozent).

Fast ein Drittel der Unternehmen strebt CO2-Neutralität an

Fast ein Drittel der deutschen Unternehmen verfolgt das Ziel, CO2-neutral zu werden. Dies bedeutet, dass kurzfristig unvermeidbare CO2-Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten aus globalen Klimaschutzprojekten kompensiert werden. 31 Prozent der deutschen CEOs gaben an, dass ihr Unternehmen sich zu CO2-Neutralität verpflichtet habe (CEOs weltweit: 26 Prozent). Zudem gaben 36 Prozent an, dass daran gearbeitet werde, eine solche Verpflichtung einzugehen (CEOs weltweit: 30 Prozent). Allerdings sagen 33 Prozent der deutschen CEOs, dass es keine Verpflichtung des eigenen Unternehmens in dieser Hinsicht gebe (CEOs weltweit: 41 Prozent).

17 Prozent der deutschen CEOs gaben an, dass sich ihr Unternehmen zu „Net-Zero“ verpflichtet habe. Dies bedeutet, dass der CO2-Ausstoß des Unternehmens auf null oder nahe null reduziert wird. Verbleibende Rest-Emissionen werden durch Projekte neutralisiert, die Treibhausgasemissionen aus der Atmosphäre entfernen – um so „Netto Null“ zu erreichen. Weltweit gaben 22 Prozent der CEOs an, bereits ein Net-Zero-Commitment eingegangen zu sein. 45 Prozent der deutschen CEOs gaben indes an, dass es keine Verpflichtung zu „Net-Zero“ in ihrem Unternehmen gebe (CEOs weltweit: 44 Prozent). 34 Prozent der deutschen CEOs sagten, dass daran gearbeitet werde, eine solche Verpflichtung einzugehen (CEOs weltweit: 29 Prozent).

Die Gründe deutscher Unternehmen, CO2-neutral zu werden und/oder sich zu „Net-Zero“ zu verpflichten, sind vielfältig. Zum einen wird das Commitment zu CO2-Neutralität oder „Net-Zero“ offenbar von außen beeinflusst: 83 Prozent der deutschen CEOs sagen, dass ihre Entscheidung von Erwartungen der Kunden beeinflusst wurde. Darüber hinaus geht es CEOs darum, Risiken des Klimawandels zu minimieren – 64 Prozent der Befragten stimmen dem zu.

„Grün ist für viele CEOs längst kein Trend mehr, sondern ein echter Erfolgsfaktor. Dies ist eine gute Entwicklung und Resultat der veränderten Anforderungen von Kunden und Stakeholdern“, sagt Ulrich Störk, Sprecher der Geschäftsführung von PwC Deutschland. Im Fokus der Unternehmen sollte nun vor allem stehen, Kompetenzen im Bereich ESG (Environmental, Governmental und Social) aufzubauen, rät er: „Um nicht nur nachhaltig erfolgreich zu sein, sondern vor allem auch erfolgreich nachhaltig, sollten CEOs die ESG-Faktoren stärker in ihre Strategie einbeziehen.“

USA und China liegen vorne

Das Ausland sieht Deutschland als den drittwichtigsten Wachstumstreiber: 18 Prozent der CEOs ausländischer Unternehmen gaben an, dass Deutschland für ihr Unternehmenswachstum in den kommenden zwölf Monaten wichtig sei (Vorjahr: 17 Prozent). Nur die USA (41 Prozent, Vorjahr: 35 Prozent) und China (27 Prozent, Vorjahr: 28 Prozent) werden von den CEOs weltweit als noch wichtiger gesehen.

Auch die deutschen CEOs sehen die USA (52 Prozent) und China (43 Prozent) für ihre Unternehmen als größte Wachstumsmärkte. Im Unterschied zu den CEOs weltweit sehen sie Großbritannien aber nicht auf Platz drei der Länder, in denen sie sich das größte Wachstum erhoffen: Auf Platz drei rangiert unter den deutschen CEOs Indien (16 Prozent). Großbritannien folgt hinter Russland auf Platz fünf – gleichauf mit Frankreich und Mexiko.

„Die Pandemie ist noch nicht vorüber – und gleichzeitig stellen die Digitalisierung oder der demographische Wandel Unternehmen vor neue Aufgaben. Sie müssen sich nun noch schneller und umfassender transformieren. Diesen Veränderungen sollten CEOs mit Neugierde, Mut und Vertrauen entgegentreten.“

Dr. Ulrich Störk,Sprecher der Geschäftsführung bei PwC Deutschland
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Frederik Wohlfart

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Pauline Schnor

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