Deutscher Startup Monitor: Auskopplung München

Ergebnisse 2019: Startups finden in München (fast) perfekte Bedingungen

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Eckhard Späth
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Münchner Startups: Finanzierung top, hohe Mieten flopp

Dank sehr guter Rahmenbedingungen sind Startups in München auf der Überholspur: Sie befinden sich überdurchschnittlich häufig bereits in der Wachstumsphase, beschäftigen mehr als doppelt so viele Mitarbeitende wie im bundesweiten Durchschnitt (34 vs. 16) und wollen kräftig weiter einstellen. Knapp drei Viertel planen zudem den Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten. Und auch mit der Finanzierung klappt es in München meist besser als anderswo. Einziges Manko: die hohen Mieten.

„Die Wirtschaftskraft Bayerns und insbesondere der Region rund um München bietet jungen Gründerinnen und Gründern optimale Bedingungen. Das Gesamtpaket stimmt: gute Finanzierungsmöglichkeiten, erstklassige Universitäten, starke etablierte Technologieanbieter und eine hohe Lebensqualität, die qualifizierte Fachkräfte anlockt.“

Eckhard Späth, Standortleiter PwC München

Die Studie im Überblick

Münchner Gründer setzen auf Wachstum

Im Vergleich zu Startup-Unternehmen im restlichen Deutschland befinden sich überdurchschnittlich viele Münchner Startups bereits in der Wachstumsphase (36 vs. 24 Prozent). Knapp drei Viertel der Münchner Jungunternehmer planen zudem den Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten. Ein Viertel der Umsätze stammt bereits aus dem Ausland.

Interview: „Die hohen Mieten sind für Startups doppelt problematisch“

Startups-Gründer finden in München fast perfekte Rahmenbedingungen: Sie kommen leicht an Geld, können mit den vielen etablierten Unternehmen und Universitäten in der Region zusammenarbeiten und profitieren von einer hervorragenden digitalen Infrastruktur. Doch es gibt auch Aspekte, die den Entrepreneuren an der Isar Kopfschmerzen bereiten. Mehr dazu im Gespräch mit Eckhard Späth, Standortleiter PwC München, und Judith Lechermann, Leiterin der PwC-Startup-Initiative NextLevel in München.

Zum Interview

Investitionen in Mitarbeiter haben hohen Stellenwert

Mit rund 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben die Münchner Startups mehr als doppelt so viele Beschäftigte wie im bundesweiten Durchschnitt. Und sie wollen kräftig weiter einstellen: In den kommenden zwölf Monaten sollen 15 neue Kolleginnen und Kollegen hinzukommen (im deutschlandweiten Schnitt: 8). 83 Prozent der Startups in der bayerischen Metropole wollen in den kommenden 12 Monaten in neue Mitarbeiter investieren.

Finanzierung fällt Münchner Startups leicht

Gut sieht es in München auch beim Thema Geld aus – das ist reichlich vorhanden: 55 Prozent der Münchner Startups sind mit dem Zugang zu Kapital und Investitionen zufrieden (bundesweit: 30 Prozent). Ihnen fiel es deutlich leichter als Gründerinnen und Gründern in anderen Teilen der Republik, sich Zugang zu Geldgebern zu verschaffen. 55 Prozent berichten, dass sie problemlos an Investoren und deren Netzwerk herankamen. In anderen Regionen sagten das nur 32 Prozent. Jeder Zweite hatte keinerlei Schwierigkeiten, die Investoren von seinem Kapitalbedarf zu überzeugen.

Gründer fühlen sich in München wohl

Startups fühlen sich in der bayerischen Metropole wohl: Knapp zwei Drittel der Entscheider (63 Prozent) bewerten das Ökosystem am Standort München als gut. Sie schätzen insbesondere die Nähe zu Universitäten (88 Prozent) und den Austausch mit anderen Gründern (82 Prozent). Positiv bewerten 55 Prozent der Entscheider in München auch die Möglichkeiten, sich mit etablierten Unternehmen zu vernetzen (bundesweit: 37 Prozent). Knapp zwei Drittel arbeiten mit anderen Firmen in Form von Kooperationen zusammen.

Grüne und FDP hängen CSU ab

Interessant ist ein Blick auf die politische Stimmung unter den Entrepreneuren in Bayerns Hauptstadt: Der Anteil der Grün-Wähler ist an der Isar mit 40 Prozent hoch – liegt damit aber im bundesweiten Trend. Überraschend häufig sympathisieren die Startup-Entscheider in München mit der FDP. 36 Prozent würden der klassischen Unternehmer- und Gründerpartei ihre Stimme geben (bundesweit: 28 Prozent). Die CDU/CSU liegt in München abgeschlagen auf Platz 3: Nur 12 Prozent der Jungunternehmer würden die Christdemokraten wählen.

Die Methodik

Zu diesen Ergebnissen kommt der 7. Deutsche Startup-Monitor, den der Bundesverband Deutsche Startups e. V. und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen erstellt haben. Für die Studie wurden bundesweit rund 2.000 Startups befragt, darunter 134 Unternehmen aus dem Münchner Raum.

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