Neuer Standard für die Darstellung und Angaben im Abschluss

IFRS 18: Neuregelungen, Folgen, Implementierung

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  • 07 Mai 2024

Am 9. April 2024 hat das International Accounting Standard Board (IASB) den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 18 – Presentation and Disclosure in Financial Statements veröffentlicht. IFRS 18 wird den bisherigen Standard IAS 1 – Presentation of Financial Statements – ersetzen. Er soll die Darstellung finanzieller Informationen verbessern und Abschlüsse transparenter und besser vergleichbar machen.

Unternehmen müssen IFRS 18 für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 verpflichtend anwenden - mit entsprechend retrospektiver Anpassung der Vergleichsperiode. Welche wesentlichen Neuerungen bringt der Standard mit sich? Und auf welche Anforderungen müssen Sie sich vorbereiten?

Wie wir Sie bei der Umsetzung von IFRS 18 unterstützen

  • Compliance mit regulatorischen Vorschriften: Unsere Expert:innen unterstützen Sie dabei, alle neuen Anforderungen des IFRS sicher zu erfüllen.
  • Schnelle erste Indikation: Unsere KI gesteuerte Lösung liefert Ihnen eine schnelle erste Einschätzung zu den Veränderungen der Gewinn- und Verlustrechnung.
  • Integrierter Projektansatz: Die Auswirkungen der Einführung des IFRS 18 gehen über neue Accounting Regeln hinaus und betreffen auch Finanzdaten, Systeme, Prozesse sowie KPIs der Unternehmenssteuerung. Mit unserem integrierten Projektansatz und -team unterstützen wir Sie vollumfänglich - von der Impactanlyse bis zur systemseitigen Implementierung.
  • Moderne Tools und Systeme: Wir nutzen neueste Technologien und garantieren so eine effiziente Umstellung.

Ihre Expertin für Fragen

Verena Glutting, Director bei PwC Deutschland

Verena Glutting
Director, Financial Reporting bei PwC Deutschland
Tel.: +49 171 7614784
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Von der Analyse bis zur Implementierung

Zwei neue Zwischensummen

Was sind die wesentlichen Neuerungen des neuen Standards IFRS 18? Er führt zwei verpflichtende Zwischensummen in der Gewinn- und Verlustrechnung ein: den operativen Gewinn oder Verlust und den Gewinn oder Verlust vor Finanzierung und Ertragsteuern. Diese Zwischensummen basieren auf der Klassifizierung der Erträge und Aufwendungen in die folgenden Kategorien: operativ, investiv und finanziell. Daneben werden die weiteren Kategorien Ertragsteuern und das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen dargestellt. Unternehmen sollten daher unbedingt prüfen, wie sich dies auf ihre jeweiligen Kennzahlen und Steuerungsgrößen auswirkt.

Die Anforderungen des IFRS 18 führen außerdem zusätzliche Anhangangaben an; eine davon zu sogenannten Management-Defined Performance Measures (MPMs). Dies sind vom Management außerhalb des Konzernabschlusses öffentlich kommunizierte Leistungskennzahlen, die nicht durch IFRS-Rechnungslegungsstandards spezifiziert sind.

Unternehmensspezifische Analyse erforderlich

Damit ist klar: Die Implementierung von IFRS 18 erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Unternehmen sollten vor allem analysieren, inwiefern sie Prozesse und IT-Systeme verändern müssen. Weil die Klassifizierung der Erträge und Aufwendungen von der Hauptgeschäftstätigkeit abhängt, muss eine unternehmensspezifische Analyse zeigen, wie sich IFRS 18 auf die wichtigsten Stakeholder des Unternehmens auswirkt.

Grafik: IFRS 18 Implikationen

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Indikative Effekte des IFRS 18 auf die Gewinn- und Verlustrechnung

Unternehmen müssen die verpflichtende Einführung der Zwischensummen operativer Gewinn oder Verlust und Gewinn oder Verlust vor Finanzierung und Ertragsteuern detailliert analysieren, ebenso die damit einhergehende Klassifizierung der Erträge und Aufwendungen. In einigen Fällen wird sich die Zuordnung der Erträge und Aufwendungen ändern, zum Beispiel bei Währungsumrechnungseffekten. Denn diese sind gemäß IFRS 18 in derselben Kategorie auszuweisen wie die Erträge und Aufwendungen, die zu den Umrechnungsdifferenzen geführt haben.

Grafik: Änderungen in den Gewinn- und Verlustrechnungen

KI für die Umsetzung von IFRS 18 nutzen

Mit IFRS 18 wird eine neue Struktur für die Gewinn- und Verlustrechnung eingeführt. Um die Impactanalyse zu erleichtern, setzt PwC eine KI gesteuerte Lösung ein. Diese nutzt die Informationen aus dem Geschäftsbericht, um schnell eine erste Indikation zu geben, welche Änderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung an der Struktur und der Klassifizierung der Erträge und Aufwendungen das jeweilige Unternehmen vornehmen muss. Diese Analyse dient als Grundlage für unseren integrierten Projektansatz, um die Strategie für eine erfolgreiche Umsetzung des neuen Standards IFRS 18 zu verfeinern.

Anwalt bei der Arbeit: Close-up auf Hand

Webcast-Reihe PwC Accounting and Reporting Talks

Am 9. April 2024 wurde der neue Rechnungslegungsstandard IFRS 18 „Presentation and Disclosure in Financial Statements“ veröffentlicht. Der IASB kommt mit den neuen Regelungen insbesondere Forderungen von Investorenseite nach, die Berichterstattung über die Leistungsfähigkeit der Unternehmen im IFRS-Abschluss zu verbessern.

In der aktuellen Folge unserer Webcast-Reihe PwC Accounting and Reporting Talks informieren wir Sie über die wesentlichen Änderungen des IAS 1-Nachfolgers.

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