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Joint Crisis Center – Zahlungsverkehr

Auswirkungen des Ukraine Kriegs auf Finanzdienstleistungen

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat die westliche Welt, u. a. angeführt von den USA, UK und der EU, mehrere Sanktionspakete verabeschiedet. Diese zielen insbesondere darauf ab, die russische Wirtschaft und die politische Elite massiv zu schwächen. Das hat auch Auswirkungen auf grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen und den Zahlungsverkehr. So wurden z. B. durch Beschränkungen von Transaktionen mit der russischen Zentralbank und weiterer öffentlicher Institutionen rund 50 Prozent der russischen Finanzreserven eingefroren und führende russische Banken vom SWIFT ausgeschlossen. Marktteilnehmer stehen nun vor drei zentralen Herausforderungen im Hinblick auf den Zahlungsverkehr:

  1. Rechtliche Einordnung der Auswirkungen der Sanktionen
  2. Entwicklung von Konzepten zur Einhaltung der Sanktionsvorgaben und Anpassung an strukturelle Änderungen
  3. Betrachtung der Auswirkungen auf Krypto-Assets

Drängende Fragen zum Zahlungsverkehr

Einhaltung der Sanktionsmaßnahmen

  • Welche Maßnahmen sind zu ergreifen um Embargo- und Sanktionsbeschränkungen vorschriftsgemäß umzusetzen?
  • Welche Möglichkeiten der Automatisierung von Kontroll- und Monitoring-Prozessen gibt es?
  • Welche weiteren Beschränkungen sind jenseits der verpflichtend einzuhaltenden EU-Sanktionen von Instituten in Deutschland, z.B. durch US- und UK-Sanktionen zu berücksichtigen?

Zahlungsverkehr

  • Welche Maßnahmen können eingeführt werden, um Risiken im Zahlungsverkehr zu reduzieren?
  • Welche Auswirkungen haben die Sanktionen gegen Russland auf grenzüberschreitende Finanz- und Zahlungsströme?
  • Ist zukünftig mit einer beschleunigten Abkopplung von autokratischen Staaten aus dem internationalen Zahlungsverkehr zu rechnen?
  • Wie werden sich diese Änderungen auf internationale Überweisungsdienste und grenzüberschreitende Sofort-Systeme aus?

Krypto Assets

  • Welche Veränderungen in Krypto-Zahlungsströmen sind seit Beginn der Krise zu beobachten?
  • Welche Gefahren bestehen durch die Umgehung der Sanktionen durch Kryptowährung?
  • Wie sicher sind Krypto-Börsen?
  • Chancen durch Krypto: Welche Möglichkeiten und Chancen bestehen durch die Integration von Krypto Assets in bestehende Geschäftsmodelle?

Aktuelle Herausforderungen:

Rechtliche Einordnung der Auswirkungen der Sanktionen

Die Verschärfung des Ukraine-Kriegs führt zu immer härteren Sanktionsmaßnahmen. Die mit EU-Verordnungen in Kraft gesetzten Maßnahmen gelten unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Die Einhaltung des Sanktionenrechts ist von den Marktteilnehmern eigenverantwortlich sicherzustellen. Daher ist für Unternehmen besonders wichtig, einen Überblick über die geltenden Regeln zu haben, regelmäßige Updates zu Änderungen zu bekommen und die Einhaltung der geltenden Maßnahmen im laufenden Betrieb zu gewährleisten.

Konzepte zur Einhaltung der Sanktionsvorgaben im Zahlungsverkehr

Neue und immer weiterreichende Embargo- und Sanktionsvorschriften erhöhen die Aufwände für die Durchführung der Kontroll- und Monitoringmaßnahmen bei den Banken. Viele Kontrollen können durch den Einsatz von Monitoringsystemen automatisiert werden. Allerdings führt die steigende Komplexität der Vorschriften immer häufiger dazu, dass manuelle Prüfungen erforderlich werden. Für Banken bedeutet dies, dass  Risikopolitik, Kontrollen und Systeme fortlaufend an die Sanktionsvorgaben angepasst werden müssen. Gleichzeitig führen die Sanktionspakete zu strukturellen Änderungen im Zahlungsverkehr die insbesondere internationale Überweisungsdienste und Sofort-Systeme belasten dürften.

  • Kontinuierliche Überwachung neuer Beschränkungen
  • Aktualisierung von Sanktionslisten und deren lückenlose Anwendung 
  • Anpassung von Settlement Instructions und Kontrollmechanismen
  • Erweiterung der Kapazitäten zur Abdeckung des zusätzlichen manuellen Kontrollaufwands
  • Verbesserung automatisierter Monitoringsystem und Kontrollen

Krypto-Assets

In der öffentlichen Wahrnehmung haften Kryptowährungen oft noch ein Image an, dass sie vor allem für unlautere Geschäfte genutzt werden und wenig Schutz vor Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung bieten. Daher lag auch schnell die Vermutung nahe, dass Kryptowährungen zur Umgehung von Sanktionen genutzt werden können. Dabei gelten längst schon in vielen Jurisdiktionen strenge Auflagen für Krypto-Börsen. So wurde tatsächlich ein Anstieg von Transaktionen beispielsweise von Rubel in Bitcoin zu Beginn der Ukraine-Krise beobachtet, allerdings in einem wesentlich geringeren Umfang im Vergleich der durch die Sanktionen betroffenen Assets der Oligarchen. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass unabhängige Kryptowährungen auch für russische Staatsbürger, die von den Restriktionen im FIAT-Zahlungsverkehr betroffen sind, eine Möglichkeit für finanzielle Transaktionen bieten. Transaktionen in Krypto Assets werden deutlich stärker reguliert als weithin vermutet. Dennoch gibt es bei der Integration von Krypto-Assets in bestehende Geschäftsmodelle einige Aspekte zu beachten.

  • Risiken aus der Flucht der Oligarchen in Kryptowährungen
  • Herausforderungen für verteilte Finanz-Ökosysteme
  • Einhaltung der regulatorische Auflagen für Kryptobörsen
  • Herausforderungen für die Integration von Krypto Assets in bestehende Geschäftsmodelle

So unterstützen wir Sie:

Einhaltung der Sanktionsmaßnahmen

  • Regulatorische Beratung zur Umsetzung der Finanzmarktsanktionen
  • Operative Unterstützung bei der Einhaltung der Sanktionsmaßnahmen
  • Länderübergreifendes regulatorisches Monitoring
  • Forensische Dienstleistungen und interne Untersuchungen, einschließlich der Kommunikation mit Aufsichtsbehörden
  • Prävention von Finanzkriminalität
  • Entwicklung und Umsetzung von Risiko- und Compliance-Richtlinien
  • Schulungen für Mitglieder der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats, der Risiko- und Compliance-Abteilungen, der Händler und der Marketingabteilungen zu regulatorischen Fragen

Krypto-Assets

  • Definition von Krypto-Geschäftsmodellen und -strategien
  • Regulatorische Beratung für den sicheren Handel und die Verwahrung von Kryptowerten
  • Unterstützung bei der Beantragung von Lizenzen für Kryptohandel und -verwahrung und Aufbau der notwendigen Funktionen und Prozesse
  • Kommunikation mit Aufsichtsbehörden
  • Entwicklung und Umsetzung von Risiko- und Compliance-Richtlinien

Sind Sie vorbereitet?

  • Durchführung einer Impact-Analyse der durch Sanktionen betroffenen Geschäftsbereiche
  • Überprüfung und Anpassung des Transaktions-Monitorings in Bezug auf Sanktionsvorschriften
  • Implementierung von verschärften Kontrollen zu potentiellen Umgehungsgeschäften
  • Implementierung von Prozessen zur Einhaltung von länderspezifischen Embargos
  • Umsetzung einer Dokumentationshierarchieprüfung
  • Akzeptanz von Kryptowährungen in bestehenden Zahlungsströmen
  • Technische Anbindung an Blockchain-Lösungen und Verwaltung von Krypto-Keys
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Sven Hauke

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Leader Banking & Capital Markets, PwC Germany

Tel.: +49 89 5790-5582

Dr. Michael Huertas

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Partner Financial Services und Process Mining Financial Services Experte, PwC Germany

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