Private Equity Trend Report

Die Private-Equity-Branche erfindet sich neu.

Trotz Rekordjahr bleibt der Anlagedruck hoch

Das Jahr 2018 war für die Private-Equity-Branche wieder einmal ein Rekordjahr. Wie der aktuelle „Private Equity Trend Report 2019“ zeigt, haben sich die einst mit Skepsis beäugten Finanzinvestoren als verlässliche Partner für Tausende von Unternehmen in ganz Europa etabliert. Allein in 2018 waren sie an mehr als 2000 Transaktionen beteiligt. Zugleich sitzt die Branche weltweit auf nicht investierten Mitteln in Rekordhöhe und steht deshalb einmal mehr vor der Aufgabe, sich neu zu erfinden.

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Ein Rekordjahr jagt das nächste

Die Private-Equity-Branche jagt von Rekord zu Rekord. 2018 waren Finanzinvestoren in Europa an Buyouts bzw. Exits im Umfang von insgesamt 262,1 Mrd. Euro beteiligt – das höchste Volumen seit der Finanzkrise. Von den insgesamt 2168 Deals entfielen allein 414 auf die DACH-Region. Der Durchschnittliche Transaktionswert lag europaweit bei 120,9 Mio. Euro. Auffällig: Seit dem Frühjahr 2013 gab es kein einziges Quartal mehr, in dem Private-Equity-Investoren in Europa weniger als 300 Unternehmen gekauft bzw. verkauft haben.

Private Equity Trend Report Deals 2018

Investoren werden immer anspruchsvoller

Von den rund 250 für die Studie befragten europäischen Private-Equity-Managern meinten mehr als zwei Drittel (71 Prozent), die eigenen Investoren – also zum Beispiel Dachfonds, Pensionskassen, Banken oder Family Offices – würden immer fordernder. Gut ein Drittel (35 Prozent) berichtete sogar von „signifikant“ gestiegenen Ansprüchen. Konkret verwiesen 82 Prozent auf die Forderung, bei ausgewählten Transaktionen über die Beteiligung am Fonds hinaus auch als direkte Mitinvestoren aufzutreten. Dieses „Co-Investing“ genannte Modell erhöht zwar die Schlagkraft kleiner und mittelgroßer PE-Gesellschaften. Allerdings hat es häufig auch zur Folge, dass Beteiligungsfirmen ihr eigenes Geld nur teilweise anlegen können.

„Der Trend zum Co-Investing ist klar erkennbar. Dadurch fließt noch mehr Geld in den Markt.“

Steve Roberts, Leiter Private Equity bei PwC in Deutschland

Private Equity drängt in neue Anlageformen

Die globale Private-Equity-Branche sitzt mittlerweile auf mehr als einer Billion Dollar nicht investierter Mittel – ein neuer Rekord. Die Folge: Immer mehr Finanzinvestoren ändern ihr Geschäftsmodell und drängen in alternative Anlageklassen. So planen aktuell 51 Prozent der Befragten ein Investment in Kredite, 44 Prozent in Infrastruktur und 40 Prozent in Venture Capital. Daneben nimmt auch im klassischen M&A-Geschäft die Spezialisierung zu. Manche Private-Equity-Fonds fokussieren sich auf unterbewertete börsennotierte Unternehmen, andere auf Unternehmensteile, die bei großen Fusionen aus kartellrechtlichen Gründen abgespalten werden.

Anteil der Private Equity Manager, die planen in alternative Anlageformen zu investieren:

Private Equity Trend Report Grafik Investitionen

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Private Equity Leader, PwC Germany

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Elena Naydenova

PE Business Development Manager , PwC Germany

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