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Private Equity Trend Report 2026

PwC-Studie: Der europäische PE-Markt ist gespalten – Megadeals boomen, der Mittelmarkt wartet ab

457,6

Mrd. Euro Dealvolumen Europa 2025 (+28 % ggü. 2024)

66 %

der Befragten halten Investments in Deutschland.

94 %

planen Digitalisierungs-Investments 2026

100 %

der Befragten verfügen über eine ESG-Richtlinie.

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Dr. Ralf U. Braunagel
Partner, Private Equity Leader bei PwC Deutschland
Tel.: +49 160 7420539
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Weniger Deals, aber deutlich größeres Transaktionsvolumen

Der europäische Private-Equity (PE)-Markt zeigte im Jahr 2025 ein gespaltenes Bild: Die Dealanzahl sank gegenüber 2024 um acht Prozent auf 3.881 Deals, das Transaktionsvolumen hingegen stieg um satte 28 Prozent auf 457,6 Milliarden Euro. Dabei trieben insbesondere Megadeals – Transaktionen jenseits der Eine-Milliarde-Euro-Schwelle – den Markt: Ihre Zahl stieg um 34 Prozent auf 71 Deals.

Demgegenüber blieb der MidCap-Markt verhalten. Zudem lag das noch nicht investierte Kapital – der Dry Powder – mit 434,8 Milliarden Euro nahe dem Allzeithoch. Gleichzeitig müssen PE-Firmen Renditen zunehmend operativ erwirtschaften: Die durchschnittlichen Kaufpreise liegen beim 12,8-Fachen des Betriebsergebnisses, während die Verschuldungsquoten auf moderate 50 Prozent gesunken sind.

Das sind einige der Kernergebnisse des Private Equity Trend Report 2026 von PwC. Für die Analyse ließ PwC im ersten Quartal 2026 insgesamt 250 Partner:innen und Managing Directors europäischer PE-Unternehmen befragen. Sie verwalteten jeweils mehr als 250 Millionen Euro Vermögen

„Sinkende Zinsen, die Umsetzung aufgestauter Transaktionen und die Annäherung der Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern stützen den Markt. Doch die Erholung ist ungleich verteilt: Große Fonds mit operativer Kompetenz ziehen das Kapital an, während der MidCap-Markt wartet.“

Dr. Ralf U. Braunagel,Partner, Private Equity Leader bei PwC Deutschland

Die Studie im Überblick

DACH-Region: Volumen wächst um 69 Prozent

In der DACH-Region – Deutschland, Österreich und Schweiz – fanden im Jahr 2025 insgesamt 557 PE-Deals statt. Das waren zwar drei Prozent weniger als im Vorjahr, doch das Volumen legte um satte 69 Prozent zu – auf 88,3 Milliarden Euro. Buyouts folgten demselben Muster: acht Prozent weniger Transaktionen (430 Deals), aber 56 Prozent mehr Volumen (60,9 Milliarden Euro). Auch die Verkäufe aus bestehenden Portfolios erholten sich: 168 Exits generierten insgesamt 51,5 Milliarden Euro.

In Deutschland bieten drei Felder attraktive Chancen für Private Equity

Deutschland verzeichnete trotz zweier Jahre mit schrumpfender Wirtschaftsleistung eine politische Neuausrichtung: Die im Mai 2025 gebildete CDU/CSU-SPD-Koalition hat mit dem 500-Milliarden-Euro-Infrastruktur- und Verteidigungsfonds, der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung und geplanten Körperschaftsteuersenkungen die Rahmenbedingungen für Investitionen verbessert. 66 Prozent der Befragten PE-Investor:innen hielten im Jahr 2025, im Betrachtungszeitraum, Investments in Deutschland (2024: 58 Prozent). Von ihnen planten 97 Prozent Folgeinvestments in den kommenden fünf Jahren, 56 Prozent wollten ihre Allokation erhöhen. Bemerkenswert: Deutschland ist ein Markt für erfahrene Investor:innen – 95 Prozent der Firmen ohne Deutschland-Engagement planten keinen Einstieg. Der aktuelle Private Equity Trend Report identifiziert drei Investmentfelder mit besonders attraktiven Chancen. Erstens Unternehmensabspaltungen (Carve-outs) – exemplarisch dafür ist die 7,7-Milliarden-Euro-Übernahme der BASF-Lacksparte durch Carlyle und die Qatar Investment Authority. Zweitens die Mittelstandsnachfolge: Der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zufolge stehen rund 560.000 deutsche KMUs bis 2027 vor einem Eigentümerwechsel; und rund 30 Prozent finden dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zufolge keinen internen Nachfolger. Drittens grüne Industrietransformation: Die Energiewende, der Ausbau der Netzinfrastruktur, Wasserstoff, die industrielle Elektrifizierung, aber auch Verteidigung und Rechenzentren erfordern große Mengen an Kapital.

TMT-Sektor bleibt an der Spitze

Das wichtigsten PE-Tätigkeitsfeld im Jahr 2025 war, wie im Vorjahr, Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT): 34 Prozent der Deals und 26 Prozent des Gesamtvolumens entfielen auf diesen Sektor. Innerhalb des TMT-Sektors ergibt sich ein differenziertes Bild: Unternehmenssoftware mit integrierten KI-Fähigkeiten erzielte Premiumbewertungen, Cybersicherheit zog Bieterwettbewerbe an, und digitale Infrastruktur – Rechenzentren, Glasfasernetze, Cloud-Anbindung – lockte vor allem infrastrukturnahes Kapital.

Zur vollständigen Studie

Private Equity Trend Report 2026

Buyouts und Exits 2025, Ausblick auf 2026 

Die größten Buyouts 2025 

Der größte Buyout mit PE-Beteiligung 2025 war die Übernahme der BASF-Lacksparte durch Carlyle und die Qatar Investment Authority mit einem Dealwert von 7,7 Milliarden Euro. Auf Platz zwei folgte der Erwerb von Stada Arzneimittel durch CapVest (7,0 Milliarden Euro). Den dritten Rang belegte der Verkauf der Beteiligung am spanischen Telekomanbieter MasOrange durch Cinven, KKR und Providence an Orange (4,25 Milliarden Euro). 

Exits: Volumen steigt, Liquiditätsklemme bleibt 

Die Portfolioverkäufe (Exits) legten im Jahr 2025 volumenmäßig gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent auf 272,2 Milliarden Euro zu, ihre Zahl stieg um sieben Prozent auf 1.192. Drei Faktoren trieben die Erholung: die preisliche Annäherung zwischen Käufern und Verkäufern, die Reifung des Sekundärmarktes (Rekordvolumen: 240 Milliarden US-Dollar) und vereinzelte Börsengänge wie Verisure (3,2 Milliarden Euro, Stockholm) und Shawbrook Bank (2 Milliarden Pfund, London). Dennoch: Die durchschnittlichen Halteperioden sind auf 6,5 Jahre gestiegen und die Rückflüsse an Anleger bleiben mit 14 Prozent des Portfoliowerts auf dem niedrigsten Niveau seit der Finanzkrise 2008/09 – im vierten Jahr in Folge.

Ausblick 2026: Vorsichtiger Optimismus

43 Prozent der Befragten PE-Unternehmen wollen 2026 ihre Neuinvestments steigern, 47 Prozent das Niveau von 2025 halten. 60 Prozent erwarten ein verbessertes Deal-Umfeld in Europa.

Die gesamtwirtschaftlichen Erwartungen bleiben jedoch gedämpft: 71 Prozent rechnen mit geringem oder keinem Wachstum. Die Kapitalbeschaffung fiel auf ein Zehnjahrestief von 80,9 Milliarden Euro. . Die niedrigen Rückflüsse zwingen Anleger zu einer deutlich selektiveren Mittelvergabe an Fondsmanager.

Weitere Studienergebnisse im Überblick

Digitalisierung und KI

88 Prozent der PE-Firmen investierten 2025 in die digitale Transformation, 94 Prozent planen Investments für 2026 – ein deutlicher Anstieg (Planungsabsicht 2024: 72 Prozent). Erstmals rangiert Digitalisierung/KI als wichtigster Renditefaktor (36 Prozent), vor dem Verschuldungshebel (32 Prozent).

83 Prozent wollen 2026 Datenanalysen und generative KI in der Kaufprüfung (Due Diligence) einsetzen (Planungen 2024: 65 Prozent). Und: Datenanalyse bleibt mit 72 Prozent der wichtigste Investitionsbereich, gefolgt von KI (69 Prozent).

Die meisten Firmen setzen KI allerdings noch als Einzellösung ein. Die größten Hürden sind die Datenqualität, der Fachkräftemangel und die Compliance mit dem EU AI Act.

Vollständige ESG-Adoption

100 Prozent der befragten Firmen verfügen inzwischen über eine ESG-Richtlinie – gegenüber 96 Prozent im Vorjahr. 80 Prozent integrieren Nachhaltigkeitsfaktoren systematisch in Kaufentscheidungen. Im Vorjahr waren es 72 Prozent. Und 76 Prozent setzen ihren Portfoliounternehmen ESG-spezifische Leistungskennzahlen und überwachen diese regelmäßig.

Europa und die USA entwickeln sich hier gegenläufig: In den USA bewegt politischer Druck Vermögensverwalter zum Rückzug aus klimabezogenen Bündnissen, in Europa ist ESG-Integration gesetzlich verankert.

Geopolitik treibt Deals

55 Prozent der Befragten berichten, dass geopolitische Disruption, Protektionismus und Handelsunsicherheit die Investitionstätigkeit 2025 sogar gesteigert haben – durch Unternehmensabspaltungen, China+1-Strategien und Nachfolgeregelungen. Zugleich erwarten 50 Prozent signifikant steigende Finanzierungskosten durch geopolitisch bedingte Risikoprämien. Indikator: Der World Uncertainty Index erreichte Anfang 2026 ein neues Allzeithoch und übertraf damit die Spitzenwerte während der Finanzkrise 2008 und der Coronapandemie 2020.

Verschärfter Wettbewerb

7 Prozent der Befragten berichten von gestiegenem Wettbewerb um Investments gegenüber 2024; 29 Prozent sprechen von einem deutlichen Anstieg. Im Large-Cap-Bereich werden Auktionsprozesse immer dichter, im Mittelmarkt drängen größere Fonds in kleinere Segmente, und Staatsfonds sowie Family Offices konkurrieren mit geduldigem, niedrig gehebeltem Kapital. Sektorspezialisierung und nachgewiesene operative Transformationsfähigkeit sind die entscheidenden Differenzierungsmerkmale.

„Die Zeiten, in denen günstige Finanzierung und steigende Bewertungen allein für gute Renditen sorgten, sind vorbei. Heute entscheidet die Fähigkeit, Portfoliounternehmen operativ und digital zu transformieren, über Erfolg und Misserfolg.“

Dr. Ralf U. Braunagel,Partner, Private Equity Leader bei PwC Deutschland

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Steve Roberts

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