Der Geschäftsbetrieb moderner Unternehmen ist untrennbar mit der Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie verbunden. Zahlreiche kritische Geschäftsprozesse basieren auf IT-Services, deren Ausfall signifikante wirtschaftliche Schäden und Reputationsverluste verursachen würde. Insbesondere Cyberangriffe sind zu den wesentlichen IT-basierten Risiken für die Unterbrechung des Geschäftsbetriebs geworden. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen durch Verordnungen und Richtlinien wie DORA oder NIS-2, die ein höheres Maß an IT-Sicherheit und Widerstandsfähigkeit verlangen.
IT-Kontinuität sicherzustellen ist daher nicht nur eine existentielle Notwendigkeit, sondern auch ein strategischer Erfolgsfaktor. Es schützt vor Ausfällen, stärkt das Vertrauen von Kunden und Partnern und macht Unternehmen resilient gegenüber zukünftigen Herausforderungen.
„Vorausschauende Planung ist die Grundlage unternehmerischer Resilienz. Denn wer nicht vorausplant, plant den Stillstand.“
Die digitale Transformation hat Informationstechnologie zu einem fundamentalen Enabler sämtlicher Geschäftsprozesse gemacht. Die Abhängigkeit von reibungslos funktionierenden Informations- und Kommunikationstechnologien ist größer denn je.
Gleichzeitig sind Unternehmen einer stetig wachsenden und komplexeren Bedrohungslandschaft ausgesetzt. Neben traditionellen Risiken wie technischen Ausfällen, menschlichem Versagen oder Naturkatastrophen stellen insbesondere gezielte Cyberangriffe eine akute und weitreichende Gefahr dar. Diese können nicht nur zu langwierigen Betriebsunterbrechungen führen, sondern auch Datenverlust, erhebliche finanzielle Schäden, signifikanten Reputationsverlust und die Verletzung von Compliance-Vorschriften nach sich ziehen.
In diesem Kontext ist die Fähigkeit einer Organisation, auf unvorhergesehene Störungen zu reagieren und den Geschäftsbetrieb schnell und effizient wiederherzustellen, ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Und nicht zuletzt auch eine zentrale Anforderung an eine verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Diesem Prinzip folgt unser Beratungsansatz im Bereich IT Service Continuity Management (ITSCM) und Disaster Recovery (DR). Dieser deckt nicht nur die technische Wiederherstellung von Systemen ab, sondern adressiert die IT-Resilienz über die gesamte IT-Wertschöpfungskette hinweg und wird als integraler Bestandteil einer umfassenden Business Continuity Strategy (BCM) etabliert.
Wir unterstützen Organisationen dabei, eine IT-Kontinuitätsstrategie zu entwickeln und zu implementieren, die nicht nur auf technische Lösungen beschränkt ist, sondern auch organisatorische Strukturen, Prozesse und Governance-Mechanismen umfasst. Der Fokus liegt darauf, die Organisation, ihre Abläufe sowie die IT- und OT-Infrastrukturen derart robust zu gestalten, dass sie proaktiv auf potenzielle Störungen reagieren kann. So ist im Ernstfall eine schnelle, koordinierte und effektive Wiederaufnahme des Betriebs gewährleistet.
Der Ansatz identifiziert präzise IT-Services, von denen kritische Geschäftsprozesse abhängen, die Ableitung erforderlicher Wiederherstellungsziele (Recovery Time Objective – RTO, Recovery Point Objective – RPO) sowie die Implementierung entsprechender präventiver und reaktiver Maßnahmen.
Ziel ist es, Ausfallzeiten zu minimieren, finanzielle Verluste zu vermeiden und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen (z.B. aus DORA oder NIS-2 / KRITIS) sicherzustellen.
Durch die Implementierung eines robusten und erprobten ITSCM-Frameworks sowie daraus abgeleiteten, technischen und prozessualen Maßnahmen wird nicht nur die operative Stabilität und Verfügbarkeit kritischer Dienste erhöht, sondern auch das Vertrauen von Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden gestärkt.
Wir befähigen Unternehmen, ihre Geschäftsfortführung selbst unter nie dagewesenen IT-Bedrohungsszenarien zu gewährleisten und aus einer Position der Stärke und Sicherheit heraus zu agieren.
In dieser initialen Phase legen wir die Grundlagen für eine effektive IT-Kontinuität. Dies umfasst die Ableitung relevanter IT-Notfallszenarien und die Formulierung einer maßgeschneiderten ITSCM-Strategie. Es erfolgt die Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Ausgestaltung der operativen Ablauforganisation. Ein wesentlicher Bestandteil ist zudem die Definition und Integration der ITSCM-Prozesse in bestehende IT-Service-Management-Praktiken, um Kohärenz und Effizienz zu gewährleisten.
Phase zwei konzentriert sich auf eine detaillierte Ist-Analyse und die präzise Definition der Anforderungen. Hierzu zählen die Aufnahme der IT-relevanten Anforderungen aus Business Impact Analysen (BIA), korrekte Zuordnung auf die relevanten IT-Services, die Bewertung technischer Abhängigkeiten mittels technischer Strukturanalyse sowie die Evaluation der bestehenden Wiederherstellungsfähigkeit auf prozessualer und technologischer Ebene. Eine umfassende GAP-Analyse gleicht die ermittelten Anforderungen mit dem Ist-Zustand ab und mündet in der Entwicklung einer priorisierten Umsetzungs-Roadmap zur Schließung identifizierter Lücken.
In dieser Phase erfolgt die konkrete Realisierung der Konzepte. Dies beinhaltet den Aufbau technologischer Resilienz, beispielsweise durch die Implementierung robuster Backup- und Sicherheitsinfrastrukturen sowie Technologien zur Orchestrierung des Wiederanlaufs. Ebenso zentral ist die detaillierte Ausgestaltung von Wiederanlaufprozessen, einschließlich der Erstellung von Konzepten und Plänen für einzelne Services und gesamte Standorte (Sites). Zudem werden umfassende Teststrategien, Pläne und Konzepte entwickelt, um die Funktionsfähigkeit der implementierten Maßnahmen zu validieren.
Die finale Phase widmet sich der Aufrechterhaltung und fortlaufenden Verbesserung der IT-Kontinuität. Dies umfasst die Schulung relevanter Mitarbeiter, die Validierung von Schnittstellen zu anderen IT-Service-Management-Praktiken (z.B. Incident- oder Availability Management) sowie die Planung und Durchführung spezifischer Wiederherstellungstests (DR-Tests) mit anschließender detaillierter Auswertung der Ergebnisse. Besonderer Fokus liegt auf der Qualitätssicherung der gesamten Dokumentation, Prozessdurchführung und technischer Umsetzung, um eine lückenlose Prüfbereitschaft gegenüber internen und externen Stakeholdern (z.B. Aufsichtsbehörden) zu gewährleisten.