Digital Product Development 2025

Die Produktentwicklung in Industrieunternehmen wird digital.

Digitale Produktentwicklung in der Industrie: Innovative, kundenzentrierte Lösungen werden immer wichtiger

Wollen Industrieunternehmen im globalen Wettbewerb mithalten, müssen sie in immer kürzeren Abständen innovative, kundenzentrierte Produkte und Services entwickeln. Die PwC-Studie „Digital Product Development 2025: Agile, Collaborative, AI Driven and Customer Centric“ beleuchtet, was die Vorreiter – die „Digital Champions“ – bei der digitalen Produktentwicklung von anderen Unternehmen unterscheidet. Welche Rolle spielen etwa Datenanalysen und Künstliche Intelligenz? Wofür setzen sie digitale Tools ein? Und wie steht es um die Cybersicherheit? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie in der Studie.

„Höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung bedeuten nicht automatisch mehr Erfolg. Vielmehr geht es um einen strategisch klugen Einsatz von Ressourcen.“

Reinhard Geissbauer, Partner bei PwC Deutschland und Leiter der Studie

Wettbewerbsvorteile dank digitaler Produktentwicklung 

Investitionen in die Entwicklung digitaler Produkte bringen Industrieunternehmen Effizienzsteigerungen von durchschnittlich 19 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Sie reduzieren außerdem die Produkteinführungszeiten um durchschnittlich 17 Prozent sowie die Produktionskosten um durchschnittlich 13 Prozent. Zudem zeigt die Studie, dass digital führende Unternehmen – zu ihnen gehören zehn Prozent der Befragten – zwar mehr in die digitale Produktentwicklung investieren. Doch die Mehrheit von ihnen erzielt bessere Ergebnisse, obwohl sie weniger als vier Prozent ihrer Umsätze für Forschung und Entwicklung aufwendet – und damit weniger, als die 1000 forschungsintensivsten Unternehmen weltweit. 

Welche Vorteile erwarten Industrieunternehmen von Investitionen in digitale Produktentwicklung?

Welche Vorteile erwarten Industrieunternehmen von Investitionen in digitale Produktentwicklung?

Digitale Produktentwicklung stärkt die Kundenzentrierung

Maßgeschneiderte, auf die individuellen Kundenbedürfnisse abgestimmte Produkte sind einer der wichtigsten Umsatztreiber. Die führenden Unternehmen erreichen einen hohen Grad an Personalisierung etwa durch einfache Funktionalität, lange Haltbarkeit oder verbesserte Benutzerschnittstellen ihrer Produkte. Die größte Herausforderung besteht darin, dies bei optimaler Kosteneffizienz zu bewerkstelligen. 

„Digitale Champions“ integrieren deshalb die Kundenzentrierung schon früh in den Entwicklungsprozess und arbeiten eng mit Partnern zusammen. Sie planen zudem, die Entwicklung individuell zugeschnittener Produkte und Services in den nächsten fünf Jahren deutlich zu verstärken: Der Anteil an personalisierten Lösungen soll in diesem Zeitraum um 26 Prozent wachsen – mehr als doppelt so stark wie beim Durchschnitt aller befragten Unternehmen. Und 13-mal so stark wie bei den am wenigsten digitalen Unternehmen.

Wie stark wird der Anteil personalisierter Produkte in den nächsten fünf Jahren steigen?

Wie stark wird der Anteil personalisierter Produkte in den nächsten fünf Jahren steigen?

Digital Champions setzen Daten und Künstliche Intelligenz stärker ein

Ein weiteres Kernergebnis der Studie lautet: 41 Prozent der befragten Unternehmen nutzen Datenanalysen und Künstliche Intelligenz zumindest teilweise für die digitale Produktentwicklung. Allerdings verwenden nur 5 Prozent die Technologie umfassend, etwa zur Prozess- und Qualitätsoptimierung oder zur Validierung von Produkten und Services.

Die „Digital Champions“ nutzen Algorithmen dabei nicht allein zur Analyse, sondern fokussieren sich stark auf die zugrundeliegenden Datenmodelle. Auf diese Weise können sie den gesamten Produktlebenszyklus betrachten und mit externen Dienstleistern sowie Kunden im gesamten Entwicklungsprozess zusammenarbeiten.

Einsatz von Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz

Einsatz von Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz

„Wer nah am Kunden produzieren will, kommt an digitalen Tools und Fähigkeiten wie künstlicher Intelligenz und Datenanalysen nicht mehr vorbei.“

Reinhard Geissbauer, Partner bei PwC Deutschland und Experte für Industrie 4.0

Digitale Tools auf dem Vormarsch

Beim Blick auf die digitalen Tools fällt eines auf: Schon jetzt nutzen viele Unternehmen zumindest ausgewählte Technologien zur digitalen Produktentwicklung. Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen etwa verwenden Tools zur Co-Kreation von Produkten und Services unternehmensintern oder mit externen Partnern. Die Hälfte setzt digitale Technologien für die Prozesssimulation sowie die Entwicklung digitaler Prototypen ein. 

In den kommenden drei Jahren wollen Industrieunternehmen vor allem ihre Fähigkeiten in den Bereichen Datenanalysen und KI (plus 30 Prozentpunkte), Agile Entwicklungsmethoden und Social Listening (jeweils plus 26 Prozentpunkte) sowie Digitale Zwillinge (plus 25 Prozentpunkte) ausbauen.

Drastische Defizite bei der Cybersicherheit

Mit dem zunehmenden Einsatz von Datenanalysen und Künstlicher Intelligenz in der Produktentwicklung von Industrieunternehmen steigt auch die Bedeutung von Cybersicherheit. Hier, so zeigt die Studie, bestehen noch große Defizite: 71 Prozent der Befragten setzen keine oder nicht ausreichend ausgereifte Schutzmechanismen gegen Cyberattacken ein. 

Die „Digital Champions“ sind hier im Vorteil: Mehr als die Hälfte hat IT-Sicherheit immerhin fest ins Projektmanagement integriert. Dennoch: Eine umfassende Strategie auf Basis einer Katalogisierung und Priorisierung der Risiken setzt fast keines der befragten Unternehmen ein – nicht einmal die Vorreiter.

Drastische Defizite bei der Cybersicherheit

Fünf Schritte zum Digital Champion

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