Wearables kurz vor dem Durchbruch

PwC-Umfrage: 17 Prozent der Deutschen besitzen ein Wearable Device / Interesse an Fitnessarmbändern und Smartwatches am größten / Jeder Vierte würde bis zu 300 Euro für ein solches Gerät ausgeben / Beim Kauf stehen Preis, Datensicherheit und einfache Bedienung im Vordergrund

Frankfurt am Main, 23. März 2015

Sie zeichnen Daten zu Schlaf und Ernährung auf, tracken die körperliche Aktivität oder überwachen Blutdruck- und Zuckerwerte: Wearable Devices stehen kurz vor dem Durchbruch. Bereits 17 Prozent der Deutschen besitzen einen oder mehrere dieser kleinen Helfer, die Arbeitswelt und Freizeit, Gesundheitsvorsorge oder Unterhaltung stärker vernetzen und damit viele Vorteile des Internets direkt an den Körper bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage, für die PwC im Februar 2015 mehr als 1.000 Online-Nutzer über 18 Jahre befragt hat.

„Wearables stehen kurz davor, sich in der deutschen Bevölkerung durchzusetzen. Sie werden großen Einfluss auf die Arbeitswelt und die Gesellschaft haben“, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC. Dabei werden die Geräte nicht nur für den privaten Nutzer in Lebensbereichen wie Gesundheitsvorsorge, Einkauf oder Freizeit eine wichtige Rolle spielen, sondern auch im Beruf: „Wearables machen das Arbeiten effektiver und sicherer. Dank Datenbrille wird freihändiges Arbeiten zur Selbstverständlichkeit. Davon profitieren Such- und Rettungsteams genauso wie Lagerarbeiter oder Konstrukteure. Vernetzte Funktionskleidung verspricht besseren Schutz für Berufsgruppen wie Feuerwehrleute“, berichtet Werner Ballhaus.

Jeder Vierte würde bis zu 300 Euro für ein Wearable bezahlen

Bei der privaten Nutzung von Wearables stehen Fitness-Funktionen und Uhren mit Mehrwert im Vordergrund. Wer noch kein Wearable besitzt, interessiert sich vor allem für eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband. Männer bevorzugen intelligente Uhren, Frauen favorisieren Fitnessarmbänder. 44 Prozent der männlichen Befragten würden eine Smartwatch kaufen (Frauen: 31 Prozent). 44 Prozent der Frauen interessieren sich für einen Fitnesshelfer am Armgelenk (Männer: 28 Prozent). Für ein Wearable Device würden 71 Prozent der Befragten maximal 100 Euro zahlen. Gut ein Viertel wäre immerhin bereit, zwischen 100 und 300 Euro pro Gerät auszugeben. Mehr als 300 Euro würden nur zwei Prozent investieren.

Beim Kauf eines Wearables stehen drei Punkte im Mittelpunkt: Als wichtigste Argumente nannten die Umfrageteilnehmer ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Datensicherheit und eine einfache Bedienung. Die Erwartungen an die technischen Helfer sind entsprechend groß: Mit genauen Informationen erhoffen sich die Nutzer, bestimmte Lebensbereiche zu optimieren. 52 Prozent möchten dank Wearable effektiver trainieren, 46 Prozent medizinische Informationen nutzen und 44 Prozent ihre Aktivität aufzeichnen.

Nutzer sorgen sich um Privatsphäre und Sicherheitslücken

Egal um welche Informationen es geht, der Schutz der persönlichen Daten ist fast allen wichtig: Nur fünf Prozent der Befragten haben einer Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte zugestimmt. 32 Prozent wären jedoch bereit, für finanzielle Anreize ihre Daten weiterzugeben; 20 Prozent ließen sich zu einer Datenfreigabe bewegen, wenn sie dadurch mit einer bevorzugten Arzt-Behandlung rechnen könnten. Mehr als die Hälfte ist aber unter keinen Umständen dazu bereit. Über den Gebrauch der erfassten Daten fühlt sich nur knapp die Hälfte der Wearables-Nutzer gut aufgeklärt.

Der größte Vorteil von Wearables ist für zwei Drittel der Befragten der Beitrag zur Gesundheitsvorsorge. 29 Prozent werten die Unterstützung, die eigene Zeit besser zu nutzen, als positiv. Dagegen sehen nur sieben Prozent günstigere Konditionen bei Versicherungstarifen als Vorteil eines Wearable Device.

Als Nachteile empfindet die Mehrheit der Befragten die technologischen Möglichkeiten und die damit verbundenen Unsicherheiten: 62 Prozent fürchten ein Eindringen in ihre Privatsphäre. 57 Prozent sehen die Anfälligkeit für Sicherheitslücken als Problem.

Erfolgskriterien für Hersteller: Akku, Design und Datensicherheit

Die Anzahl der in Deutschland und weltweit verkauften Wearables wird in den kommenden Jahren rasant ansteigen. Marktexperten wie der Branchenverband Bitkom rechnen mit jährlichen Wachstumsraten von über 20 Prozent. Um das Marktpotenzial voll auszuschöpfen, müssen sich Hersteller künftig jedoch enger an den Erwartungen der Nutzer orientieren: „Unsere Befragung zeigt, dass 22 Prozent der Nutzer von Wearables bisher noch nicht mit deren Funktionen zufrieden sind. Von der kommenden Generation der Wearables erwarten die Nutzer eine starke Akkuleistung, ansprechendes Design, nützliche Anwendungen, eine gute Benutzerführung und integrierten Datenschutz“, so die Einschätzung von Werner Ballhaus.

Weitere Informationen: www.pwc.de/wearables

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