E-Bus-Radar 2019

Wie elektrisch wird der öffentliche Nahverkehr?

Die Zukunft des ÖPNV

In Deutschland sind täglich circa 40.000 Busse im Einsatz – aktuell sind davon etwas mehr als 830 mit elektrischer Antriebstechnik ausgestattet. Derzeit ist bereits die Anschaffung von über 5.000 weiteren Bussen geplant. Welche Städte und Bundesländer sind Vorreiter? Welche Technologien werden bevorzugt? Wie sieht die Ladestrategie der Betreiber aus? Erfahren Sie mehr: Mit dem E-Bus-Radar von PwC Deutschland.

Download E-Bus-Radar 2019 (PDF, 3,5 MB)

Alternative Antriebe

Die beliebteste Alternative zum Dieselbus ist derzeit der Hybridbus. Der Hybrid gilt als Brückentechnologie zur vollständigen E-Mobilität. An zweiter und dritter Stelle der Antriebstechnologien liegen der batterieelektrische Antrieb sowie Oberleitungsbusse (154 beziehungsweise 66 Busse). Die meisten Hybridbusse werden aktuell in Hannover (77), Hamburg (63) und Essen (45) betrieben.

Top-7-Städte nach Anzahl der betriebenen Hybridbusse

Infografik: Top-7-Städte nach Anzahl der betriebenen Hybridbusse

Einsatz von E-Bussen 

Momentan sind deutschlandweit 245 rein elektrisch betriebene Busse im Einsatz – davon 75 Oberleitungsbusse. Abgesehen von den mit Oberleitungsbussystemen ausgestatteten Städten spielen reine E-Busse (noch) eine untergeordnete Rolle.

„In den kommenden fünf Jahren ist die Anschaffung von 2.255 E-Bussen geplant, davon 83 mit Brennstoffzellenantrieb. Insgesamt sind Planungen für die Anschaffung von 4.636 elektrisch angetriebenen Bussen bekannt.“

Maximilian Rohs, Manager Infrastructure & Mobility bei PwC Deutschland

Topstädte nach Anzahl der rein elektrisch betriebenen Busse

Infografik: Topstädte nach Anzahl der rein elektrisch betriebenen Busse

„Die Planungen der deutschen ÖPNV-Unternehmen reichen aktuell nicht aus, um die verbindlichen Beschaffungsquoten zu erfüllen, die sich aus der clean vehicles directive der EU ergeben. Wir rechnen daher mit einem deutlichen Anstieg der Planungen zur Elektrifizierung der Busflotten im ÖPNV.“

Maximilian Rohs, Manager Infrastructure & Mobility, PwC

Elektrifizierung von Bus-Flotten: Eine integrierte Betrachtung

Infografik zur Elektrifizierung von Bus-Flotten

Verkehrsunternehmen

Aufgabe: Pilotstadium verlassen + Partnerschaften knüpfen
 
  • Innovationsbereitschaft und Offenheit gegenüber„neuen“ Technologien
  • Identifikation geeigneter Einsatzmöglichkeiten und Optimierung der Betriebskonzepte für E-Mobilität
  • Formulierung eines Zielbildes und offensive Positionierung als „Treiber der Mobilitätswende“
  • Intensive Vernetzung mit Partnern (zum Beispiel Energieversorger, OEMs)

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Aufgabenträger/Kommunen

Aufgabe: Bekenntnis zu E-Mobilität und Raum für Innovationen
 
  • Einbindung des ÖPNV in kommunale Strategien für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität
  • Verankerung von emissionsfreien Antrieben in nahverkehrsplänen und Vergaben
  • Ermöglichung von Innovationen in Verkehrsverträgen
  • Volkswirtschaftlichen Nutzen betrachten (Lebensqualität, Emissionen und so weiter)

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Politik

Aufgabe: Finanzierbarkeit sicherstellen
 
  • Abfederung des (derzeit) höheren Investitionsbedarfes über Ad-hoc-Programme hinaus
  • Verfügbarkeit von Förderprogrammen für alle relevanten Zielgruppen
  • Berücksichtigung kapitalschwacher Kommunen/Unternehmen bei der Ausgestaltung der Förderung
  • Entlastung bei Abgaben (zum Beispiel bei der EEG-Umlage)

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Fahrzeughersteller

Verfügbarkeit + Wirtschaftlichkeit verbessern
 
  • Zügiger Produktionshochlauf
  • Realisierung von Economies of Scale
  • Kontiuierliche Produktionsinnovation (zum Beispiel Reichweiten)
  • Umfassender technischer Support und Sicherstellung hoher Verfügbarkeiten

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Hansjörg Arnold

Leiter Infrastructure & Mobility, PwC Germany

Tel.: +49 69 9585-5611

Maximilian Rohs

Manager Infrastructure & Mobility, PwC Germany

Tel.: +49 211 981-4252

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