{{item.title}}
{{item.text}}
{{item.text}}
Regulatorische Einordnungen, fachliche Analysen und Praxishinweise zur AMLA
Ihr Experte für Fragen
Lars-Heiko Kruse
Partner im Bereich Forensic, Governance & Compliance bei PwC Deutschland
Tel.: +49 160 96941067
E-Mail
Die neue EU-Behörde AMLA und das EU-AML-Paket markieren einen Wendepunkt in der europäischen Geldwäscheprävention. Einheitliche Regeln, eine zentrale Aufsicht und strengere Anforderungen stellen Unternehmen und Finanzinstitute vor neue Herausforderungen, und eröffnen Chancen für eine wirksamere Bekämpfung von Finanzkriminalität. Unser AMLA Center of Excellence bietet aktuelle Einblicke, Entwicklungen und praxisnahe Einschätzungen rund um die AMLA, die EU-AML-Verordnung und die Weiterentwicklung der Geldwäscheprävention in Europa. Im Fokus stehen relevante Neuerungen, deren praktische Auswirkungen sowie Hinweise für eine wirksame Umsetzung.
„Mit der AMLA wird zum ersten Mal eine EU-Behörde eine zentrale Rolle in der gesamteuropäischen Aufsicht zur Bekämpfung von Geldwäsche übernehmen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der Geldwäschebekämpfung in der EU.“
Mit der Anti-Money Laundering Authority (AMLA) entsteht erstmals eine zentrale EU-Behörde, die die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung europaweit koordiniert und stärkt. Ihren Sitz hat die AMLA in Frankfurt am Main – im Zentrum des europäischen Finanzplatzes. Das neue EU-AML-Paket schafft erstmals ein weitgehend einheitliches europäisches Regelwerk für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Es umfasst drei Komponenten: die direkt anwendbare AML-Verordnung (AMLR), die sechste Geldwäscherichtlinie (AMLD6) und die AMLA-Verordnung.
Damit überwindet die EU die regulatorische Fragmentierung in den Mitgliedstaaten und schafft ein einheitlich hohes Aufsichtsniveau. Für Verpflichtete heißt das: Nationale Auslegungsspielräume schrumpfen und die Anforderungen an Governance, Risikomanagement und Kundensorgfaltspflichten gleichen sich europaweit an.
„Mit der AMLA verschiebt sich der Maßstab: Geldwäscheprävention wird zur europäischen Disziplin. Verpflichtete müssen ihr FinCrime-Setup konsequent auf EU-Standards ausrichten.“
Ab dem 1. Januar 2028 beaufsichtigt die AMLA bis zu 40 Finanzinstitute mit dem höchsten Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsrisiko direkt – die sogenannten Selected Obliged Entities (SOE). Die Auswahl erfolgt auf Basis quantitativer Kriterien wie grenzüberschreitender Tätigkeit und Risikoprofil. Alle übrigen Verpflichteten unterliegen weiterhin der nationalen Aufsicht, jedoch mit deutlich engerer Koordination durch die AMLA.
Auf potenziell betroffene Institute kommen klare Aufgaben zu: Sie müssen ein europataugliches Governance- und Reporting-Modell aufbauen, gruppenweite Richtlinien harmonisieren, ihre Datenstrategie tragfähig gestalten und ihre Prozesse prüfungsfest dokumentieren. Bei Verstößen drohen Geldbußen und Zwangsgelder.
Auch nicht direkt beaufsichtigte Unternehmen sollten frühzeitig handeln: Die von der AMLA entwickelten Regulatory Technical Standards (RTS), Implementing Technical Standards (ITS) und Leitlinien setzen den Maßstab für die gesamte Branche. Ein vorausschauendes Gap-Assessment hilft, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu identifizieren und die Umsetzung gezielt zu planen.
„Wer heute in Daten, Prozesse und Governance investiert, ist morgen nicht nur prüfungsfest, sondern auch wettbewerbsfähig.“
Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Status Quo in Hinblick auf die aktuelle EU AML-Verordnung und zukünftige Leitlinien zu analysieren und angemessene Maßnahmen zur Optimierung abzuleiten.
Wir optimieren die Methodik Ihrer Risikoanalyse, um den regulatorischen EU-Vorschriften vollumfänglich gerecht zu werden und flexibel auf zukünftige Neuerungen reagieren zu können.
Die AMLA wird technische Standards erlassen, die vor allem auch Relevanz für das Monitoring und Screening haben werden. Wir beraten Sie ganzheitlich und unabhängig zur Optimierung bestehender Tools sowie zur Nutzung neuester Technologien.
Wir unterstützen Sie mit personell ausgebildeten Fachexperten bei repetitiven Tätigkeiten, beispielsweise im Bereich „Know Your Customer“, um Ihre Expertenteams zu entlasten. So können Sie sich auf Ihre fachlichen Kernprozesse und die neuen Anforderungen der AMLA konzentrieren.
Wir begleiten Sie in Monitorships und direkten Beaufsichtigungen durch die AMLA sowie gegebenenfalls anschließenden Remediations. Bei Bedarf können wir auch zielgerichtete Investigationen initiieren, um Verdachtsfälle grundlegend aufzuarbeiten.
Um mit den stetig wandelnden Anforderungen auf nationaler und europäischer Ebene Schritt zu halten, ist ein agiles AML-Governance-Modell erforderlich. Wir helfen Ihnen bei der Optimierung Ihres Operating Models.
Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung und Durchführung von Schulungen und Trainings rund um die Geldwäscheprävention.
{{item.text}}
{{item.text}}
„Im Zusammenspiel mit den nationalen Anti-Geldwäsche-Behörden und den Finanzermittlungsstellen bildet die AMLA ein robustes Aufsichtssystem, das die Effektivität und Effizienz der Anti-Geldwäsche-Bemühungen in Europa stärkt.“
Oliver Eis,Partner im Bereich Forensic, Governance & Compliance bei PwC DeutschlandDas neue EU-AML-Paket – bestehend aus der direkt anwendbaren AML-Verordnung (AMLR), der sechsten Geldwäscherichtlinie (AMLD6) und der AMLA-Verordnung – schafft erstmals ein weitgehend einheitliches europäisches Regelwerk für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Für Deutschland bedeutet das: mehr Harmonisierung, aber auch weniger nationaler Spielraum. Die Auswirkungen werden von der Branche als erheblich eingeschätzt. 61 Prozent der befragten deutschen Finanzinstitute rechnen mit einem starken bis signifikanten Anpassungsbedarf ihrer AML-Kapazitäten. Doch der Vorbereitungsstand ist alarmierend heterogen: Lediglich 24 Prozent haben sowohl eine detaillierte Analyse als auch eine vollständige Folgenabschätzung (Impact Assessment) zum EU-AML-Paket abgeschlossen. Das Ergebnis: Nur rund ein Drittel (34 Prozent) ist zuversichtlich, die Compliance-Frist am 10. Juli 2027 einhalten zu können.
Saskia Isabell Platte
Senior Manager, Forensic, Governance & Compliance, PwC Germany
Tel.: +49 1511 9113414
Frank Fischer
Senior Manager, Forensic, Governance & Compliance, PwC Germany
Tel.: +49 175 2904801