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Global Crisis Survey 2021 – Wie die Wirtschaft mit der Corona-Krise umgeht

PwC-Studie 2021: Resilienz aufbauen für die Zeit danach

Ihre Expertin für Fragen

Claudia Nestler

Claudia Nestler
Partnerin, Leiterin Forensic Services, Krisenmanagement bei PwC Deutschland
Tel.: +49 69 9585-5552
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So reagieren Unternehmen auf die verheerendste globale Krise unserer Zeit

Wie haben sich Unternehmen während der COVID-19-Pandemie verhalten? Was haben sie dabei gelernt? Und wie bereiten Sie sich mit den neuen Erkenntnissen auf Krisensituationen in der Zukunft vor? Dies sind einige der zentralen Fragen, die der Global Crisis Survey 2021 von PwC untersucht.

Zwischen dem 20. August 2020 und dem 25. Januar 2021 haben wir über 2.800 Führungskräfte aus 73 Ländern und 29 Branchen befragt, darunter 158 Unternehmen in Deutschland. Die Antworten geben spannende Einblicke, auf welche Strategien, Maßnahmen und technische Lösungen Unternehmen während der Pandemie gesetzt haben – und welche davon wirksam waren oder auch nicht.

„Bei unserem ersten Global Crisis Survey 2019 rechneten 95 Prozent der Befragten damit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Krise bevorsteht. Eine globale Pandemie hatte jedoch niemand auf dem Radar. Das zeigt, wie wichtig es ist, sich systematisch auf unvorhersehbare Ereignisse vorzubereiten.“

Claudia Nestler, Leiterin Forensic Services, Krisenmanagement bei PwC Deutschland

Die Studie im Überblick

Planen und vorbereiten – Organisationen mit einem strategischen Krisenreaktionsplan sind resilienter

Zu Beginn der COVID-19-Pandemie waren die wenigsten Unternehmen ausreichend vorbereitet. Mehr als 30 Prozent der Befragten hatten kein ausgewiesenes Kernteam für die Krisenreaktion. In Deutschland waren es sogar fast 50 Prozent. Nur 25 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass ein bestehender Krisenreaktionsplan relevant war. Drei Viertel verfügten demnach – wenn überhaupt – über unzureichende Pläne, die nicht auf die Situation anwendbar waren.

Die bisherigen Versäumnisse haben offengelegt, wie wichtig eine gründliche und durchdachte strategische Planung ist: 95 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass ihr Krisenmanagement verbessert werden muss. Mehr als die Hälfte der Unternehmen, die in Bezug auf ihre finanzielle Lage und den Unternehmenswert besser dastehen als zu Beginn der Krise, verließen sich auf ein spezielles Krisenteam.

Silos aufbrechen – Ganzheitliche Reaktionen sind entscheidend für erfolgreiches Krisenmanagement

Vor der COVID-19-Pandemie haben viele Unternehmen den Aufbau von Resilienz als isolierte Aufgabe verstanden. Die Praxis hat aber gezeigt, dass isolierte Resilienz-Teams nicht in der Lage waren, effektiv zu reagieren. Für ein wirksames Krisenmanagement müssen Silos aufgebrochen werden. Nur so kann die Organisation alle erforderlichen Gegenmaßnahmen schnell ergreifen und den Einsatz von wirksamen Strategien und Maßnahmen zusammenhängend koordinieren.

Laut der Umfrage planen mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland, ihre Investitionen in den Aufbau von Resilienz zu erhöhen. Nur 21 Prozent der befragten deutschen Unternehmen waren der Ansicht, dass ihre verschiedenen Krisenmanagementfunktionen sehr gut integriert sind. Unternehmen, die der Pandemie erfolgreich trotzen, bewerteten die Resilienzfunktionen ihrer Organisation hingegen überproportional als sehr gut integriert.

Resilienz aufbauen – Resilienz des Unternehmens macht den Unterschied

Die Bedeutung von Resilienz ist in den Führungsetagen angekommen. Ein solides Fundament für den Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen kann den Unterschied ausmachen, ob eine Organisation gefährlich schwankt oder zielstrebig gedeiht – nicht nur in Krisenzeiten.

Unternehmen, die gut durch die Krise gekommen sind, haben der Resilienz ihres Unternehmens bereits große Aufmerksamkeit geschenkt. In Hinblick auf die Zukunft sind Organisationen optimistisch: 75 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie Gelerntes aus dem Umgang mit der Krise künftig nutzen und die Resilienz ihrer Organisation stärken können. Deutsche Unternehmen sind mit 69 Prozent etwas verhaltener, bleiben aber auch optimistisch.

„Unternehmen, auf deren Geschäft die Krise einen positiven Einfluss hatte, haben sich größtenteils intensiv mit dem Thema Resilienz auseinandergesetzt. Das ist kein Zufall. Diese Unternehmen können durch etablierte Strukturen schneller reagieren. Und sie lernen aus vergangenen Erfahrungen und integrieren neue Erkenntnisse kontinuierlich in ihre Strategie.“

Claudia Nestler,Leiterin Forensic Services, Krisenmanagement bei PwC Deutschland

Was macht Unternehmen aus, die gestärkt aus der Krise hervorgehen?

Nicht alle Unternehmen haben unter der Pandemie gelitten. Weltweit 20 Prozent und in Deutschland 15 Prozent gaben an, in einer besseren Lage als vor Beginn der Krise zu sein. Dafür gibt es unzählige Gründe, u. a. branchenbezogene Faktoren und regionale Unterschiede. Dennoch lassen sich auch Gemeinsamkeiten festhalten. So setzen diese Unternehmen auf eine ganzheitliche Strategie in Hinblick auf ihre Resilienz, indem sie

  • ihre Reaktionen auf die Krise gründlich überprüfen,
  • gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen in ihre langfristige Unternehmensstrategie einbinden,
  • aktiv und kontinuierlich ihre Krisenvorsorge und Reaktionsfähigkeit verbessern.

Außerdem haben sie mehrheitlich bereits Maßnahmen in Hinblick auf Schwachstellen umgesetzt, die während der Krisensituation zu Tage gekommen sind – sprich: schneller reagiert.

Welche Maßnahmen haben Unternehmen bereits ergriffen? Welche sind geplant?

Sowohl weltweit als auch in Deutschland war die am häufigsten eingeleitete Sofortmaßnahme der Ausbau von Remote Work. Um ihre Mitarbeiter zu schützen, setzen Unternehmen auf Home Office und mobiles Arbeiten. Während aus globaler Perspektive die Einführung neuer Technologie (z. B. zur Kontaktverfolgung) den zweiten Platz der ergriffenen Maßnahmen belegt, entschieden sich deutsche Unternehmen zunächst für die Aufschiebung größerer Investitionen. Nur 24 Prozent der Unternehmen in Deutschland reduzierten vorübergehend ihre Personalstärke – das sind 14 Prozent weniger als im weltweiten Durchschnitt.

Als häufigste geplante Maßnahme gaben die Befragten an, die Unternehmensstrategie ihrer Organisation als Reaktion auf COVID-19 anzupassen. Weiterhin plant eine Mehrheit der Organisationen, künftig mit Strategieanpassungen rasch auf Ausnahmesituationen zu reagieren und die Resilienz der Organisation in der nahen Zukunft weiter zu steigern.

Infografik: Welche Verbesserungen der Resilienzfunktionen Ihres Unternehmens werden Sie in Zukunft priorisieren?

Neue Regeln für den Umgang mit Stakeholdern

Mehr als drei Viertel aller Organisationen gaben an, dass sie während ihrer Krisenreaktion effektiv mit ihren externen Partnern kommunizierten. Allerdings besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen einem schlichten regelmäßigen Informationsaustausch und einer echten Einbindung der Stakeholder.

Unternehmen, die gut durch die Krise gekommen sind, haben erweiterte Maßnahmen ergriffen. Sie identifizierten relevante Informationen zeitnah, intensivierten den Austausch mit priorisierten Stakeholdern durch spezielle Initiativen und traten häufig mit ihnen in Kontakt, um die Auswirkungen zu verstehen, von denen Stakeholder betroffen waren.

„Mit einer unternehmensweiten Resilienz, die in Ihre DNA eingebaut ist, können Sie gestärkt aus einer Krise hervorgehen und sind gut darauf vorbereitet, neue Chancen zu ergreifen und dem, was als nächstes kommt, souverän zu begegnen”

Jane He,Senior Manager Forensic Services bei PwC Deutschland

Die Methodik

Für den Global Crisis Survey 2021 wurden Daten zur Reaktion der globalen Geschäftswelt auf dieses Ereignis mit beispiellosen sozialen, wirtschaftlichen und geopolitischen Effekten erhoben. Zwischen dem 20. August 2020 und dem 25. Januar 2021 gaben über 2.800 Führungskräfte aus 73 Ländern und 29 Branchen Unternehmensdaten und persönliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Krise weiter. Ihre Beobachtungen ergeben ein umfassendes Bild davon, welche Maßnahmen, Tools und Prozesse Organisationen eingesetzt haben – und welche davon aus welchen Gründen wirksam waren oder auch nicht. Von einer Änderung der Unternehmensstrategie bis zu einer zügigen Anpassung der Produktion – wie sah die Reaktion der Organisationen aus? Was verbindet Firmen, die gestärkt aus der Krise hervorgehen – und diejenigen, denen dies nicht gelingt? Wie bauen Unternehmen das Gelernte in eine Strategie für langfristige Resilienz ein? Der Global Crisis Survey 2021 ist nach dem Global Crisis Survey 2019 die zweite Erhebung von Unternehmenskrisendaten und deren Analyse.

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Director, Forensic Services, Krisenmanagement, PwC Germany

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