Nachhaltiger wirtschaften – von Ahrenshoop bis Afrika

Mehr als 1000 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur kamen am 19. November 2019 in Hamburg zusammen, um beim Future Sustainability Congress über mehr Nachhaltigkeit in der (Wirtschafts-)Welt zu diskutieren. PwC-Berater für den Öffentlichen Sektor waren mittendrin – und sahen sich in ihrem Engagement für eine nachhaltige Gesellschaft und einen besseren Schutz der Umwelt bestätigt.

Zum Auftakt des Kongresses für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung kritisierte Bundespräsident a. D. Horst Köhler in seiner Grundsatzrede die Bundesregierung und ihr kürzlich verabschiedetes Klimaschutzgesetz. Die darin enthaltenen Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit würden nicht ausreichen, um die Klimaziele zu erreichen. Mit dem Klima könne man keinen Aufschub verhandeln. Köhler forderte von der deutschen und internationalen Politik konkrete, messbare Ziele, beispielsweise 100 klimaneutrale Städte bis 2030.

Der Kongress im Überblick

Bundesregierung unterstützt Unternehmen mit Programm „Compact with Africa“

Bereits während seiner Amtszeit als Bundespräsident von 2004 bis 2010 hatte Köhler sich – unter anderem im Zusammenhang mit dem Klimawandel – für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung in Afrika stark gemacht. Beim Future Sustainability Congress appellierte er einmal mehr an die Bundesregierung und die deutschen Unternehmen, sich mehr für Afrikas Wirtschaft zu engagieren und verwies auf die Initiative Compact with Africa (CwA). PwC unterstützt die Bundesregierung und deutsche Unternehmen bereits bei Auslandsengagements im Rahmen des Initiative, beispielsweise mit Investitionsgarantien als Förderinstrument. Hier hat die Bundesregierung kürzlich Sonderkonditionen für Vorhaben in CwA-Ländern beschlossen. 

ESG-Experte Pablo von Waldenfels von PwC erläutert Veränderungen 

Besonders viel Aufmerksamkeit widmeten die Kongressteilnehmer den gesellschaftlich immer relevanteren Themen Sustainable Finance und ESG (Environmental, Social, Governance). PwC’s ESG-Experte Pablo von Waldenfels erläuterte bei dem Kongress, wie nationale und supranationale Institutionen die Industrie verändern. So kündigte die Europäische Investitionsbank (EIB) im Herbst 2019 an, ab Ende 2021 keine fossilen Energieprojekte mehr zu finanzieren. Mit dieser Entscheidung will sie die Europäische Union (EU) auf ihrem Weg zu einer kohlenstofffreien Energieversorgung unterstützen. Allerdings unterstützt die EIB das Programm “climate action and environmental sustainable investment in the decade to 2030” mit einer Billion Euro. Die EU will in diesem Zusammenhang nachhaltige Investitionsaktivitäten klarer definieren. Das Ziel bleibt auch in Zukunft: mehr Schutz für die Umwelt, eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, soziale Vorteile für die Gesellschaft. 

Chancen und Risiken von mehr Nachhaltigkeit berücksichtigen

Der Finanzsektor muss sich – neben den Chancen von Nachhaltigkeit – auch mit den Risiken dieser Entwicklung befassen. Deshalb hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein Merkblatt für die von ihr beaufsichtigten Banken, Versicherer und Finanzdienstleister verfasst, um Orientierung über Nachhaltigkeitsrisiken zu geben. PwC unterstützt seine Kunden unter anderem mit einem Tool zur Analyse von Klimarisiken und entwickelt kundenindividuelle Strategien zum Umgang mit ESG-Chancen und -Risiken.

"Das Bestehende nicht nur weniger schlimm machen"

Bei allen nachhaltigen Entwicklungen, die auf dem Kongress vorgestellt wurden, gab es neben Horst Köhler auch weitere mahnende Redner. So machte Prof. Dr. Michael Braungart, ein Urgestein der Bewegung für mehr Nachhaltigkeit, klar, dass es nicht genug sei, “das Bestehende nur etwas weniger schlimm zu machen”. In vielen Bereichen – Verpackung, Wohnen und Mobilität zum Beispiel – bräuchte unsere Gesellschaft grundlegende Veränderungen. Klimaneutrale Menschen gäbe es nicht, meinte Michael Braungart. Aber intelligente Lösungen würden helfen, unseren Lebensraum zu erhalten. PwC unterstützt die Politik, öffentliche Unternehmen und Kunden aus der privaten Wirtschaft dabei, intelligente und nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft zu entwickeln und umzusetzen. Thematische Beispiele dafür sind die Kreislaufwirtschaft, Mobilität der Zukunft und die Weiterentwicklung des ländlichen Raums.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen von Geschäftsmodellen messen

Und wie können wir Veränderungen, wie Horst Köhler forderte, messbar und sichtbar machen? Einen guten Handlungsrahmen dafür bieten beispielsweise die von mehr als 190 Ländern unterzeichneten Sustainable Development Goals (SDGs) als Teil der Agenda 2030. Unternehmen und Regierungen nutzen die 17 SDGs, um ihren “Impact” zu messen und darüber zu berichten. Für Unternehmen, die noch genauer wissen möchten, welche positiven und negativen Auswirkungen ihre Business-Modelle auf die Gesellschaft haben, bietet PwC das Total Impact Measurement and Management-Framework an.

PwC unterstützt Nachhaltigkeit im öffentlichen Sektor

Ein überaus wichtiger Akteur im Rahmen ökologischen, sozialen Handelns auch im Sinne künftiger Generationen sind Städte und Kommunen. Über Bauen, Wohnen, Bildung, Verkehr, Energie, Abfallentsorgung und weitere Grundpfeiler unseres alltäglichen Lebens wird schließlich immer auch vor Ort entschieden. Als innovativer und verlässlicher Partner der Städte und Kommunen möchte PwC zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

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Bernd Papenstein

Partner, Deals: Leader Öffentlicher Sektor, PwC Germany

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Pablo von Waldenfels

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