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Deutscher Startup Monitor: Auskopplung Baden-Württemberg

PwC-Studie 2020: Startups zufrieden mit dem wirtschaftspolitischen Umfeld

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Marcus Nickel

Marcus Nickel
Standortleiter PwC in Stuttgart
Tel.: +49 175 9365908
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Die Zeichen für baden-württembergische Startups stehen auf Wachstum

Die Startup-Szene Baden-Württembergs unterscheidet sich signifikant von der an anderen Standorten. Die Startups haben wesentlich kleinere Teams und machen deutlich weniger Umsatz als der Bundesdurchschnitt. Sie setzen vor allem auf konservative Finanzierung aus eigenen Ersparnissen und staatlicher Förderung, was sich in der Corona-Krise möglicherweise als Vorteil erweist: Nur 48 Prozent der Startups im Land mussten in der Corona-Krise staatliche Hilfsangebote nutzen.

Mit 63 Prozent ist der Anteil der Gründer:innen, die mit dem wirtschaftspolitischen Umfeld am Standort zufrieden sind, sehr hoch und das sorgt für Optimismus: In der Region werden leicht höhere Jahresumsätze erwartet, während im Bundesdurchschnitt mit Umsatzrückgängen gerechnet wird.

„Im Startup-Standort Baden-Württemberg steckt enormes Potenzial. Landes- und Lokalpolitik haben das bereits erkannt und gezielt Förderprogramme etabliert. Das kommt bei den Gründer:innen gut an. Auch die Corona-Krise hat daran nichts geändert. Aber um richtig Dynamik zu entwickeln, braucht der Standort das strategische Engagement der hier ansässigen großen Unternehmen.“

Marcus Nickel, Standortleiter PwC in Stuttgart

Die Studie im Überblick

Baden-württembergische Startups: Jung, klein und umsatzschwächer

Die Gründerszene macht mit einem durchschnittlichen Umsatz von 400.000 Euro nur etwa ein Achtel des Umsatzes der Startups in anderen Regionen Deutschlands (3,2 Millionen Euro Umsatz im Durchschnitt). Mehr als die Hälfte der Startups (56 Prozent) befindet sich im ersten oder zweiten Gründungsjahr. Damit sind sie im Vergleich jünger und weniger lange am Markt. Mit durchschnittlich sieben Mitarbeiter:innen sind Startup-Unternehmen in einem der wirtschaftsstärksten Bundesländer außerdem deutlich kleiner als im Bundesdurchschnitt (17 Mitarbeiter:innen). Die Teams wollen sich mit knapp vier geplanten Neueinstellungen vergrößern, der Rest des Landes plant mit rund sechs Neueinstellungen.

Infografik: Startups in Baden-Württemberg sind mit sieben Mitarbeiter:innen deutlich kleiner als der Bundesdurchschnitt

Baden-Württembergs Stärke: Das wirtschaftspolitische Umfeld

Mit der Qualität ihres Ökosystems insgesamt zeigen sich 66 Prozent der Startups in Baden-Württemberg zufrieden bis sehr zufrieden. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, in dem sich nur 56 Prozent zufrieden zeigten. Aktuell sind die Baden-Württemberger:innen zufriedener als der Bundesdurchschnitt (61 Prozent). Ein Grund dafür ist die Entwicklung des wirtschaftspolitischen Umfelds in der Region. Die öffentliche Hand scheint ihren Beitrag zur Förderung der Startup-Kultur zu leisten und hat in den letzten Jahren seine Maßnahmen deutlich verstärkt: Das zeigt der Anstieg der Zufriedenheit von 2019 mit 51 Prozent auf 2020 mit 63 Prozent.

Geschätzt wird außerdem die Nähe zu den regionalen Universitäten. Ausbaufähig erscheint dagegen die Vernetzung mit etablierten Startups sowie mit Unternehmen aus der Region – obwohl Baden-Württemberg in diesem Punkt schon besser dasteht, als der Bundesdurchschnitt.

Eine klare Positiventwicklung sehen die befragten Unternehmen auch bei infrastrukturellen Faktoren: Gegenüber der Umfrage 2019 hat sich der Zugang zu bezahlbaren Büroimmobilien deutlich verbessert (auf 47 Prozent); bei der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal springt die positive Bewertung sogar um 23 Prozentpunkte auf 60 Prozent. Schwierigkeiten haben Gründer:innen in Baden-Württemberg aber mit dem Zugang zu Kapital und Investitionen.

Infografik: Die Stärken und Schwächen des Startup-Ökosystems in Baden-Württemberg

Die Frage der Finanzierung bleibt schwierig

Die Besonderheit der Startup-Szene zwischen Crailsheim und Lörrach spiegelt sich auch in der Kapitalstruktur der Unternehmen: Die wichtigsten Finanzquellen für Startups im Ländle sind selbst erspartes Kapital und staatliche Hilfen. 79 Prozent der Gründer:innen finanzieren sich aus Ersparnissen, 43 Prozent nehmen staatliche Fördergelder in Anspruch.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass 41 Prozent den Zugang zu Kapital und Investitionen als schlecht bis sehr schlecht bewerten. 35 Prozent der Gründer würden Wagniskapital als Quelle bevorzugen, tatsächlich ist aber nur bei 10 Prozent der Startups Venture Capital Teil der Finanzierung. Bei dieser Finanzierungsvariante liegt Baden-Württemberg auch knapp 10 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Gleiches gilt für die Finanzierung durch Business Angels, die im bundesweiten Durschnitt an 32 Prozent der Startups beteiligt sind, in Baden-Württemberg sind es nur 23 Prozent.

Die eher konservative Finanzierung erweist sich in der Corona-Krise aber möglicherweise als Vorteil: Nur 48 Prozent der Startups im Land mussten in der Corona-Krise staatliche Hilfsangebote nutzen.

Infografik: Derzeitige und bevorzugte Finanzierung baden-württembergischer Startups

Weitere Ergebnisse im Überblick

Informations- und Kommunikationstechnologie dominiert

Klar im Fokus der Startup-Unternehmen in Baden-Württemberg steht weiterhin die IT- und Kommunikationsbranche. Mit einem Zuwachs von sieben Prozentpunkten hat sich die Bedeutung des Sektors noch einmal deutlich verstärkt. Mit einem Anteil von 36 Prozent liegt Baden-Württemberg mittlerweile über dem Bundesdurchschnitt (32 Prozent).

Fokus auf Business-to-Business

Baden-württembergische Startups sind stark im B2B-Sektor. Die Region liegt mit 70 Prozent B2B-Kund:innen über dem Bundesdurchschnitt.

Weniger Bürokratie

Vereinfachte Verwaltungsleistungen stehen auf der Wunschliste an die Politik ganz oben, gefolgt vom Ausbau der staatlichen Venture-Capital-Finanzierungsangebote und einer Reduzierung der Steuern.

Baustelle Diversity

Wie in ganz Deutschland sind auch in Baden-Württemberg Gründerinnen immer noch selten: Ihr Anteil liegt wie auch im Bundesdurchschnitt nur bei 16 Prozent.

Man spricht Deutsch

Die fehlende internationale Vernetzung wird von der Mehrzahl der Startups Baden-Württembergs bedauert, aber auch in den eigenen Teams fehlt es an Internationalität: Nur 21 Prozent aller Mitarbeiter:innen stammen aus einem Land außerhalb Deutschlands. Die Arbeitssprache in den Unternehmen ist fast ausschließlich deutsch (79 Prozent).

Die aktuelle Startup-Szene in Baden-Württemberg

Drei Fragen an Minkus Fischer

Erstmals hat PwC aus dem Deutschen Startup Monitor (DSM) eine Auskopplung für die Gründer:innen aus Baden-Württemberg erstellt.

Von welchem Ergebnis des DSM Baden-Württemberg bist Du am meisten überrascht?

Minkus Fischer: Wenn man mit Venture Capital-Kunden arbeitet, vergisst man manchmal, dass diese Art, sich bei Startups zu engagieren, in Baden-Württemberg noch erhebliches Potenzial nach oben hat. Wie groß dieses Potenzial tatsächlich ist, zeigt der DSM sehr klar.

Wie sind die hiesigen Startups bisher durch die Pandemie gekommen?

Fischer: Aus den Zahlen des DSM kann man schließen, dass die hiesigen Startups bisher ganz ordentlich durch die Corona-Krise gekommen sind. Ihr Geschäft wurde zwar beeinträchtigt, aber sie schneiden im Vergleich zu den bundesweiten Ergebnissen besser ab, wenn es um eine reduzierte Liquidität oder auch die Umsatzprognosen geht. Ich sehe jedenfalls eine recht gute Ausgangsposition für die Zeit nach der Pandemie, wenn die Wirtschaft insgesamt wieder anzieht.

Was sagst Du einer/einem Gründer:in, warum PwC für sie der beste Ansprechpartner ist?

Fischer: Wir bringen eine Menge Erfahrung darin mit, Netzwerke zwischen Startups und Investoren, vor allem aus dem Corporate-Bereich, zu knüpfen. Das kann allen Beteiligten eine Menge Reibungsverluste ersparen. Dafür haben wir mit unseren Scale-Programmen, die regional und branchenbezogen angelegt sind, ein aus meiner Sicht einmaliges Angebot, geschaffen, das bundesweit übrigens bereits mehr als 300 Startups durchlaufen haben.

Dr. Minkus Fischer

Dr. Minkus Fischer

Für Next Level, die Startup-Initiative von PwC, unterstützt Dr. Minkus Fischer Startups in der Region Baden-Württemberg die Gründerszene bei Ihren Wachstumsstrategien. Er ist seit 2018 als Rechtsanwalt bei PwC Legal und unter anderem spezialisiert auf rechtliche Beratung von Venture Capital-Gesellschaften, Corporate Venture Capital-Gesellschaften, Business Angels und Startups.

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„Das Land hat in den letzten Jahren seine Maßnahmen zur Förderung der Startup-Kultur deutlich verstärkt, auch als Reaktion zur relativen Schwäche der Szene in Baden-Württemberg. Initiativen wie Startup-BW und InnoLab BW sind sehr aktiv dabei, Startups untereinander und mit wichtigen Akteuren in der Wirtschaft und Hochschulen zu vernetzen sowie mit Services zu unterstützen.“

Daniel Mayr und Minkus Fischer,PwC-Startup-Initiative Next Level in Stuttgart

Die Methodik

Zu diesen Ergebnissen kommt der 8. Deutsche Startup Monitor, den PwC und der Bundesverband Deutsche Startups e. V. in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen erstellt haben. An der Studie haben sich knapp 2.000 deutsche Startups beteiligt, darunter 239 aus Baden-Württemberg.

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