PwC-Umfrage: Mobile Payment in Deutschland auf dem Vormarsch

11 August, 2015

Mobile Bezahlverfahren setzen sich in Deutschland langsam aber sicher durch. Bereits ein Viertel aller Deutschen bezahlt mit dem Smartphone. Immerhin 35 Prozent möchten mobile Bezahlverfahren in Zukunft auch ausprobieren. Drei von vier Deutschen haben noch nie bargeldlos mit ihrem Smartphone oder Tablet bezahlt. 40 Prozent gaben an, Mobile Payment auch künftig nicht nutzen zu wollen. Der Hauptgrund für diese Skepsis ist die Sorge um den Schutz der persönlichen Daten. Die Verbraucher erkennen jedoch die Vorteile von Mobile Payment, etwa eine bessere Kontrolle der Ausgaben und höheren Komfort beim Einkauf. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Befragung von über 1.000 Bundesbürgern im Auftrag von PwC.

Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung im Überblick:

  • Mobiles Bezahlen für Reisen und Bekleidung besonders beliebt: 25 Prozent der Deutschen nutzen bereits die Möglichkeit, mit einem mobilen Endgerät bargeldlos einzukaufen. Sie bezahlen damit am ehesten für Hotels, Flug- und Bahntickets oder Kleidung, Schuhe und Accessoires (je 11 Prozent der Befragten). Rund 9 Prozent der Deutschen haben für Unterhaltungselektronik schon einmal mit ihrem Smartphone oder Tablet bezahlt.
  • Vorteile von Mobile Payment werden erkannt: Gut drei von vier Verbrauchern (76 Prozent) sehen es als Vorteil an, ihre Geldbewegungen direkt am Handy prüfen zu können und nicht mehr darauf achten zu müssen, ob sie genügend Bargeld im Portemonnaie haben (74 Prozent). Immerhin knapp sechs von zehn Verbrauchern (58 Prozent) sind der Meinung, dass mobile Bezahlverfahren den Einkauf und das Bezahlen unkomplizierter machen.
  • Angst vor Datenmissbrauch und Hackern schreckt Nutzer ab: 36 Prozent der Befragten lehnen die Nutzung mobiler Bezahlverfahren ab, weil sie sich um den Schutz ihrer Daten sorgen. 30 Prozent haben Mobile Payment aus Angst vor Hackern noch nie genutzt. Gut ein Drittel kennt diese Art des Bezahlens nicht oder hat sich noch nicht damit beschäftigt. 28 Prozent der Deutschen bezahlen grundsätzlich lieber mit Bargeld.
  • Sorgen rund um die Nutzung überwiegen: 88 Prozent der Deutschen befürchten, dass ihre Daten gehackt oder missbraucht werden. 85 Prozent sehen eine wachsende Gefahr, dass ihr Handy gestohlen und mit den Bezahldaten Missbrauch getrieben wird. Rund drei Viertel sind besorgt, dass sie bei leerem Handy-Akku nicht mehr in der Lage wären zu bezahlen oder dass sie durch die regelmäßige Nutzung von Mobile Payment zum gläsernen Kunden werden.
  • Sicherheitsgarantie führt Wunschliste an: 59 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Anbieter die Sicherheit beim Bezahlen garantieren. 53 Prozent gaben an, dass bei der Nutzung von Mobile Payment keine versteckten Gebühren anfallen sollten. Für 41 Prozent der Deutschen ist eine Notfallnummer, mit der sie im Falle eines Diebstahls ihr Handy sperren lassen können, eine wichtige Nutzungsvoraussetzung für mobile Bezahlverfahren.
  • PayPal mit Abstand bekanntester Anbieter: Der bekannteste Anbieter ist mit großem Abstand PayPal. 85 Prozent der Befragten kennen diesen Bezahldienst. Auf den Plätzen zwei und drei folgen mit einem deutlich geringeren Bekanntheitsgrad Google Wallet und Apple Pay. Diese beiden Anbieter sind 18 bzw. 14 Prozent der Deutschen ein Begriff.

„Damit noch mehr Verbraucher Mobile Payment nutzen, müssen die Anbieter vor allem die Sicherheit ihrer Lösungen garantieren und die Vorteile dieser Bezahlform in den Mittelpunkt ihrer Argumentation rücken. Die mobilen Bezahllösungen sollten zudem so einfach und transparent wie möglich sein. Versteckte Gebühren sind vielen Verbrauchern ein Gräuel. Nicht zuletzt sind die Anbieter mobiler Bezahlverfahren gut beraten, auf den Schulterschluss mit dem Einzelhandel zu setzen. Denn viele Konsumenten wünschen sich, dass noch mehr Geschäfte mobile Bezahlverfahren unterstützen. Der Fortschritt bei den Konsumenten sollte Unternehmen auch dazu anregen, die Vorteile im B2B-Segment für sich zu nutzen und sich intensiver mit den Mobile Payment Möglichkeiten zu beschäftigen“, so die Empfehlung von Nikolas Beutin, PwC-Partner und Experte für Mobile Payment.

Contact us

Prof. Dr. Nikolas Beutin

Customer Practice Leader PwC Europe

Tel.: +49 89 5790-5926

Follow us