Die Digitalisierung bietet große Chancen für die deutsche Energiewirtschaft

09 September, 2016

Die Digitalisierung hat längst auch den Energiesektor erreicht. An die Servicequalität und -geschwindigkeit der Online-Anbieter haben sich Konsumenten bereits gewöhnt. Diese Erwartung richten sie nun auch an die Angebote der Energiewirtschaft. Die Energieversorger haben hier oftmals noch Nachholbedarf.

Der Vergleich zu den früheren Entwicklungen im Einzelhandel, bei den Verlagen oder der Finanzwelt zeigt, wie schnell die Digitalisierung eine Branche erfasst, wenn die Entwicklung einmal begonnen hat. Die Energiewirtschaft steht gerade erst am Anfang dieser Entwicklung.

Die Digitalisierung ermöglicht völlig neue Formen der „Kundenschnittstelle“. Online-Portale, Apps und andere digitale Kommunikationskanäle müssen auch in der Energiewirtschaft zum absoluten Standard werden. Aus Sicht des Kunden ist es wünschenswert, die für ihn relevanten digitalen Schnittstellen zu bündeln: Strom, Gas, Wasser, Nahverkehr oder andere städtische Angebote. Auch Smart Home kann eingebunden werden.

Die Digitalisierung in Richtung Kunden und auch das neue Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (Smart Meter) werden zu immer größeren Datenmengen führen. Energieversorger werden also in der Zukunft immer mehr Fähigkeiten aufbauen müssen, mit großen Datenmengen umzugehen. Business Analytics ist hier das Stichwort.

Im Zuge des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende wird es in den nächsten Jahren zum lange erwarteten Smart Meter Roll-out kommen. Damit sind für Energieversorger viele strategische und operative Fragestellungen verbunden. Eine der großen Fragen ist, wie die hier entstehenden Daten verarbeitet werden können und wie die Verpflichtung zur Visualisierung der Verbräuche (gegenüber dem Kunden) zu realisieren ist.

Ein Zukunftsthema treibt derzeit die Branche um: Blockchain - die dezentrale Transaktionstechnologie, die bereits Basis vieler Anwendungen im Finanzsektor ist. Blockchain-Technologie lässt sich auch im Energiesektor anwenden, z.B. für dezentrale Energievermarktungsmodelle. Zwar gibt es schon erste Pilotprojekte, Blockchain steht aber konzeptionell und technisch noch am Anfang. Wir verfolgen diese Entwicklung sehr genau, da sie möglicherweise eine ganz gravierende Veränderung der Energiewirtschaft auslösen könnte.

Lesen Sie dazu

In unserer Studie „Deutschlands Energieversorger werden digital“ (Januar 2016) haben wir den Stand der Digitalisierung der deutschen Energiewirtschaft analysiert. Rund 120 Führungskräfte der deutschen Energiewelt haben sich an der Studie beteiligt.

In der stark kommunal geprägten deutschen Energiewirtschaft gibt es einen engen Zusammenhang zur Digitalisierung der Städte („Smart Cities“). Hierzu hat PwC die Studie „Deutschlands Städte werden digital“ (2015) durchgeführt.

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