In der Geschichte der KI-Entwicklung gab es immer wieder Phasen, in denen große Hoffnungen auf die ernüchternde Realität trafen. Die sogenannten KI-Winter in den 1970er bis 1990er Jahren kennzeichnen Perioden, in denen der Fortschritt stagnierte. Die Technologie war noch nicht ausgereift, Daten nicht ausreichend vorhanden. Heute sind Datenverfügbarkeit, Rechenleistung und Investitionen im Bereich KI so hoch wie nie. Warum wir dennoch gerade eine Phase unerfüllter Erwartungen erleben.
Die Ergebnisse des 29. Global CEO Survey von PwC zeigen, dass nur eine geringe Anzahl von Unternehmen mit KI bislang nachweisbare finanzielle Erfolge erzielt. Doch wenn Unternehmen derzeit daran scheitern, KI gewinnbringend zu nutzen, dann nicht mangels Technologie, sondern mangels Adoption. Was machen die KI-Vorreiter anders?
Damit wird deutlich: Während mittlerweile nahezu alle Unternehmen mit KI experimentieren, gelingt es nur einer sehr kleinen Gruppe, daraus messbaren wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren. Besonders deutsche Unternehmen bleiben hinter ihren internationalen Wettbewerbern zurück – weniger aufgrund fehlender Technologien, sondern weil es ihnen schwerfällt, KI systematisch in die Wertschöpfung zu integrieren.
Ein Blick auf die Anwendungsbereiche bestätigt dieses Muster. Unter den Vorreitern, denen es gelingt, KI wertschöpfend einzusetzen, wenden bereits 44 Prozent die Technologie auf Produkte, Dienstleistungen und Kundenerfahrungen an. Unter den anderen ist es mit 17 Prozent erst eine Minderheit. Bei ihnen bleibt KI häufig noch auf Piloten und Insellösungen beschränkt, deren Wirkung sich nur lokal entfaltet und selten auf das Ergebnis des Gesamtunternehmens einzahlt.
„Alle haben sich auf den Weg gemacht, aber echte Business-Effekte sind weiterhin selten. Der Grund: KI ist keine Wunderwaffe. Ohne eine verlässliche Datenbasis und ein skalierbares Fundament bleiben Initiativen unter dem Deckmantel vereinzelter Use Cases oberflächlich und wirkungslos. Wer Transformation ernst meint, muss zuerst die Hausaufgaben machen – sonst wird KI zum Verstärker bestehender Probleme statt zum strategischen Hebel.“
Die Ergebnisse des 29. Global CEO Survey zeigen, was erfolgreiche KI-Anwender gemeinsam haben: Unternehmen, die in mindestens sechs von sieben zentralen KI-Grundlagen stark aufgestellt sind – Technologie, Datenbereitstellung, Roadmap, Responsible AI, Investitionen, Kultur und Talentgewinnung – steigern ihre Chancen enorm, mit KI wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Mit einem breiten KI-Fundament haben sie:
Mit anderen Worten: Der Unterschied zwischen „experimentell“ und „essenziell“ entscheidet sich im Fundament. Ohne saubere Daten, eine skalierbare Architektur, klare Verantwortlichkeiten und die richtigen Fähigkeiten im Unternehmen bleibt KI ein Experimentierfeld. Erst mit den richtigen Grundlagen wird sie zum Hebel für neue Geschäftsmodelle, effizientere Prozesse und bessere Kundenerlebnisse.