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Emanuel Chibesakunda
Partner, Nachhaltigkeitsberatung bei PwC Deutschland
Tel.: +49 175 3516769
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Der digitale Produktpass (DPP) wird in den kommenden Jahren für viele Produktgruppen verpflichtend und bildet einen zentralen Baustein der EU-Ökodesign-Verordnung (ESPR). Gleichzeitig führt die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 ab 2027 – als ersten konkreten Anwendungsfall eines DPP – einen digitalen Batteriepass ein. Unternehmen müssen detaillierte Produkt-, Material- und Nachhaltigkeitsdaten strukturiert erfassen, digital bereitstellen und über den gesamten Lebenszyklus hinweg aktualisieren – von F&E und Produktdesign über Produktion und Supply Chain bis hin zur Markteinführung, Nutzung, Second Life und Recycling. Bei Nichteinhaltung der Vorgaben drohen Sanktionen und Abmahnungen.
Das stellt hohe Anforderungen an Datenqualität, Prozesse, IT-Systeme und die Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette. Insbesondere batterieintensive Branchen (z. B. Automotive, Maschinenbau, Energie, Mikromobilität) müssen frühzeitig klären, wie sie die Batteriepass-Anforderungen mit den kommenden DPP-Pflichten aus der EU-Ökodesign-Verordnung verzahnen, um Doppelaufwände zu vermeiden. Gleichzeitig eröffnet der DPP neue Möglichkeiten: von effizienteren Compliance-Prozessen über Transparenz für Kunden bis hin zu zirkulären Produktportfolios und Geschäftsmodellen.
Wir unterstützen Sie dabei, Ihr Unternehmen frühzeitig DPP-ready zu machen – regulatorisch, technologisch und geschäftsstrategisch. Unsere interdisziplinären Teams aus Recht & Compliance, Nachhaltigkeit, Supply Chain, Technologie und Transformation entwickeln mit Ihnen eine integrierte Lösung für den digitalen Produktpass und Batteriepass.
„Der DPP wird für Unternehmen zum zentralen Hebel, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen, Vertrauen in nachhaltige Produkte zu stärken und Innovation entlang der gesamten Lieferkette zu fördern.“
Viele Unternehmen stehen aktuell vor zentralen Umsetzungsfragen:
Unsere interdisziplinären Expert:innen bieten Ihnen Orientierung.
Der digitale Produktpass (DPP) wird so schrittweise zum verbindlichen Standard für eine wachsende Zahl von Produktgruppen, während der Batteriepass als First Mover zeigt, wie ein sektoraler DPP in der Praxis funktioniert.
Der DPP vereint gesetzliche Verpflichtungen mit strategischem Potenzial und fungiert zugleich als Effizienztreiber.
Je nach Industrie eröffnet der digitale Produktpass unterschiedliche Mehrwerte: Ob Textilien, Elektronik, Möbel oder industrielle Komponenten – jede Branche profitiert von eigenen Use Cases und datenbasierten Möglichkeiten entlang des Produktlebenszyklus. Im Batteriebereich reicht dies von transparenter CO₂-Bilanzierung und der Erfüllung von Lieferkettensorgfaltspflichten über Second-Life-Anwendungen (z. B. stationäre Speicher) bis hin zu effizienteren Recyclingprozessen, bei denen Batteriepassdaten den Materialrückgewinn deutlich erleichtern.
Die konkrete Ausgestaltung der delegierten Rechtsakte und technischen Standards für den DPP befindet sich noch in der Entwicklung und wird schrittweise ab 2026 veröffentlicht. Auf Basis unserer PwC-Analysen lassen sich jedoch bereits heute zentrale Anforderungen ableiten, die Unternehmen erfüllen müssen, um einen DPP bereitstellen zu können:
Der DPP wirkt als unternehmensweite Veränderung: Er beeinflusst Produktdesign, Materialauswahl, Lieferantenmanagement, Datenprozesse und Marktkommunikation. Gleichzeitig fordert er ein hohes Maß an Koordination mit Lieferkettenpartnern. Betroffen sind insbesondere F&E, Produktentwicklung, Einkauf, Qualität, Produktion, Logistik, Vertrieb, After-Sales sowie Recycling/Reverse Logistics. Unternehmen sollten frühzeitig definieren, welche Funktionen welche Daten im DPP bzw. Batteriepass verantworten und wie Governance, Prozesse und IT zusammenwirken. Die bedeutende Rolle des DPP und die Dynamik der globalen Entwicklungen machen einen frühen Start unerlässlich.
„Warten ist keine Option. Jetzt ist der Moment zu handeln: Wer den DPP früh vorbereitet, reduziert Komplexität und schafft die Grundlage für effiziente Prozesse und neue Geschäftsmodelle.“
Wir analysieren Ihr Produktportfolio, Ihre Lieferkette, Ihre Datenlandschaft und die Systemarchitektur und führen ein DPP-Reifegrad-Assessment durch, um Betroffenheit, Reifegrad sowie zentrale Lücken und Risiken zu identifizieren. Dabei betrachten wir sowohl horizontale Anforderungen der Ökodesign-Verordnung als auch die spezifischen Pflichten der EU-Batterieverordnung (inkl. Batteriepass) für Ihre relevanten Batterie-Use-Cases.
Wir entwickeln Ihre DPP-Strategie, die Compliance und Wertschöpfungsziele vereint. Dafür definieren wir Maßnahmen, übersetzen regulatorische Vorgaben in Innovation, schaffen KPIs und hinterlegen die Transformation mit einem belastbaren Business Case. Das Ergebnis: eine integrierte Roadmap, die DPP-Pflichten aus der EU-Ökodesign-Verordnung, Produktanforderungen und weitere produktbezogene Regulierungen (z. B. EU-Verpackungsverordnung) zu einem konsistenten Zielbild verbindet.
Wir entwickeln Ihre DPP-konforme Daten- und Systemarchitektur. Diese bildet alle relevanten Informationen (Material, CO₂, Recycling) strukturiert ab und integriert Ihre Systeme. Gemeinsam evaluieren und wählen wir das passende DPP-System für Ihre Anforderungen aus. Dabei können, je nach Produkt und Regulierung, weit über hundert einzelne Datenattribute erforderlich werden. So schaffen wir eine skalierbare technische Basis für alle zukünftigen regulatorischen Anforderungen.
Wir unterstützen Sie bei der Einbindung von Lieferanten und internen Stakeholdern – von der Sensibilisierung bis zur Umsetzung. So sichern wir hohe Datenqualität und reibungslose Prozesse. Wir entwickeln ein Governance-Modell, das Verantwortlichkeiten und Freigaben regelt. Im Batteriebereich adressieren wir zum Beispiel auch Sorgfaltspflichten in der Lieferkette (Due Diligence) und stellen sicher, dass Batteriepass- und DPP-Daten konsistent über alle Stufen hinweg bereitgestellt werden.
Wir begleiten Sie bei Ihrem ersten DPP-Piloten: von der Produktauswahl über den Datenaufbau bis zur technischen Abbildung im System. Aus den Erkenntnissen entwickeln wir ein skalierbares Betriebs- und Integrationsmodell für weitere Produkte, Werke oder Regionen. Ein typischer Einstieg sind Batterie-Use-Cases (z. B. EV- oder Industriebatterien), da der Batteriepass ab 2027 verpflichtend wird. So schaffen wir einen belastbaren Startpunkt für Ihre nachhaltige, unternehmensweite DPP-Implementierung.
Gunther Dütsch
Partner, Sustainability Services & Climate Change, PwC Germany
Tel: +49 160 3739019
Dr. Tobias von Tucher
Partner, Co-Head of Commercial, Privacy and Cybersecurity, IP/IT, PwC Legal
Tel: +49 174 3472846