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Ein Ansatz für die Analyse von Klimarisiken – PwC unterstützt Pilotprojekt in der Versicherungsbranche

20 Januar, 2021

Im vergangenen Jahr haben 22 weltweit führende Versicherungsunternehmen unter der Schirmherrschaft der Principles for Sustainable Insurance Initiative (PSI) des UN-Umweltprogramms (UNEP) zusammengearbeitet, um Methoden für Szenarioanalysen im Versicherungsgeschäft zu eruieren und zu pilotieren. Ziel dabei war die Umsetzung der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) des Financial Stability Boards. Dieses Projekt wurde von PwC und The Sabin Center for Climate Change Law der Columbia Law School beratend begleitet und schließt sich an die TCFD-Studien an, die von der Finanzinitiative des UNEP zu Banken und Investitionen in der Vergangenheit bereits durchgeführt wurden. Übergeordnetes Ziel dieses Pilotprojekts ist es, einen Beitrag zur Entwicklung konsistenter und transparenter analytischer Szenarioanalyse-Ansätze zu leisten, mit denen klimawandelbedingte Risiken und Chancen in versicherungstechnischen Portfolios vorausschauend identifiziert,

bewertet und offengelegt werden können. In dem Kontext, dass Aufsichtsbehörden nicht mehr das “ob” sondern lediglich das “wie” der Einführung von sogenannten Klimastresstests und Szenarioanalysen diskutieren, gibt das Projekt einen wichtigen Impuls zur Ableitung methodischer Ansätze.

Der Abschlussbericht erörtert den allgemeinen Ansatz zur Bewertung der drei wesentlichen Risiken des Klimawandels: Transitionsrisiken, physische Risiken sowie Haftungs- und Klagerisiken. Er umreißt die wichtigsten Ergebnisse in verschiedenen Versicherungssparten, gibt Einblicke in ein integriertes Rahmenwerk für klimabezogene Offenlegungen von Versicherungsrisiken und schlägt zusätzliche Maßnahmen vor, um das Management von Klimarisiken und die Offenlegung in der Versicherungsbranche weiter zu verbessern.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Der Bericht schafft im Kontext von quantitativen Lösungsansätzen für transitorische und physische Risiken sowie der Betrachtung von Haftungs- und Klagerisiken und ihrer Wechselwirkungen, eine Grundlage für die Versicherungsbranche, Risiken des Klimawandels in einer ganzheitlichen Weise zu bewerten.
  • Die erarbeiteten Methoden stellen einen bahnbrechenden und fortzuführenden Ansatz dar, klimabedingte Haftungs- und Klagerisiken zu erfassen, während bestehende Best Practices zu physischen und transitorischen Risiken ausgebaut wurden.
  • Die Ergebnisse zeigen, dass der Klimawandel nicht nur Risiken, sondern auch Chancen bietet, um neue Versicherungsprodukte zu entwickeln oder bestehende Produkte innerhalb einer sich verändernden Risikolandschaft zu erweitern.

“This is the type of effort needed for insurers to address climate risks more efficiently, to be at the forefront of risk management, and to drive greater climate action by the wider insurance industry, its policyholders, and its stakeholders.”

Mark Carney, UN Special Envoy on Climate Action & Finance and UK Prime Minister’s Finance Adviser for COP26

Ihre Expertin für Fragen

Nicole Röttmer
Partnerin, Climate Leader bei PwC Deutschland
E-Mail

Aufbau eines einheitlichen Ansatzes zur Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels

Ziel der PSI war es, einen allgemeinen Ansatz zur Bewertung der Risiken des Klimawandels für Versicherungsprodukte zu entwickeln. Der Bericht umreißt die wichtigsten Ergebnisse in verschiedenen Versicherungssparten, gibt Einblicke in ein integriertes Rahmenwerk für klimabezogene Offenlegungen von Versicherungsrisiken und schlägt zusätzliche Maßnahmen vor, um das Management von Klimarisiken und die Offenlegung in der Versicherungsbranche weiter zu verbessern.

Ansatz

Der Report bewertet klimabedingte physische Risiken, Übergangs- sowie Haftungs- und Klagerisiken in Versicherungsportfolios – insbesondere auf der Basis einer Szenarioanalyse – und zeigt Ansatzpunkte für die integrierte Betrachtung dieser Risiken auf.

Vorgehensweise

Die Pilotgruppe erarbeitete Herangehensweisen und analytische Werkzeuge, um innovative Ansätze zur Analyse von Klimarisiken zu testen. Die Tools und Indikatoren, die im Laufe des Projekts entwickelt wurden, basieren auf der Methode der Szenarioanalyse, um zukünftig die klimabezogenen Risiken und Chancen für versicherungstechnische Portfolios zu bestimmen.

Ergebnisse

Der Bericht erkennt an, dass die Versicherungsbranche die Risiken des Klimawandels auf integrierte Weise bewerten muss. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass der Klimawandel nicht nur Risiken birgt, sondern auch Chancen für die Entwicklung neuer oder die Erweiterung bestehender Versicherungsprodukte in einer sich verändernden Risikolandschaft schafft. Die Branche kann somit dazu beitragen, das Verständnis für die Art bestehender und neuer Risiken, denen die Gesellschaft in einem sich wandelnden Klima ausgesetzt sein könnte, zu verbessern.

Ausblick

Das Management von Risiken ist der Zweck der Versicherungsbranche. Ein besseres Verständnis der klimabezogenen Risiken und Chancen und die Veröffentlichung von entscheidungsrelevanten Informationen soll die Versicherungsbranche als transparenten, rechenschaftspflichtigen, stabilen und widerstandsfähigen Partner im Umgang mit dem Klimawandel positionieren. Betrachtet man das Gesamtbild auf der Grundlage der neuesten Klimawissenschaft, so stellt dieses Jahrzehnt bis 2030 den kritischsten Zeitraum für die Welt dar, um die globale Emissionskurve zu zu beeinflussen, damit die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden können.

„Dieses innovative Projekt bringt mehr als 20 weltweit führende Versicherer und Rückversicherer an einen Tisch – und wird damit das Denken und Handeln innerhalb der Branche sowie den Umgang mit Klimarisiken entscheidend beeinflussen.“

Nicole Röttmer, Partnerin, Climate Leader bei PwC Deutschland

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Dr. Nicole Röttmer

Dr. Nicole Röttmer

Partnerin, Climate Leader, PwC Germany

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