Künstliche Intelligenz: Vertrauen wird 2018 zum entscheidenden Erfolgsfaktor

28 Dezember, 2017

PwC-Partner Christian Kirschniak über Erfolgsfaktoren für 2018: Bahnbrechende neue Technologien im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) bergen große Chancen für Unternehmen / Um sie erfolgreich zu implementieren und Potenziale auszuschöpfen, reicht digitale Expertise jedoch nicht / Führungskräfte müssen Vertrauen und Akzeptanz schaffen – und zwar bei Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen.

Düsseldorf, den 28. Dezember 2017

Ob „Capsule Networks“, die visuelle Informationen ähnlich verarbeiten wie unser Gehirn oder Systeme, die selbstständig lernen: KI-Entwickler und Anwender machen derzeit rasante Fortschritte, und dieser Trend wird sich 2018 beschleunigen. „Das birgt große Chancen für Unternehmen, die das technische Potenzial verstehen und ausschöpfen“, sagt Christian Kirschniak, Partner und Head of Data & Analytics Advisory PwC Europe.

Allerdings empfiehlt er Führungskräften, den Fokus nicht allein auf technische Aspekte zu richten. „Mindestens genauso wichtig ist es, Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen“, so Kirschniak. Dieser Aspekt werde jedoch vielerorts unterschätzt.

Ethik und Datenschutz machen den Unterschied

Dabei zeigt die Historie: Kunden akzeptieren Technologien und Geschäftsmodelle nur, wenn sie Vertrauen fassen. In Sachen KI gilt es deshalb, ethische Prinzipien zu definieren und Kunden zu erklären, wie die Systeme arbeiten. „Ich bin überzeugt, dass Transparenz und Ethik zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen werden. Unternehmen sollten diese beiden Aspekte zur Basis für vertrauenswürdige und akzeptierte KI-Lösungen machen“, rät Kirschniak.

Das betreffe auch die Daten, mit den Unternehmen ihre KI-Systeme füttern: „Führungskräfte sollten Datenschutz nicht als lästiges Hindernis, sondern als Chance begreifen.“ Wer die Datenhoheit der Kunden umfassend und aus Überzeugung respektiere, könne sich von Wettbewerbern abgrenzen und Vertrauen aufbauen.

KI soll Tätigkeiten ersetzen – aber keine Mitarbeiter

Damit auch Mitarbeiter die neuen Technologien akzeptieren, sind zudem klare interne Botschaften gefragt. „Führungskräfte müssen deutlich machen, dass KI Tätigkeiten ersetzen soll – aber keine Mitarbeiter“, sagt Kirschniak. Es gehe darum, dass menschliche und künstliche Intelligenz gemeinsam besser werden.

Dafür müssten Mitarbeiter die Chance bekommen, Talente und Fähigkeiten auszubauen, die Menschen auch auf lange Sicht von Robotern unterscheiden. „Schon jetzt entlastet die Technik viele Beschäftigte von monotonen Tätigkeiten und schafft Raum für spannendere Aufgaben“, erläutert Kirschniak.

Weitere Informationen zu technischen Fortschritten, wirtschaftlichen Chancen und Erfolgsfaktoren finden Sie im PwC-Jahresausblick „Künstliche Intelligenz: Worauf es 2018 ankommt“ sowie in unserer aktuellen Studie „Exploiting the AI Revolution“.

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 236.000 Mitarbeiter in 158 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

Contact us

Angelika Yuki Köhler
Communications, PwC Germany
Tel.: +49 211 981-5371
E-Mail

Follow us