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Transport- und Logistikbranche reagiert mit M&A-Rekordjahr auf die Corona-Krise

25 Januar, 2022

PwC-Studie: Weltweite Deal-Aktivitäten erreichen Allzeithoch / Erholung bei Güterverkehr und Logistik treibt das Deal-Wachstum der Branche / Notwendigkeit der Dekarbonisierung schafft Anreize für Allianzen und Investitionen / Verhaltene Jagd nach europäischen Einhörnern

Düsseldorf, 25. Januar 2022

Die Transport- und Logistikbranche beendet das zweite Jahr der Corona-Krise mit einem neuen Rekord bei den Fusionen und Übernahmen: 322 Deals im Gesamtwert von 219,1 Milliarden US-Dollar wurden 2021 angekündigt. Besonders strategische Investoren waren aktiv und sind für 44 Prozent der Zusammenschlüsse und Transaktionen verantwortlich. Treiber der Entwicklung ist auch in diesem Jahr der Bereich Güterverkehr und Logistik, der drei Viertel der Deals ausmacht. Zu diesen Ergebnissen kommt die Analyse „Transport & Logistics Barometer“ von PwC Deutschland, in der die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft die aktuellen Entwicklungen, Mergers & Acquisitions (M&A), Joint Ventures, strategischen Allianzen und Venture Deals in der Transport- und Logistikindustrie im Gesamtjahr 2021 untersucht.

Krise macht Frachtbranche für Investoren interessanter

„Der anhaltende Boom bei den Mergers & Acquisitions im Güterverkehr und in der Logistik wird von zwei Motivationen getrieben. Zum einen ist durch die Pandemie die Bedeutung von stabilen Lieferketten und funktionierenden Häfen und Flughäfen stark gestiegen. Das erklärt auch den hohen Anteil strategischer Investoren, die mehr Einfluss auf die Supply Chains gewinnen wollen. Zum anderen versuchen die Marktteilnehmer, durch Übernahmen und Allianzen – auch außerhalb ihres Kerngeschäfts – ihr Geschäftsmodell resilienter zu machen.“

Ingo Bauer, Partner und Leiter des Bereichs Transport & Logistik bei PwC Deutschland

Diese Entwicklung schlägt sich klar in Zahlen nieder: 54 Dealankündigungen zielten auf Verkehrsinfrastruktur, davon stehen 24 in Bezug zu Häfen.

Dekarbonisierungsdruck treibt Allianzen – und Innovationen

„Neben galoppierenden Frachtpreisen haben auch die steigenden Nachhaltigkeits- und Klimaschutzanforderungen die Gesamtbranche beflügelt. Die ambitionierten politischen Vorgaben wirken sich dabei positiv auf die Innovations- und Wandlungsbereitschaft der ganzen Branche aus, die mit neuen Konzepten und Technologien experimentiert: Nearshoring, Effizienzsteigerungen durch digitale Marktplätze, multimodaler Transport, alternative Liefermethoden, gemeinsam genutzte Flotten und Anlagen, neue Antriebstechnologien oder alternative Kraftstoffe.“

Dr. André Wortmann, Partner und Koordinator Transport & Logistik Deals bei PwC Europe

Große T&L-Player noch zögerlich auf der Jagd nach Einhörnern

Mit Blick auf den weltweiten Venture-Capital-Markt lassen sich weiterhin starke regionale Unterschiede beobachten. Von den 100 größten Venture-Capital-Deals in Transport und Logistik fanden 26 Prozent in China und 13 Prozent in Indien statt, was auf die starke gesamtwirtschaftliche Leistung und eine größere Aufgeschlossenheit gegenüber Innovationen und neuen Geschäftsmodellen zurückzuführen ist. Auf die USA entfielen 28 Prozent, während Europa an dritter Stelle liegt (16 Prozent). Obwohl Europa durchaus über große Akteure in der Branche verfügt, hinkt die finanzielle Unterstützung von Startups im Vergleich zu anderen Regionen hinterher. Die großen globalen Player erschließen den VC-Markt nur vorsichtig und beteiligen sich international bisher eher an kleineren Finanzierungen.

Erholung des M&A-Markts wird anhalten

„Wir gehen davon aus, dass sich die Fusions- und Übernahmeaktivität auf hohem Niveau im laufenden Halbjahr fortsetzt, da die Unternehmen der Transport- und Logistikbranche weiter nach Wachstumsoptionen suchen und ihr Dienstleistungsangebot durch Übernahmen erweitern werden. Dabei dürften auch Investitionen in Digitalisierung und veraltete Infrastruktur weiter an Bedeutung gewinnen. Handlungsleitend wird dabei das Ziel sein, das Risiko einer Unterbrechung von Lieferketten in Zukunft zu mindern und zugleich die nationalen wie internationalen Tätigkeiten nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten.“

Ingo Bauer, Partner und Leiter des Bereichs Transport & Logistik bei PwC Deutschland

Methodik

Die halbjährliche Studie basiert auf aktuellen Daten von Refinitiv und S&P Global Capital IQ zu den globalen Mergers & Acquisitions, Joint Ventures und strategischen Allianzen. Die Analyse zu Venture Capital Deals basiert auf Daten von Pitchbook.

Über PwC: 

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 295.000 Mitarbeitende in 156 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.

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Martin Krause

Martin Krause

PwC Communications, PwC Germany

Tel.: +49 211 981-1657

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