Pilotstudie zu gesellschaftlicher Resilienz präsentiert erste Ergebnisse exklusiv zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 / National Security & Resilience Index (NSRI) von PwC, Strategy& und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) analysiert Stärken und Schwächen / Deutschland ist erster Fokus, weitere Länderanalysen in Arbeit
Frankfurt am Main und Berlin, 13. Februar 2026
Angesichts wachsender geopolitischer Instabilität und schwindender internationaler Ordnung wird nationale Sicherheit zunehmend zu einer Frage der systemischen Resilienz – in wirtschaftlicher, militärischer und ziviler Hinsicht. Doch wie steht es konkret um diese Widerstandsfähigkeit? Um diese mess- und steuerbar zu machen, entwickeln das Defence & Security Institute (DSI) von PwC Deutschland und Strategy& sowie die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) derzeit den „National Security & Resilience Index“ (NSRI). Auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026, die vom 13. bis 15. Februar 2026 stattfindet, präsentieren die Partner das Pilotprojekt der Öffentlichkeit.
Der NSRI betrachtet militärische Fähigkeiten (Military Readiness), industrielle Kapazitäten (Industrial Readiness) und die zivilgesellschaftliche Bereitschaft (Civil Readiness) als gesamtgesellschaftliches Potenzial im Sinne von „Total Defence“.
„Sicherheit muss heute ganzheitlich gedacht werden. Der NSRI führt als Pionierprojekt erstmals umfassende Datensätze zusammen, um ein realistisches Bild der Bereitschaftslage zu zeichnen.“
Die bei der 62. MSC vorgestellte Studie konzentriert sich zunächst auf Deutschland und zeigt: Das Land verfügt zwar über beachtliche Ressourcen, schafft es jedoch noch nicht, diese effektiv in eine ganzheitliche Verteidigungsfähigkeit zu übersetzen.
„Deutschland stützt sich bei der Resilienz auf seine wirtschaftliche Stärke. In der militärischen Säule der Verteidigungsfähigkeit ist die Dynamik derzeit sehr groß, während die zivile Säule bislang stark hinterherhinkt. Wir können das Thema Sicherheit nicht an die Bundeswehr allein delegieren. Es betrifft Unternehmen genauso wie jede Einzelperson.“
So zeigen die Daten beispielsweise, dass die deutsche Bevölkerung beim Wissen über das richtige Verhalten in Notfällen hinter anderen Ländern wie Finnland zurückliegt. Der Index identifiziert darüber hinaus Personaldefizite bei der Polizei und den Rettungsdiensten – und konstatiert bei Letzteren einen Mangel an verlässlichen Daten. Dieser erschwert es, den Bedarf für Krisenszenarien präzise zu bestimmen und adäquat zu planen.
„Der NSRI identifiziert und schließt gezielt Datenlücken. Je mehr wir wissen, desto besser werden auch unsere Maßnahmen.“
„Resilienz darf kein abstrakter Begriff bleiben, sondern ist eine messbare Fähigkeit.“
Mit dem NSRI erhalten Entscheidungsträger:innen ein präzises Werkzeug, mit dem sie ermitteln können, wo Defizite, Risiken und Entwicklungsbereiche liegen. Ziel ist es, den NSRI nach der aktuellen Pilotphase weiterzuentwickeln und zur MSC 2027 erstmals vollumfänglich aggregierte Zahlen vorzulegen, auch zu Partnerländern in Europa und der NATO.
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Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V. (DGAP) forscht und berät zu den aktuellen Themen und Trends der deutschen Außenpolitik. Als unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Experten- und Mitgliederorganisation prägt sie seit 70 Jahren die außenpolitische Debatte in Deutschland und trägt zur internationalen Vermittlung deutscher Politik bei. Sie bietet ihre Expertise in Publikationen, Berliner und regionalen Veranstaltungen sowie im direkten Dialog mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft an. Weitere Details unter www.dgap.org.