Faster, greener, smarter: Halbleiterindustrie bekommt positive Impulse

19 Januar, 2012

Die fragile ökonomische Gesamtsituation macht auch vor der Halbleiterindustrie nicht Halt, dennoch stehen hier die Zeichen weiter auf Wachstum. Für das laufende Jahr erwartet PwC lautet der aktuellen Marktstudie "Faster, greener, smarter – reaching beyond the horizon in the world of semiconductors" ein Wachstum von 9,1 Prozent. Treiber sind dabei vor allem die Automobilindustrie, der chinesische Markt und neue Industrien.

Demnach wachsen die Halbleiter-Märkte bis 2015 mit durchschnittlich 7,4 Prozent, das entspricht einem Gesamtmarkt von dann rund 430 Milliarden US-Dollar, so die Studie. Dabei kommen die wesentlichen Nachfrageimpulse aus China. Das asiatische Land stärkt nach den Untersuchungsergebnissen seine bereits dominierende Position und macht demnach 2015 bereits die Hälfte des Weltmarktes aus. "Wir erwarten, dass das Nachfragewachstum in China in den kommenden fünf Jahren anhalten wird und die konjunkturellen Risiken in Nordamerika und Europa kompensieren kann. Die Halbleiterindustrie dürfte entsprechend ihre Produktionskapazitäten in China aufstocken beziehungsweise diese nach China verlagern", kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie und Medien bei PwC, die Studie.

Weitere zentrale Ergebnisse:

  • Automobilzulieferer und industrielle Abnehmer von Halbleitern bieten der Branche signifikante Chancen. Dabei kommen die Impulse für den Automotive-Sektor aus den steigenden Fahrzeugabsätzen in Brasilien, Russland, Indien sowie China sowie aus dem steigenden Wert der durchschnittlich verbauten Halbleiter je Fahrzeug. Der Markt für industrielle Abnehmer wächst vor allem aufgrund der steigenden Investitionen in Infrastrukturen wie neue und effiziente Stromproduktion, Smart Grids, Verkehrsinfrastruktur und Automationssysteme. Ein wesentlicher Treiber für den zunehmenden Einbau von komplexeren Halbleiterkomponenten ist dabei der Bedarf an energiesparenden, effizienten Endprodukten.
  • Aus dem ITK-Markt kommen durch den Boom bei Tablet-PCs und Smartphones positive Impulse, ebenso aus der Unterhaltungselektronik durch digitale Set-top-Boxen. Durch den in diesen Bereichen herrschenden Wettbewerbsdruck in der Halbleiterindustrie wird der Anstieg der Produktionszahlen allerdings durch fallende erzielbare Preise teilweise kompensiert.
  • Um den globalen Bedarf an Halbleitern zu stillen, wird die Branche ihre Produktionskapazitäten ausweiten müssen.
  • Die Halbleiterindustrie stößt noch nicht an die Grenzen des technologischen Fortschritts. In Zukunft werden jedoch weniger das Streben nach immer kleineren Strukturgrößen im Mittelpunkt stehen, sondern vielmehr die intelligente Kombination von mehreren Funktionen auf einem Chip.
  • Das Working Capital Management und die Sicherstellung von Liquidität werden nach den Erfahrungen der vergangenen Krisen weiterhin von zentraler Bedeutung für die Unternehmen der Branche bleiben.

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Werner Ballhaus

Werner Ballhaus

Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation (TMT)

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