PwC-Studie Total Retail 2015: Geschäft, Mobile und Social werden beim Einkauf unzertrennlich

„Mobile Shopping macht bislang nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes im Einzelhandel aus. Allerdings spielt das Smartphone eine kritische Rolle beim Einkauf vieler Konsumenten. Es hat sich in nur wenigen Jahren zu einem wichtigen Einkaufsberater entwickelt“, so die Einschätzung von Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC-Bereichs Handel und Konsumgüter. Rund ein Viertel der Verbraucher tätigt mindestens monatlich eine Bestellung per Smartphone oder Tablet. Zu diesem Ergebnis kommt die PwC-Studie „Total Retail 2015 – Wie disruptive Faktoren den deutschen Handel herausfordern“.

Außerdem spielen Smartphones, Tablets & Co. bei der Recherche nach Produkten oder der Suche nach einem Laden sowie beim Preisvergleich eine entscheidende Rolle. Das größte Hemmnis stellt für die Kunden aber die Sicherheit dar: 57 Prozent der Befragten gaben an, nie über mobile Endgeräte oder Tablets einzukaufen – aus Sorge um die Sicherheit ihrer Daten.

Weitere Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Stationäres Geschäfts als wichtigster Kontaktpunkt zum Kunden: 41 Prozent der befragten Online-Käufer gehen mindestens einmal in der Woche in einem Geschäft einkaufen. Die Gründe: 56 Prozent der Befragten wollen nicht nur im Netz kaufen, sondern die Waren auch vor Ort sehen, anfassen und ausprobieren. 49 Prozent der Konsumenten legen Wert darauf, Produkte sofort zu haben.
  • Mobile Shopping spielt wichtige Rolle im Einkaufsprozess: 38 Prozent der Verbraucher nutzen ihr Mobiltelefon oder Smartphone, um Produktinformationen zu recherchieren. 34 Prozent setzen ihr Mobilgerät dafür ein, Preise von verschiedenen Anbietern zu vergleichen. Jeder Fünfte sucht per Smartphone nach dem passenden Ladengeschäft in der Nähe.
  • Sorge um Datensicherheit: 39 Prozent nannten die Sorge um die Sicherheit ihrer privaten Daten als Grund, wieso sie nie per Smartphone einkaufen. Ein weiteres Hemmnis, das für viele Verbraucher bislang gegen den mobilen Einkauf spricht: 31 Prozent halten den Bildschirm ihres mobilen Endgeräts für zu klein, um damit komfortabel zu shoppen.
  • Soziale Medien werden als Einflussfaktor beim Einkauf wichtiger: 49 Prozent der Befragten geben an, dass ein Austausch mit ihren bevorzugten Händlern oder Marken in sozialen Netzwerken dazu geführt hat, dass sie mehr bei diesen einkaufen. 52 Prozent der deutschen Online-Käufer nutzen Social Media beim Shoppen allerdings überhaupt nicht.
  • Social Media generiert bisher kaum direkte Umsätze: Bisher erzielt der Einzelhandel kaum direkte Umsätze über soziale Netzwerke. Allerdings suchen immerhin 21 Prozent aller Befragten und 30 Prozent der Digital Natives Marken oder Händler in sozialen Netzwerken. Ebenso viele folgen ihren Lieblingsmarken und -händlern auf Facebook & Co.

Für die Studie „Total Retail 2015 – Wie disruptive Faktoren den deutschen Handel herausfordern“ hat PwC 1.000 deutsche Online-Käufer befragt, also Verbraucher, die schon mindestens einmal etwas im Internet gekauft haben.