Deutsche Konsumenten begrüßen den Nutri-Score

PwC-Verbraucherumfrage 2020 zur Einführung der Lebensmittelampel

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Hersteller sollten die Kennzeichnung nutzen

Wie gesund ist ein Lebensmittel? Wie viel Gramm Zucker oder Fett enthält es? Seit November 2020 findet man auf Lebensmittelverpackungen im deutschen Handel eine neue Nährwertkennzeichnung: Den ursprünglich aus Frankreich stammenden Nutri-Score, auch als Lebensmittelampel bekannt. Die fünfstufige Farb- und Buchstabenskala soll die Verbraucher dabei unterstützen, die Nährwertqualität von verarbeiteten Lebensmitteln zu vergleichen und sich dadurch gesund zu ernähren.

In der Bevölkerung stößt das Konzept auf Zustimmung: Die große Mehrheit (89 Prozent) bewertet den Nutri-Score positiv. 85 Prozent sind sogar der Meinung, dass die Kennzeichnung auf allen verarbeiteten Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken in Deutschland verpflichtend sein sollte – bislang ist das Label für die Hersteller freiwillig.

„Die überwältigende Mehrheit der Deutschen begrüßt den Nutri-Score und ist der Meinung, dass er für alle Hersteller verpflichtend sein sollte. Um dem Verbraucherbedürfnis nach Transparenz und Orientierung in Sachen Ernährung und Gesundheit nachzukommen, empfehlen wir allen Lebensmittelherstellern, ihre Produkte mit dem Nutri-Score zu kennzeichnen.“

Dr. Christian Wulff, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland

Die Studie im Überblick

Der Nutri-Score schafft Vertrauen

Das System der Lebensmittelampel kann das Vertrauen der Konsumenten in Lebensmittel stärken: 36 Prozent sind der Meinung, dass der Nutri-Score das Vertrauen in ein Produkt grundsätzlich erhöht. 41 Prozent denken, dass die Nährwertkennzeichnung das Vertrauen steigert, jedoch erst ab einem bestimmten Wert. Aus Sicht der Befragten sorgt insbesondere die Kategorie dunkelgrün (A) oder hellgrün (B) für Vertrauen.

Zwei von drei Konsumenten wären verunsichert, wenn ein Unternehmen die Kennzeichnung nicht nutzt, würden deshalb aber noch nicht aufhören, die Produkte dieses Herstellers zu kaufen. Gut jeder Dritte würde noch einen Schritt weiter gehen: 37 Prozent der Befragten wollen Produkte ohne Nutri-Score nicht mehr kaufen.

Nährwertangaben beeinflussen Kaufentscheidung

Und auch die Informationen zu den Nährwerten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Kaufentscheidungen der Deutschen: Über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) hat bereits aufgrund der Nährwertangaben auf der Produktverpackung ein Produkt nicht (mehr) gekauft. In Bezug auf den Nutri-Score zeigt die Befragung: 36 Prozent würden ein Produkt mit einer orangefarbenen Kennzeichnung (D) nicht kaufen; 22 Prozent bereits bei einer gelben Kennzeichnung (C) vom Kauf absehen.

„Auch wenn die Kennzeichnung nur freiwillig ist, führt für die Lebensmittelhersteller kein Weg am Nutri-Score vorbei. Wer Produkte im grünen Ampelbereich herstellt, wird damit auch werben. Produkte ohne Nutri-Score werden dann vom Verbraucher automatisch mit einer roten Ampel gleichgesetzt.“

Dr. Christian Wulff,Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter bei PwC Deutschland

Infografik: PwC-Verbraucherumfrage zur Einführung der Lebensmittelampel

Infografik: PwC-Verbraucherumfrage zur Einführung der Lebensmittelampel

Die Methodik

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Befragung im Auftrag von PwC unter mehr als 1.000 deutschen Verbrauchern zwischen 16 und 69 Jahren, deren Alters- und Geschlechtsverteilung repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ist.

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