Deutscher Startup Monitor: Auskopplung für den Raum Stuttgart/Karlsruhe

Ergebnisse 2019: Startups aus Stuttgart und Karlsruhe punkten mit technologischem Know-how

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Startups im Südwesten setzen auf Innovationen

Startups aus Stuttgart und Karlsruhe wollen mit innovativen Produkten und Dienstleistungen den Markt erobern. Dabei setzen sie häufig auf die Digitalisierung sowie neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain. Schwierig ist für die Gründerinnen und Gründer aus dem Südwesten jedoch die Finanzierung ihres Business.

„Die Standorte Karlsruhe und Stuttgart stehen traditionell für Technologie und Innovation. Dieser Fokus spiegelt sich auch in der hiesigen Gründerszene wider. Die Startups, die im Südwesten entstehen, sind überdurchschnittlich häufig im IT- und Telekommunikationsbereich zu Hause. Und sie bringen oft hohes technologisches Know-how mit.“

Dr. Frank Schmidt, Standortleiter PwC Stuttgart

Die Studie im Überblick

Innovation und Produktentwicklung im Fokus

Innovation wird in Stuttgart und Karlsruhe groß geschrieben: Neun von zehn Entrepreneuren halten ihre Produkte und Services für innovativ (bundesweit nur 78 Prozent). Entsprechend fokussieren sie ihre Energie vor allem auf die Entwicklung ihrer Produkte: Für 77 Prozent der Befragten ist dies aktuell die wichtigste Unternehmensstrategie. Sechs von zehn Befragten wollen in den kommenden zwölf Monaten in die Entwicklung neuer Angebote investieren.

Digitalisierung hat großen Einfluss auf das Geschäftsmodell

Dabei setzen die Gründerinnen und Gründer häufig auf innovative Technologien: 81 Prozent der Startups sagen, dass die Digitalisierung großen Einfluss auf die Entwicklung ihres Geschäftsmodells hat. Künstliche Intelligenz hat für immerhin 44 Prozent hohe Priorität (bundesweit 40 Prozent), Blockchain für 15 Prozent der Stuttgarter und Karlsruher Entrepreneure (bundesweit 9 Prozent).

Interview: „Im Hinblick auf ihre Produkte sind die Startups aus dem Südwesten hochinnovativ, bei der Kapitalbeschaffung weniger“

Bei den Startups in Stuttgart und Karlsruhe wird Innovation groß geschrieben. Die Gründerinnen und Gründer im Südwesten bringen viel technologisches Know-how mit – und setzen mit kreativen Produkten und Services auf Wachstum. Mit welchen Herausforderungen haben sie dabei zu kämpfen? Mehr dazu im Gespräch mit Dr. Frank Schmidt, Standortleiter PwC in Stuttgart, und Judith Lechermann, Leiterin der PwC-Startup-Initiative NextLevel für die Region Süd.

Zum Interview

Teams nur halb so groß wie im bundesweiten Schnitt

Mit sieben Beschäftigten sind die Startups aus dem Südwesten personell nicht einmal halb so stark aufgestellt wie im Bundesschnitt (16 Beschäftigte). In den kommenden zwölf Monaten sollen vier neue Kolleginnen und Kollegen dazukommen. Bundesweit sind im Schnitt acht Neueinstellungen geplant. In 38 Prozent der Gründerteams ist eine Frau an Bord (bundesweit 31 Prozent). Jedes fünfte Startup-Unternehmen wurde ausschließlich von Frauen gegründet (bundesweit 11 Prozent).

Kooperationen noch ausbaufähig

Immerhin 60 Prozent der Startups aus Stuttgart und Karlsruhe kooperieren mit etablierten Unternehmen. Bundesweit sind es mit 67 Prozent jedoch deutlich mehr. Knapp jedes zweite Startup-Unternehmen aus Stuttgart/Karlsruhe arbeitet mit anderen Startups zusammen (bundesweit 57 Prozent) und 47 Prozent haben sich mit wissenschaftlichen Einrichtungen zusammengetan (bundesweit 55 Prozent).

Zugang zu Kapital bereitet Schwierigkeiten

Raum für Verbesserungen sehen die Startups aus Stuttgart und Karlsruhe auch beim Zugang zu externem Kapital. Nur 19 Prozent bewerten diesen als gut. Den Entrepreneuren aus dem Südwesten fällt es zudem schwer, sich Zugang zu Investoren zu verschaffen. Knapp jeder Zweite (45 Prozent) empfindet diese Aufgabe als schwierig.

Die Methodik

Zu diesen Ergebnissen kommt der 7. Deutsche Startup-Monitor, den der Bundesverband Deutsche Startups e. V. und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen erstellt haben. Für die Studie wurden bundesweit rund 2.000 Startups befragt, darunter 141 Unternehmen aus Stuttgart und Karlsruhe.

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