Deutscher Startup Monitor 2019: Regionale Auskopplungen

Die Zeit betitelte den Deutschen Startup Monitor (DSM) als die „wichtigste Studie über junge Unternehmen in Deutschland“. Bis heute ist der DSM eine zentrale Informationsquelle für Politik und Medien, wenn es um die deutsche Gründerszene geht. 2019 erschien bereits die siebte Ausgabe und das erste Mal in einer gemeinsamen Herausgeberschaft des Bundesverbandes deutscher Startups und von PwC.

Ziel des DSM ist es, die Startup-Forschung voranzubringen, das Ökosystem in all seinen Facetten abzubilden und neue Impulse zu setzen – auf deutschlandweiter, aber auch auf regionaler Ebene: Auskopplungen für bestimmte Regionen geben lokalen Hubs und der lokalen Politik interessante Hinweise über das jeweilige Startup-Ökosystem und vielleicht auch die eine oder andere Idee, wie dieses noch attraktiver gestaltet werden kann.

Die Auskopplungen im Überblick

Frankfurt

Startups im Großraum Frankfurt haben sich Wachstum auf die Fahnen geschrieben – und setzen dafür auf grüne, soziale Themen. Gut die Hälfte der Gründerinnen und Gründer aus der hessischen Metropole (56 Prozent) bezeichnen Wachstum als ihre aktuell wichtigste Aufgabe und priorisieren das Thema damit höher als Vertrieb und Kundengewinnung (51 Prozent), Produktentwicklung (42 Prozent) und Kapitalbeschaffung (40 Prozent). Bundesweit steht Wachstum nur bei gut einem Drittel der Startups als Top-Thema auf der Liste.

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Hamburg

Hamburger Startup-Gründerinnen und -Gründer blicken sehr zuversichtlich in die Zukunft: Sie wollen ihre Belegschaft kräftig ausbauen, ihre Umsätze verdreifachen und ausländische Märkte erobern. Schwierigkeiten bereitet ihnen jedoch die Suche nach bezahlbaren Büroräumen und qualifiziertem Personal sowie der Zugang zu externem Kapital.

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München

Dank sehr guter Rahmenbedingungen sind Startups in München auf der Überholspur: Sie befinden sich überdurchschnittlich häufig bereits in der Wachstumsphase, beschäftigen mehr als doppelt so viele Mitarbeitende wie im bundesweiten Durchschnitt (34 vs. 16) und wollen kräftig weiter einstellen. Knapp drei Viertel planen zudem den Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten. Und auch mit der Finanzierung klappt es in München meist besser als anderswo. Einziges Manko: die hohen Mieten.

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Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet hat sich zu einem der Hotspots entwickelt, in denen deutschlandweit am häufigsten gegründet wird. Die besondere Stärke der Region sehen 82 Prozent der Gründerinnen und Gründer in der Nähe zu den vielen Universitäten. 70 Prozent heben zudem die wirtschaftspolitischen Initiativen in der Region als Vorteil hervor. Bundesweit lobt nur jeder zweite Startup-Entscheider die Wirtschaftspolitik. Punkten kann die Region auch mit der Verfügbarkeit bezahlbarer Büroimmobilien: 60 Prozent halten diese für gut (bundesweit nur 36 Prozent).

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Stuttgart/Karlsruhe

Startups aus Stuttgart und Karlsruhe wollen mit innovativen Produkten und Dienstleistungen den Markt erobern. Dabei setzen sie häufig auf die Digitalisierung sowie neue Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain. Schwierig ist für die Gründerinnen und Gründer aus dem Südwesten jedoch die Finanzierung ihres Business.

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Bremen

Punkten kann Bremen mit seinen Hochschulen und der Verfügbarkeit bezahlbarer Büroimmobilien. Kritisch sehen die Startup-Entscheider im Norden vor allem den Zugang zu Kapital und Investitionen. Aber auch in Sachen Kooperationen, bei der Wirtschaftspolitik und der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal könnte es an der Weser besser laufen.

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Florian Nöll

Florian Nöll

Head of Digital Ecosystems, PwC Germany

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