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Glück und Cybersicherheit − ein Widerspruch?

31 August, 2021

Erfolgreiche Unternehmen brauchen heutzutage beides: Sicherheit und Glück. Sicherheit, weil Cyber Security für das digitale Überleben des Unternehmens in Anbetracht von Bedrohungen sorgt. Und Glück, weil glückliche Mitarbeiter:innen eine wichtige Basis für Innovation und damit ein langfristiger Wettbewerbsvorteil sind. Glück und Cybersicherheit sichern demnach gleichermaßen das Fortbestehen des Unternehmens, unterliegen aber unterschiedlichen Ansprüchen. Cyber Security verlangt nach Regulierung und Beschränkung.

Glückliche Mitarbeiter:innen wollen allerdings Freiheit und Autonomie. Glücksexpertin Maike van den Boom und Cybersicherheitsexperte Jürgen Schulze wagen den Schulterschluss und gehen diesem scheinbaren Widerspruch in einem Gespräch auf den Grund. Sie erklären mit einem Seitenblick auf Skandinavien, wie sich Cybersicherheit und der Umgang damit auf Jobzufriedenheit und letztendlich auf den Erfolg des gesamten Unternehmens auswirken können.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Digitale Kompetenz ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das individuelle Glück in einer zunehmend digitalisierten Welt. Sich auch vor Cyberattacken gut geschützt zu fühlen, wirkt sich positiv auf die Gemütslage und somit die Produktivität aus.
  • Eine moderne Auffassung von Cyber Security basiert auf einem vertrauensvollen Verhältnis zu den Mitarbeiter:innen. Sie setzt auf Befähigung und Offenheit. Das Denken in den nordischen Ländern folgt dem Prinzip „Freiheit unter Verantwortung“ und steht der modernen Auffassung von Cyber Security sehr nahe.
  • Gegenseitiges Vertrauen ist der Schlüssel. Dennoch liegen Vertrauen und Fremdbestimmung in einem Spannungsfeld, das sich nie ganz auflösen lässt. Ein Grund dafür sind zum Beispiel gesetzliche Vorschriften.

Ihr Experte für Fragen

Jürgen Schulze
Manager bei PwC Deutschland
Tel. +49 89 5790-5340
E-Mail

Kann Cyber Security glücklich machen?

Eine schnelle Antwort auf die Frage, ob Cyber Security Unternehmen glücklich machen kann, lässt sich kaum finden. Zu stark erscheint der Widerspruch zwischen Regulierung und Autonomie. Doch genau aus dem Grund haben wir dieses Spannungsfeld beleuchtet und sind zu der Schlussfolgerung gelangt:

Intelligent eingesetzt ist Cyber Security ein Baustein, um eine glückliche Unternehmenskultur aufzubauen. Diese Chance sollten Unternehmen nutzen.

Denn Cybersicheit ist kein temporärer Gast der Digitalisierung, sondern sollte fester Bestandteil eines jeden Unternehmens sein, das zukunftsfähig bleiben will. Deshalb ist es wichtig, dass sich Unternehmen und seine Mitarbeitenden mit Cyber Security anfreunden. 

Das ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, denn Cybersicherheit wird meist mit Störfaktoren im Unternehmen wie Kontrollen, Regulierungen und Vorschriften assoziiert. Das ist verständlich, denn nur wenige können die Komplexität von Cyber Security verstehen. Für die Mehrheit der Mitarbeitenden bleibt Cyber Security ein Mysterium, von dem sie nur Bruchteile mitbekommen. Sie sehen nur den Käfig, in dem sie sich bewegen dürfen. Das schränkt ein − insbesondere den Innovationsgeist und die Motivation.

Kurzum: Die Rolle, die Cyber Security im Unternehmen einnimmt, ist nicht neutral. Sie zum Positiven zu bewegen, hängt von der Unternehmenskultur ab. Sie bestimmt, inwieweit Ihr Unternehmen in der Lage ist, seinen Mitarbeitenden zu vertrauen. Wie hilfreich „Glaswände“ hierbei sein können und was wir in Deutschland von Skandinavien in puncto Vertrauenskultur lernen können, zeigen Maike van den Boom und Jürgen Schulze im Point of View „Kann Cyber Security glücklich machen?“ auf.

„Vertrauen und Zutrauen lässt Menschen und Unternehmen wachsen.“

Maike van den Boom,Bestsellerautorin und Glücksforscherin
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Daniela Hanauer

Daniela Hanauer

Partnerin, Risk Consulting, PwC Germany

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