Chipindustrie geht wieder auf Wachstumskurs

26 September, 2013

Die weltweite Halbleiterindustrie schwenkt wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs ein. Für steigende Nachfrage sorgen vor allem das mobile Internet, die Smartphone-Revolution, die auch die Schwellenländer erfasst, und nicht zuletzt Innovationen in der Automobilindustrie.

Wie die PwC-Experten in einer aktuellen Studie prognostizieren, wird der Umsatz der Halbleiterindustrie weltweit von aktuell 291,6 Milliarden US-Dollar (2012) auf gut 400 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 zulegen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Zuwachs um 6,5 Prozent pro Jahr. Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass ökonomische Schocks ausbleiben und sich das Wachstum in den Schwellenländern – insbesondere in China – weiterhin dynamisch entwickelt. Im vergangenen Jahr war das Nachfragevolumen in der Chipindustrie leicht gesunken.

„Die Verbreitung des mobilen Internets in Verbindung mit der Tablet- und Smartphone-Revolution hat in vielen Schwellenländern gerade erst begonnen. Für die Halbleiterindustrie bedeutet dies gute Wachstumsperspektiven.“

Werner Ballhaus, PwC-Partner und Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation

Nach Einschätzung der Branchenexperten wird die Halbleiternachfrage in nahezu allen Anwendungsgebieten stark wachsen. Die mit Abstand wichtigsten Abnehmer bleiben auch mittelfristig Unternehmen aus der Computer- und Kommunikationsbranche. So werden die Erlöse mit Komponenten für die Datenverarbeitung bis 2017 um voraussichtlich 6,1 Prozent pro Jahr auf gut 153 Milliarden US-Dollar zulegen, der Halbleiter-Umsatz in der Kommunikationsbranche dürfte um jährlich 7,5 Prozent auf annähernd 120 Milliarden US-Dollar steigen.

Die höchste Wachstumsrate prognostiziert die Studie allerdings für den Bereich Automobilelektronik. Hier dürfte die Chipnachfrage von 2012 bis 2017 um jahresdurchschnittlich 9,4 Prozent auf dann 40 Milliarden US-Dollar zulegen. Das Plus ist einerseits auf die insgesamt steigende Automobilproduktion, andererseits auf den wachsenden Anteil elektronischer Komponenten an der automobilen Wertschöpfung zurückzuführen. Letzteres gilt insbesondere für Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieben, in denen mechanische Bauteile wie Verbrennungsmotor und Getriebe durch elektrische und elektronische Komponenten ergänzt oder sogar ersetzt werden.

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