Next Gen Study 2017

Die Digitalisierung spaltet die Generationen in Familienunternehmen

Wenn die nächste Generation übernimmt

Die Nachfolgergeneration in Familienunternehmen – auch Next Gen für Next Generation genannt – hat eines gemeinsam: Sie hat studiert, ist weltweit vernetzt und bringt Auslandserfahrung mit. Und sie hat große Pläne, das elterliche Unternehmen voranzutreiben. Für die Next Gen Study 2017 befragten wir 137 Nachfolger/innen in 21 Ländern zu ihrer Motivation, ihren Zukunftsplänen und zu ihrem Umgang mit der Digitalisierung. Die Erfolgsfaktoren für eine starke Zusammenarbeit der Generationen im Familienunternehmen haben wir für Sie zusammengefasst.

Download Next Gen Study 2017

 

Die Next Gen geht unterschiedliche Wege

Die 4 Typen der Next Generation

Die Next Gens wählen vier unterschiedliche Strategien, um erfolgreich zu sein – im selbst gegründeten oder im Familienunternehmen. Diese schließen sich nicht aus. Vielmehr durchlaufen viele Next Gens in ihrer Karriere mehrere dieser Stufen:

Bewahrer (20%)

Bewahrer verfolgen den traditionellen Karriereweg im Familienunternehmen. Sie studieren, sammeln Erfahrung und bereiten sich darauf vor, das Lebenswerk ihrer Eltern und Großeltern profitabel und professionell fortzuführen.

Jetzt die Bewahrer kennenlernen

Gestalter (35%)

Gestalter wollen das Familienunternehmen nach eigenen Vorstellungen verändern. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf Innovationen und die digitale Transformation des Familienunternehmens.

Jetzt die Gestalter kennenlernen

Intrapreneure (20%)

Auch Intrapreneure wollen das Familienunternehmen transformieren. Dafür wird ein Bereich des Familienunternehmens ausgegliedert, in dem die Next Gen ihre Ideen verfolgen kann. Wie ein Start-up verfügt dieser Bereich über eine eigene Arbeitsweise und Unternehmenskultur.

Jetzt die Intrapreneure kennenlernen

Entrepreneure (25%)

Entrepreneure kapseln sich bewusst vom eigenen Familienunternehmen ab und gründen ihr eigenes Unternehmen.

Jetzt die Entrepreneure kennenlernen

5 Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit der Generationen

Die eine einzige „richtige“ Strategie gibt es nicht. Um erfolgreich zu sein, eine gute Zusammenarbeit der Generationen zu gewähren und damit letztlich den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, sind aber fünf Faktoren von zentraler Bedeutung:

Five CS

Kultur:
Next Gens sind erfolgreicher, wenn sie in ihrem Umfeld nicht nur Unterstützung erfahren, sondern auch die Freiheit bekommen, ihre Ideen zu verfolgen und Verantwortung zu übernehmen.

Kommunikation:
Ein offener Dialog, der auf Respekt und Vertrauen zwischen der alten und neuen Generation beruht, ist besonders wichtig. Er stellt sicher, dass Erfahrungen angenommen und neue Ideen geschätzt werden.

Klarheit:
Eine klare strategische Ausrichtung und eine klare Trennung der Rollen und Verantwortlichkeiten tragen dazu bei, den Generationenübergang erfolgreich zu gestalten.

Glaubwürdigkeit:
Next Gens müssen sich ihre Anerkennung erarbeiten, bestenfalls durch Erfahrung und Erfolge in anderen Unternehmen sowie eine adäquate Ausbildung.

Selbstverpflichtung:
Das Familienunternehmen muss Next Gens die Chance geben, sich zu entfalten und zu entwickeln. Gleichzeitig wird von Next Gens erwartet, Zeit und Energie in das Familienunternehmen zu investieren und nicht gleich den eigenen Weg zu verfolgen.

Bereitschaft zum Wandel

Ein weiterer Erfolgsfaktor kommt hinzu: die Bereitschaft zum Wandel: Denn die Nachfolge kann nur dann erfolgreich sein, wenn beide Generationen zur ständigen Anpassung ihres Unternehmens bereit sind. Wenn die aktuelle und heranwachsende Unternehmergeneration diese Faktoren beachtet, sind die Weichen für eine erfolgreiche Entfaltung und Übergabe sichergestellt. Auf ihrem Weg dorthin sieht sich die Next Gen noch vor einigen Herausforderungen, insbesondere in punkto Digitalisierung und Innovationen.

Gerade bei Digitalisierung und Innovationen kann der Generationsunterschied zwischen Next Gen und Vorgängergeneration ein Vorteil sein, wenn es gelingt, ihre beider Stärken zu kombinieren. Enthusiasmus, Mut und Veränderungswille gepaart mit Risikobewusstsein, Erfahrung und Umsetzungsorientierung sind eine perfekte Kombination, um sich der digitalen Herausforderung zu stellen.

 

„Der Generationenkonflikt verschärft sich durch die Digitalisierung. Während die junge Generation darauf brennt, ihre Ideen schnell umzusetzen, ist die ältere Generation zögerlich. Doch beide Eigenschaften – Veränderungswille und Risikobewusstsein – ergänzen sich eigentlich hervorragend.“

Peter Bartels, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Familienunternehmen und Mittelstand

Contact us

Dr. Peter Bartels
Mitglied der Geschäftsführung für Familienunternehmen, Industrien und Digitalisierung, PwC Germany
Tel.: +49 211 981-2176
E-Mail

Dr. Dominik von Au
Geschäftsführer der INTES Akademie für Familienunternehmen und PwC Partner, PwC Germany
Tel.: +49 228 36780-50
E-Mail