Produktionssicherheit braucht mehr als klassische IT Security
Steigende regulatorische Anforderungen, zunehmende Vernetzung industrieller Systeme und eine wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig können Produktionsstillstände, Lieferverzögerungen oder Sicherheitsvorfälle erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Viele Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen, stehen aber vor zentralen Fragen: Wo beginnen wir? Welche Risiken sind wirklich kritisch? Welche Anforderungen ergeben sich aus NIS-2 oder IEC 62443? Und wie schaffen wir es, OT Security nachhaltig in unserer Organisation zu verankern?
Im Streben nach mehr Effizienz wird OT (Operational Technology) in Unternehmen zunehmend mit der klassischen IT verbunden. Dabei ergeben sich neue Einfallstore für gezielte Cyberangriffe, die die Produktion beeinträchtigen können. Bislang liegt der Fokus der Abwehr überwiegend auf dem Schutz der IT, deren Sicherheitskonzepte oftmals ohne weitere Anpassungen auf die Steuerungssysteme übertragen werden.
Mit der zunehmenden Anzahl von Angriffen auf Safety-kritische Systeme stoßen klassische IT-Security-Maßnahmen jedoch schnell an ihre Grenzen. Wie ernst die Lage ist, zeigt der 29. PwC Global CEO Survey: 34 Prozent der CEOs in Deutschland sehen ihr Unternehmen stark oder extrem durch Cyberangriffe bedroht, und 62 Prozent wollen ihre Cybersicherheit in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. Gerade in der produzierenden Industrie, wo IT und OT zunehmend verschmelzen, ist OT Security damit kein Randthema mehr, sondern eines der zentralen Handlungsfelder der kommenden Jahre.