Wärmemarkt

Deutschland braucht auch Wärmewende

Im Fokus der Energiewende in Deutschland stand jahrelang der Strommarkt. Wenn unser Land den nationalen und internationalen Klimazielen gerecht werden soll, ist auch eine zielführende Wärmeversorgung nötig. Hierbei sind unter anderem die Wärmeversorgungsunternehmen gefordert – „on top“ zu ihrem Alltagsgeschäft.  

Schon ohne „Wärmewende“ müssen sie neue Herausforderungen meistern, um ihr Geschäft wirtschaftlich zu betreiben. Ursächlich dafür sind auch regulatorische und technologische Veränderungen. So müssen sie zunehmend CO2-arme, erneuerbare Wärmequellen nutzen, Rohstoffpreise besser vorhersehen, eigene Preissysteme häufiger anpassen, Kundenverhalten antizipieren und digitale Technologien implementieren. 

PwC unterstützt Wärmeversorger dabei, die richtigen Strategien für emissionsarme, kosteneffiziente und nachhaltige Geschäftsmodelle zu finden und umzusetzen. Lesen Sie weiter, um uns näher kennenzulernen. Und rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie. 

Ihr Ansprechpartner für das Kompetenzfeld „Wärmemarkt” 
Rolf Miljes
Tel.: +49 211 981-4499 

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Kompetent und erfahren: Auch bei Wärme behält PwC einen kühlen Kopf

Um profitabel und nachhaltig zu wirtschaften, nutzen Wärmeversorger seit mehr als 20 Jahren das bewährte PwC-Knowhow über den gesamten Prozess hinweg – von der Strategieentwicklung bis zur Umsetzung von Geschäftsmodellen. Häufig geht es darum, Kunden bei Investitionsentscheidungen zu unterstützen oder Strategien für ihren Erzeugungspark zu finden. Oder sie wünschen Machbarkeitsstudien als Entscheidungshilfe. Auch solche erstellen die Wärmemarkt-Spezialisten in höchster Qualität. Dasselbe gilt bei Sachverständigengutachten für KWK-Anlagen, Wärmenetze und Wärmespeicher – oder für Testate, die Sie als PwC-Kunde für staatliche Förderungen benötigen. Und wir helfen Ihnen, wenn Sie ein Nah- oder Fernwärmenetz (aus)bauen, modernisieren oder erwerben möchten.

Ein weiteres Feld ist die Neukundengewinnung. Dieser Prozess beginnt oft mit Absatzpotenzialanalysen und Wärmenetzplanungen. Wir begleiten Sie auch, wenn Sie beispielsweise Abwärme veräußern oder Abwärme bzw. Erneuerbare in Ihren Wärmemix einbinden möchten. Natürlich behält PwC auch Ihre Kosten im Blick. So prüfen wir bei Bedarf Organisationsstrukturen und Prozesse, gestalten Liefer- oder Bezugsverträge mit oder empfehlen Ihnen Fördermöglichkeiten. Mit Blick auf den Wettbewerb erarbeiten wir unter anderem Peergroup-Vergleiche für Wärmepreise, Sachzeitwert- oder Ertragswertgutachten für Erzeugungs- oder Verteil-Assets und Handlungsempfehlungen mit Blick auf die Kartellvorschriften.  

Bei Technologie und Kosteneffizienz haben viele Versorger starken Nachholbedarf

Wie sieht Ihre Wärmestrategie aus? Was sind langfristige nachhaltige Handlungsfelder für Ihr Unternehmen? Was sind Ihre Wachstumsfelder? Wo möchten Sie Ihr Unternehmen konkret in 5 bis 10 Jahren sehen? Was können Sie auf diesem Weg selbst umsetzen, wo benötigen Sie Experten-Knowhow und zusätzliche Ressourcen?


Beispielhafter Steckbrief eines Wärmeversorgungsunternehmen

Beispielhafter Steckbrief eines Wärmeversorgungsunternehmen

Die Energiewende braucht eine dekarbonisierte Wärmeversorgung

In Deutschland entfallen rund 90 Prozent der Endenergie für Haushalte auf deren Wärmeverbrauch. Die Industrie kommt auf mehr als 70 Prozent. Und in den Wirtschaftssektoren Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sind es rund 60 Prozent.  


Anteil der Wärmeanwendungen des Endenergieverbrauchs

Anteil der Wärmeanwendungen des Endenergieverbrauchs

Problem: Heizwärme und industrielle Prozesswärme basieren bislang vor allem auf fossilen Brennstoffen. Doch die CO2-Belastung durch diese konventionellen Energieträger ist hoch. Allein dies offenbart das enorme Klimaschutzpotenzial der Wärmewirtschaft. Dekarbonisierung ist hier das Schlagwort.

Und das bedeutet: Künftig sollen Wärmeversorger vermehrt Biomasse, Geothermie, Solarthermie und bislang ungenutzte Abwärme in die Fernwärmenetze einspeisen. Dadurch werden konventionelle Energieträger auf Kohle- oder Erdgasbasis ersetzt und tragen zur Dekarbonisierung der Energiewirtschaft bei. 

PwC unterstützt Sie dabei ganzheitlich. Beispielsweise 

  • analysieren wir energiewirtschaftliche Kennzahlen im Hinblick auf Ihre Prozesseffizienz und CO2-Emissionen
  • identifizieren wir Effizienzlücken in den Bereichen Wärmeerzeugung, -netz und -vertrieb für Sie.
  • entwickeln wir eine Wärme(wende)strategie mit erneuerbaren Energieträgern, bislang ungenutzter Abwärme, effizienten Netz- und Speichertechnologien und flexiblen Einspeisemechanismen für Sie – und setzen diese gemeinsam mit Ihnen um.

Die Wärmeversorgung der Zukunft ist effizienter und umweltentlastend

Die für die Energiewende in Deutschland immens wichtige Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist ein komplexer Prozess. PwC gestaltet ihn mit einem umfassenden Beratungsansatz mit. Sehen Sie in der Grafik, welche Bestandteile auf dem Weg zu einer umweltverträglicheren Wärmeversorgung wichtig sind.

1. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

  • Effiziente Nutzung fossiler Brennstoffe (z.B. Erdgas in BHKWs als Übergangstechnologie)

2. Biomasse als Brennstoff von KWK

  • Idealerweise unter Nutzung KWK
  • Auch geeignet für Spitzenlastkessel

3. Erschließung Geothermie

  • Nutzung der Potenziale in Deutschland

4. Begleitende Maßnahmen (Netz und Speicher)

  • (teilweise) Netztemperaturabsenkung zur Verlustreduktion
  • Speicherintegration

5. Anbindung von Abwärmequellen

  • Nutzung neuer Verlgeverfahren zur Erschließlung neuer Abwärmequellen
  • Sektorkopplung mittels Großwärmepumpen

6. Einbindung von Solarthermie

  • Zweckorientierter Einsatz von Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren

„Wärmeversorger müssen die 'Wärmewende' mit vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien, Abwärme, Flexibilisierung und Sektorkopplung vorantreiben. Wer diese Chance nutzt, erarbeitet sich heute die Wettbewerbsvorteile von morgen.“

Rolf Miljes, Wärmeversorgung-Experte bei PwC

Neues Förderprogramm für innovative Wärmenetzsysteme „Wärmenetze 4.0“

Am 30. Juni 2017 wurde die Förderbekanntmachung zu dem „Modellvorhaben Wärmenetzsysteme 4.0“ (Wärmenetze 4.0) veröffentlicht. Hiernach können Förderberechtigteinnovative Gesamtsysteme, die mit Netzvorlauftemperaturen zwischen 20 und 95 °C betrieben werden, eine als Zuschuss gewährte Förderung für eine Machbarkeitsstudie mit bis zu 60 Prozent und/oder eine Investitionsförderung für die technische Umsetzung mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten in Anspruch nehmen. Die Förderbekanntmachung basiert u. a. auf einer vorbereitenden Kurzstudie im Auftrag des BMWi, an der sich auch PwC beteiligt hat. Das Förderprogramm ist befristet auf den Zeitraum 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2020.

Im Unterschied zu bisherigen Förderprogrammen in der Fernwärmeversorgung, die einen Mindesteinsatz von KWK-Wärme erforderten, knüpft dieses Programm an den Einsatz von Erneuerbaren Energien und Abwärme sowie innovativer und effizienter Konzepte der Wärmebereitstellung (Speicher, Netz und Hausstationen) an. Wegen der relativ kurzen Laufzeit empfiehlt sich eine kurzfristige Prüfung und Evaluierung möglicher individueller Projekte mit einem fachlich versierten Partner.

Förderberechtigte

Antragsberechtigt sind unter anderem Unternehmen, kommunale Betriebe, kommunale Zweckverbände Genossenschaften und Vereine, soweit sie eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, sowie Konsortien aus den vorgenannten Personen oder Körperschaften. Ebenfalls antragsberechtigt sind Contractoren, die mit den vorgenannten Personen oder Körperschaften ein Vorhaben im Rahmen eines Contracting-Vertrags durchführen.

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Förderumfang

Die Förderung erfolgt als Projektförderung in Form der Anteilsfinanzierung und wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Förderung umfasst zwei unterschiedliche Module:

Modul 1

Die Erstellung von Machbarkeitsstudien zur Prüfung sowie Vorplanung der technischen Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Baus neuer Wärmenetzsysteme 4.0 oder der Transformation bestehender Netze zu einem Wärmenetzsystem 4.0, mit einer Förderquote von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Der maximale Förderbetrag für Machbarkeitsstudien beträgt 600.000 Euro.

Modul 2

Die Förderung der Realisierung von Wärmenetzsystemen 4.0 durch Neubau oder Transformation setzt sich aus einer Grundförderung, einer Nachhaltigkeitsprämie und einer Kosteneffizienzprämie zusammen. Die Grundförderung beträgt bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten oder auch bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten, soweit ein „kleines oder mittleres Unternehmen“ (KMU) Antragsteller oder Teil eines antragstellenden Konsortiums ist. Zusätzlich kann eine Nachhaltigkeitsprämie für hohe Anteile erneuerbarer Energien und Abwärme die Förderquote um bis zu 10 Prozent erhöhen. Weiterhin steigert eine Kosteneffizienzprämie für besonders niedrige Wärmelieferungspreise die Förderquote um bis zu weitere 10 Prozent. Außerdem können Einzelkomponenten, die der industriellen Forschung entstammen, separat gefördert werden. Hierbei beträgt die Förderquote 65 Prozent oder abweichend bei der Beteiligung von KMUs 75 Prozent. Die Förderung beträgt maximal 15 Mio. Euro je Vorhaben.

Das BMWi strebt im Zeitraum bis 2020 an, das für zwölf Modellvorhaben die wirtschaftliche und

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Antragstellung

Die Antragstellung ist bei einer im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ansässigen Bewilligungsstelle durchzuführen. Im Rahmen der Auszahlungen der Förderung sind die Projektkosten nachzuweisen z.B. in Form einer durch einen Wirtschaftsprüfer testierten Kostenrechnung. Das geförderte Wärmenetzsystem muss mindestens zehn Jahre betrieben werden und die Einhaltung der Mindestvoraussetzungen eines Wärmenetzsystems 4.0 ist jährlich vom Betreiber zu bestätigen.

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Sie haben Ziele? Mit PwC erreichen Sie sie.

  1. Sie brauchen fundierte Entscheidungshilfen für Investitionen?
  2. Sie suchen Fördermöglichkeiten für Ihr Projekt?
  3. Sie suchen Kostensparpotenziale ohne Qualitätsverlust?
  4. Sie wünschen Benchmark-Vergleiche mit Wettbewerbern?
  5. Sie müssen Ihre Preissysteme anpassen?

Informieren Sie sich bei unseren Experten, wie sie Ihnen nützen können.

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Rolf Miljes

Senior Manager, Advisory, PwC Germany

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