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Baufinanzierungen wachsen 2021 kräftig weiter

PwC-Studie Q3 2021: Genossenschaftsbanken und Sparkassen bauen Marktanteile aus – Sachsen bleibt Spitzenreiter

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Tomas Rederer

Tomas Rederer
Partner und Head of Financial Services Operations Consulting bei PwC Deutschland
Tel.: +49 69 9585-5166
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Januar bis Oktober 2021: Neugeschäft legt deutlich zu, Netto-Kreditmargen schwächen sich ab

Niedrige Bauzinsen, steigende Immobilienpreise und der durch die Corona-Pandemie bedingte Trend zum Homeoffice lassen Bau- und Immobilienfinanzierungen in Deutschland in den ersten zehn Monaten 2021 weiter kräftig wachsen. Das Neugeschäft der Banken und Sparkassen klettert von Januar bis Oktober auf 235 Milliarden Euro und bleibt damit für das Gesamtjahr auf Rekordkurs.

Infolge des steigenden Wettbewerbs um risikoarme Finanzierungen schwächen sich die Kreditmargen ab. Die Netto-Marge nach Refinanzierungskosten sinkt im Durchschnitt auf 1,05 Prozent p.a. (2020: 1,13 Prozent/2019: 1,12 Prozent). Während die Genossenschaftsbanken und Bausparkassen ihre Marktanteile im Baukreditgeschäft weiter ausbauen, geht der Marktanteil der Sparkassen zurück. Der Anteil der Privatbanken bleibt unverändert.

Im regionalen Vergleich erzielt Sachsen mit 10,7 Prozent das höchste Wachstum aller Bundesländer. Bremen verzeichnet mit 2,8 Prozent das niedrigste Wachstum im Kreditbestand.

Die Studie im Überblick

Rekordwachstum bei Kreditbestand 

Der Bestand an Baukrediten bei deutschen Banken und Sparkassen erhöhte sich in den ersten zehn Monaten 2021 auf 1,47 Billionen Euro (Gesamtjahr 2020: 1,39 Billionen Euro). Damit bleiben Baufinanzierungen für die deutschen Banken und Sparkassen die größte und am schnellsten wachsende Kreditkategorie. 

Im August beschleunigte sich das Wachstum des Kreditbestands auf 7,7 Prozent p.a. und erreichte den höchsten Wert seit 2004. Zwar schwächte sich das Wachstum im Oktober auf 7,3 Prozent p.a. ab, dennoch wurden 2021 in acht von zehn Monaten die höchsten monatlichen Zuwachsraten seit Beginn der Datenaufzeichnung erzielt. 

„Trotz leicht rückläufiger Daten im September und Oktober ist es noch verfrüht, eine Trendwende auszurufen, auch wenn erste Wachstumsrisiken erkennbar sind. Niedrige Zinsen, eine hohe Sparquote und steigende Inflationsraten dürften sich weiter günstig auf den Wachstumstrend bei Baufinanzierungen in Deutschland auswirken.“

Kreditmargen leicht rückläufig

Infolge des steigenden Wettbewerbs um risikoarme Baufinanzierungen schwächen sich die Kreditmargen der Branche 2021 um 0,08 Prozentpunkte auf 1,05 Prozent p.a. (2020: 1,13 Prozent) ab.

„Banken sollten den Ausbau ihrer digitalen Kanäle und Datenanalysen vorantreiben, um ihre Kunden in allen Phasen des Immobilienerwerbs begleiten und weiter von dem kräftigen Wachstum der Bau- und Immobilienfinanzierungen profitieren zu können.“

Tomas Rederer, Partner und Head of Financial Services Operations Consulting bei PwC Deutschland

Die Kreditmargen im Baufinanzierungsgeschäft errechnen sich aus der Differenz zwischen Zinssatz und Refinanzierungskosten einer Bank oder Sparkasse, gewichtet mit der volumen- und zeitabhängigen Verschuldung und hängen von der durchschnittlichen Ausleihdauer des Darlehens ab.

Hypothekenbanken als Gewinner

Hypothekenbanken erzielen im dritten Quartal 2021 mit einem Plus von 11,2 Prozent die höchste jährliche Wachstumsrate der Branche bei Baufinanzierungen, gefolgt von den Genossenschaftsbanken (7,9 Prozent).

Von 2016 bis 2021 gewinnen die Genossenschaftsbanken (plus 1,3 Prozentpunkte auf 25,2 Prozent) und die Bausparkassen (plus 0,6 Prozentpunkte auf 12,6 Prozent) Marktanteile im Baukreditgeschäft hinzu. Der Marktanteil der Sparkassen verringert sich von 2016 bis 2021 um 0,4 Prozentpunkte auf 30,9 Prozent, während der Anteil der Privatbanken mit 26,5 Prozent nahezu unverändert bleibt.

Die regional deutlich ausgeprägten Wachstumsunterschiede im deutschen Baufinanzierungsmarkt verfestigen sich 2021: Spitzenreiter unter den Bundesländern bleibt Sachsen mit einem Wachstum von 10,7 Prozent p.a. (Q2: 10,4 Prozent). Bremen verzeichnet mit 2,8 Prozent p.a. weiterhin das niedrigste Wachstum, legt aber verglichen mit dem Vorquartal (Q2: 1,4 Prozent) zu. 

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Partner, FS Digital Operations, PwC Germany

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