Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie

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Dr. Sebastian Jursch
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Zwischen gesetzlichen Vorgaben und den Erwartungen der Verbraucher

Aktuelle Trends wie emissionsfreie Fahrzeuge oder die CO2-neutrale Produktion belegen die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Automobilbranche. Treiber dieser Entwicklung ist nicht nur die Einführung strengerer Emissionsregeln oder gar Quoten, sondern auch das wachsende Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit in der Gesellschaft sowie das steigende Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Fahrzeugen. Dazu kommt: Das Auto als Statussymbol hat für viele Menschen ausgedient. Teilen statt Besitzen ist nicht nur aus ökologischer Sicht für viele Verbraucher eine sinnvolle Option.

Automobilhersteller und Zulieferer müssen folglich die Nachhaltigkeit ihrer Produkte und Wertschöpfungsketten neu bewerten. Die größte Herausforderung, vor der sie dabei stehen: Die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, dabei aber gleichzeitig eine kosteneffiziente Produktion sicherzustellen und die Anforderungen der Konsumenten zu erfüllen.

Damit dieser Spagat gelingt, muss die Branche nachhaltige Lösungen entwickeln, die sowohl das Produkt als auch die Wertschöpfungskette transformieren.

So gelingt die nachhaltige Transformation

Die Automobilbranche befindet sich in einer radikalen Umbruchphase. Treiber dieser Transformation sind vier wesentliche Trends: Elektromobilität, Shared Mobility Services, Autonomes Fahren und Connected Vehicles. Die wachsende Nachfrage nach Elektro-Autos und innovativen Mobilitätskonzepten zeigt, wie wichtig Nachhaltigkeit mittlerweile ist. Gleichzeitig steigt die Aufmerksamkeit von Investoren und Finanzierungsgebern: Sie wollen Klimarisiken bei Automobilherstellern und -zulieferern verstehen und Reputationsschäden in Verbindung mit nicht-klimafreundlichen Unternehmen vermeiden.

Beschleunigt wird diese Entwicklung sowohl durch Vorgaben seitens der Politik als auch durch sich verändernde Verbraucherpräferenzen. Einige Hersteller und Zulieferer haben diese Trends bereits umgesetzt – zumindest zu einem gewissen Grad. Sie erhöhen beispielsweise ihre Flotte an Elektrofahrzeugen und bieten flexible Mobilitätskonzepte. Das Potenzial ist aber noch längst nicht ausgeschöpft: Die Transformation der Automobilbranche zu einer tatsächlich nachhaltigen Industrie ist noch ein weiter Weg.

Drei Themen stehen bei dieser Transformation im Fokus:

1. Klimawandel und CO2-Emissionen
Der Klimawandel und die Auswirkungen sind längst Teil einer breiten gesellschaftlichen Debatte. In Folge dessen hat der Gesetzgeber die Vorgaben zum CO2-Ausstoß in den vergangenen Jahren deutlich verschärft. Automobilhersteller müssen ihre CO2-Emissionen sowohl in der Fahrzeugproduktion als auch für die Fahrzeugflotte reduzieren. In diesem Zusammenhang spielt der Einsatz alternativer Antriebsstränge wie beispielsweise Brennstoffzellen eine wichtige Rolle.

2. Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette
Da natürliche Ressourcen immer knapper werden, gewinnen nachhaltige Wertschöpfungsketten für die Automobilindustrie an Bedeutung. Sie basieren auf dem Grundsatz der Wiederverwendung und dem Recycling von Ressourcen. Besonders wichtig ist es dabei, Transparenz entlang der Lieferkette zu schaffen. Nur so lässt sich die Herkunft von Teilen zurückverfolgen und die Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen. Vor diesem Hintergrund ziehen Automobilhersteller und Zulieferer die Umsetzung von innovativen Konzepten wie Kreislaufwirtschaft, Batterie-Recycling, biologisch abbaubare Komponenten und nachhaltige Prozesse in Forschung, Entwicklung und Produktion in Erwägung.

3. Digital Responsibility
Mit der zunehmenden Verbreitung von autonomen und vernetzten Fahrzeugen rücken Themen wie digitale Wertschöpfung, Datenschutz und Datensicherheit in den Fokus. Einerseits müssen Automobilhersteller und Zulieferer digitale Funktionalitäten und Technologien definieren, die für die Umsetzung von nachhaltigen Lösungen notwendig sind. Gleichzeitig braucht es strenge Richtlinien, um Verstöße gegen datenbezogene Vorschriften zu verhindern.

Ihr Anliegen

Auf der Suche nach Lösungen, die umsetzbar, kostengünstig und nachhaltig sind

Um Nachhaltigkeit in ihr Geschäftsmodell zu integrieren, sind Automobilhersteller und Zulieferer auf der Suche nach Lösungen, die zugleich umsetzbar, kostengünstig und nachhaltig sind. Dafür müssen sie sich unter anderem mit folgenden Fragen auseinandersetzen:

Klimawandel und CO2-Emissionen

  • Welche Antriebsstranglösungen sind für mein Unternehmen am besten geeignet, um den CO2-Ausstoß zu senken – etwa elektrische Batterien oder Brennstoffzellen?
  • Welche Kompetenzen benötigen wir, um diese Lösungen umzusetzen?
  • Wie können wir unseren CO2-Fußabdruck messen und sicherstellen, dass wir die gesetzlichen Vorschriften einhalten?

Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette

  • Welche Prozesse sollten wir bei der Transformation Richtung Nachhaltigkeit priorisieren?
  • Wie können wir nachhaltige Konzepte wie Circular Economy und Batterie-Recycling umsetzen?
  • Wie können wir Transparenz entlang der Lieferkette schaffen?

Digital Responsibility

  • Welche digitalen Funktionen und Technologien sind notwendig, um Nachhaltigkeitslösungen in der Automobilindustrie zu unterstützen?
  • Wie tragen digitale Funktionen und Technologien zu den Nachhaltigkeitszielen unseres Unternehmens bei?
  • Wie können wir Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten?

Unsere Leistungen

Entwicklung von Strategien und Lösungen zum Thema Nachhaltigkeit

Unser Team von PwC und Strategy& vereint Fachexperten für die Automobilindustrie und branchenübergreifende Nachhaltigkeitsexperten. Wir bietet Ihnen ein differenziertes Dienstleistungsangebot zum Thema Nachhaltigkeit – von der Strategie bis zur Umsetzung.

Unsere Expertise umfasst dabei insbesondere die folgenden Themenfelder im Bereich Nachhaltigkeit:

  • Nachhaltigkeitsstrategie: Definition einer Nachhaltigkeitsstrategie und Positionierung des Unternehmens in Bezug auf Nachhaltigkeit.
  • Nachhaltiges Geschäftsmodell: Integration von Nachhaltigkeit in Organisation, Prozesse, Kennzahlen- und Anreizsysteme.
  • Nachhaltige Prozesstransformation: Transformation von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette zu mehr Nachhaltigkeit, zum Beispiele nachhaltige Forschung & Entwicklung und Produktion.
  • E-Mobilitätskonzepte: Umsetzung von E-Mobilitätskonzepten, die von Strategie und Reorganisation über Forschung & Entwicklung und Produktion bis hin zu Marketing und Vertrieb reichen.
  • Umsetzung von Kreislaufwirtschaft: Aufbau von Circular-Economy-Konzepten bei Automobilherstellern und Zulieferern mit Schwerpunkt auf Batterie-Recycling
  • Impact Measurement: Schaffung von Transparenz zu den Umweltauswirkungen von Geschäftsaktivitäten entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette 
  • Nachhaltigkeitsberichterstattung: Unterstützung bei der nicht-finanziellen Berichterstattung, beispielsweise bei der Entwicklung nicht-finanzieller Kennzahlen für das interne und externe Reporting.

Unser Versprechen

Unsere Experten von PwC und Strategy& setzen sich mit ihrer Expertise und ihrem Know-how voll dafür ein, dass Automobilherstellern die Transformation zu nachhaltigen Unternehmen gelingt.

Als Teil des globalen PwC-Netzwerks profitieren wir von einem großen Netzwerk von Fachexperten auf der ganzen Welt.

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Mit einem pragmatischen Ansatz helfen unsere Experten von PwC und Strategy& Unternehmen dabei, profitable, praktische und greifbare Initiativen für kohlenstoffarmes und nachhaltiges Wirtschaften zu entwickeln. In den letzten drei Jahren haben wir unsere Kunden in mehr als 200 nachhaltigen Projekten dabei unterstützt, auf der ganzen Welt Wert zu schaffen und gleichzeitig zu einer besseren Umwelt beizutragen. Erfahren Sie hier, mit welchen Lösungen wir auch Sie unterstützen.

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