E-Auto-Absätze erreichen weltweit neue Rekorde, Deutschland erlebt historischen Wendepunkt: Deutsche kaufen erstmals mehr E-Autos als reine Verbrenner

  • Pressemitteilung
  • 29 Okt 2026
  • Weltweit wurden im dritten Quartal 2026 mit 4,3 Millionen Einheiten so viele batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) zugelassen wie nie zuvor. 
  • In Deutschland überschritt der Marktanteil der BEVs mit 32 Prozent erstmals die Marke von 30 Prozent und lag zum ersten Mal über dem Anteil von reinen Verbrennern (29 Prozent). 
  • In den fünf größten europäischen Automärkten stiegen die BEV-Absätze um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr und überschritten erstmalig die Marke von 600.000 Fahrzeugen in einem Quartal. 
  • China erreichte mit einem BEV-Anteil von 49 Prozent sowie einem NEV-Anteil (BEV und PHEV) von knapp 66 Prozent neue Höchstwerte und baut seinen Vorsprung bei der Elektrifizierung weiter aus. 
  • Hohe Kraftstoffkosten, ein erweitertes Produktangebot und Förderung in ausgewählten Märkten erhöhen die wirtschaftliche Attraktivität von Elektrofahrzeugen gegenüber Verbrennern. 
  • Analyst Insights: Die Betriebskosten für ein BEV sind mittlerweile günstiger als die für einen Diesel. Sinkende Strompreise liefern einen zusätzlichen Anreiz, sich für einen BEV zu entscheiden.

Frankfurt, 29. Oktober 2026

Der Wandel zur Elektromobilität hat sich im dritten Quartal 2026 weltweit erneut beschleunigt. Das zeigt der aktuelle „Electric Vehicle Sales Review“ (EVSR) von PwC Autofacts, der die Entwicklung der Neuzulassungen in 43 internationalen Märkten untersucht. Mit 4,3 Millionen batterieelektrischen Fahrzeugen wurden im dritten Quartal weltweit so viele BEV wie nie zugelassen. Besonders dynamisch entwickelten sich die fünf größten europäischen Automärkte Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Dort legten die BEV-Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 66 Prozent zu und überschritten erstmals die Marke von 600.000 Fahrzeugen. Mit 27 Prozent erreichten batterieelektrische Fahrzeuge auch beim Marktanteil einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig brachen die Verkäufe von Fahrzeugen mit reinem Verbrennungsmotor um 27 Prozent ein und fielen erstmals auf unter 25% Marktanteil. Damit sind in den fünf europäischen Kernmärkten inzwischen mehr als drei von vier neu zugelassenen Fahrzeugen elektrisch.

Deutschland überschreitet historische Schwelle

Nach mehreren Quartalen mit starkem Wachstum erreichten die BEV-Verkäufe in Deutschland mit rund 236.000 Einheiten einen neuen Höchststand. Das dritte Quartal markiert zugleich einen historischen Wendepunkt: Erstmals lag der Marktanteil batterieelektrischer Fahrzeuge mit 32 Prozent über dem Anteil klassischer Verbrenner (29 Prozent). Gleichzeitig verzeichneten alle elektrifizierten Antriebsarten Wachstum, während Verbrenner weiter Marktanteile verloren. 

China definiert das Tempo des Technologiewechsels

Noch weiter fortgeschritten ist die Entwicklung in China. Dort erreichte der BEV-Anteil im dritten Quartal 2026 mit 49 Prozent einen neuen Höchstwert. Mit 2,5 Millionen neu registrierten Fahrzeugen erreichte China zudem das höchste jemals gemessene BEV-Absatzvolumen in einem dritten Quartal. Der Marktanteil elektrifizierter Fahrzeuge (NEV) lag in jedem Monat des Quartals über 65 Prozent und erreichte im September mit knapp 66 Prozent einen neuen Spitzenwert. 

Während Elektrofahrzeuge in China vor wenigen Jahren noch ein Nischenprodukt waren, erinnert der rasche Zuwachs von Marktanteilen an klassische Technologiewechsel in anderen Industrien. 

„Die aktuellen Daten belegen einen Marktdurchbruch des Elektroautos – die Einführungsphase ist abgeschlossen. Die Geschwindigkeit der Technologieablösung wird zudem zunehmen; das geschieht oft schneller, als es während des Übergangs wahrgenommen wird. Schauen wir auf das Beispiel von Schallplatte, CD und Streamingdienst, so hat sich die jeweils überlegene Technologie innerhalb weniger Jahre durchgesetzt, und zwar in immer kürzeren Übergangsphasen. In Europa wirken die stark gestiegenen Spritpreise wie ein Katalysator und in rund zwei Jahren könnte bereits jeder zweite verkaufte Neuwagen einen E-Antrieb haben.“

Harald Wimmer,Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland

USA entwickeln sich entgegen dem globalen Trend

Im Gegensatz zu Europa und China koppelt sich die Entwicklung in den USA immer stärker vom Rest der Welt ab. Nach dem Auslaufen der staatlichen Fördermaßnahmen im dritten Quartal 2025 ging der BEV-Marktanteil im dritten Quartal auf sechs Prozent zurück. Gleichzeitig wuchsen die Hybridabsätze um 26 Prozent auf 649.000 Fahrzeuge. Das Rekordniveau von zehn Prozent BEV-Marktanteil aus dem dritten Quartal 2025 bleibt damit vorerst außer Reichweite.

Energiekosten sprechen weiterhin für Elektrofahrzeuge

Die aktuellen Analyst Insights des EVSR zeigen zudem, dass batterieelektrische Fahrzeuge in Deutschland, den USA und in China bei den Energiekosten weiterhin klare wirtschaftliche Vorteile gegenüber Benzin- und Dieselfahrzeugen bieten. Besonders stark fällt dieser Vorteil für Nutzerinnen und Nutzer aus, die zu Hause oder am Arbeitsplatz laden können. In Deutschland lassen sich mit einem Energiebudget von 100 Euro mit einem BEV und hohem Heimladeanteil mehr als doppelt so viele Kilometer zurücklegen wie mit einem vergleichbaren Benzinfahrzeug.

„Der wirtschaftliche Business Case für Elektrofahrzeuge wird für den Verbraucher zunehmend stärker. Unsere Analyse zeigt, dass Nutzer:innen von Elektrofahrzeugen in allen untersuchten Märkten bereits heute deutlich kostengünstiger fahren als mit einem Benziner oder Diesel. Gleichzeitig gilt: Niedrigere Betriebskosten allein verkaufen noch kein Auto. Entscheidend bleibt die Kombination aus attraktivem Produktangebot, Ladezugang und Preis. Die aktuellen Marktdaten zeigen jedoch klar, dass sich die ökonomischen Rahmenbedingungen für Elektromobilität weiter verbessern und die Wettbewerbsposition von Elektrofahrzeugen zusätzlich stärken.“

Steven van Arsdale,Global Lead Analyst bei PwC Autofacts

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Electric Vehicle Sales Review

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Pressekontakt

Martin Krause
Martin Krause

PwC Communications, PwC Germany

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