Ausgabe Gesamtjahr 2025
M&A-Aktivitäten in der globalen Transport- und Logistikbranche steigen leicht
Die Deal-Aktivitäten im globalen Transport- und Logistiksektor sind im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen: Zwischen Januar und Dezember 2025 wurden 207 Transaktionen mit einem Wert von mindestens 50 Millionen US-Dollar angekündigt – ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr, als 199 Fusionen und Übernahmen verkündet wurden. Erstmals seit 2022 wurde somit die Schwelle von 200 Deals pro Jahr wieder überschritten.
Der Gesamtwert der Transaktionen stieg dagegen deutlich auf 170,8 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 96,3 Milliarden US-Dollar). Der Hauptgrund: die geplante Fusion von Norfolk Southern und Union Pacific im nordamerikanischen Eisenbahnmarkt, die mit 70 Milliarden US-Dollar über 40 Prozent zum gesamten Deal-Volumen beisteuerte. Dabei handelt es sich um den größten von insgesamt 21 Mega-Deals mit einem Wert ab einer Milliarde US-Dollar.
Digitalisierung treibt Joint Ventures und strategische Allianzen
Die Anzahl von Joint Ventures und strategischen Allianzen hat sich 2025 im VergleichVergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt: Sie stieg von 104 auf 193 Aktivitäten, vor allem aufgrund von Digitalisierungsinitiativen im Bereich Logistik und Supply Chain Management. Logistikunternehmen setzen auf gezielte Akquisitionen, Minderheitsbeteiligungen und strategische Partnerschaften, um sich Zugang zu neuen Technologien und Kompetenzen wie KI und Cloud-basierten Fähigkeiten zu verschaffen.
Verhaltene Prognose für das M&A-Jahr 2026
Anhaltende geopolitische Spannungen und eine schwache Weltwirtschaft werden weiterhin für Unsicherheit sorgen und das globale Handelsumfeld sowie die Transaktionsaktivitäten dämpfen. Chancen bieten sich in den Bereichen Infrastruktur und Digitalisierung: Investitionen in die Transportinfrastruktur stehen bei Finanzinvestoren weiter hoch im Kurs. Die Digitalisierung wird zudem technologischen Allianzen und kleinere, fokussierte Transaktionen im Jahresverlauf vorantreiben.
„Für die Unternehmen der Branche wird es im Jahr 2026 vor allem darauf ankommen, widerstandsfähige Netzwerke aufzubauen, eine diversifizierte Beschaffung zu sichern und ihre Leistungsfähigkeit durch gezielten Einsatz von Technologie zu stärken.“