Die Key Takeaways eines Interviews mit Carsten Meywirth. Unsere Expertinnen und Experten des PwC Global Security & Defence Netzwerk haben Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im Bundeskriminalamt (BKA), zu den aktuellen Herausforderungen, Best Practices und effektiven Lösungsansätzen der Abteilung Cybercrime befragt.
Carsten Meywirth ist Leiter der Abteilung Cybercrime im BKA. Nach seiner Ausbildung bei der Schutzpolizei des Landes Niedersachsen trat er im Jahr 1987 in das BKA ein. Im Oktober 2019 wurde er mit der Leitung der Projektgruppe zur Gründung der Abteilung Cybercrime betraut, die zum 1. April 2020 offiziell im BKA eingerichtet wurde. Zudem führte er die Gruppe Cybercrime innerhalb der Abteilung Organisierte und Schwere Kriminalität und war ab 2016 verantwortlich für die Gruppe Zentrale Logistikaufgaben in der Abteilung Zentrale Verwaltung.
„Es gibt verschiedene Gruppierungen, die dafür bekannt sind, online ihre Angriffsziele in Deutschland anzukündigen und diese dann auch durchzuführen. Kritische Infrastrukturen sind dort natürlich an vorderster Stelle dabei, um größtmögliche Wirkung zu erzielen.“
„Ab diesem Zeitpunkt treffen sich die Ermittler aus den Ländern in den Field Offices oder bei Europol. Die Ermittler kommen zusammen, jeder legt seine Erkenntnisse auf den Tisch und dann wird das Puzzle zusammengefügt.“
„Deswegen haben wir den Infrastrukturansatz entwickelt: Wir versuchen, [kriminelle] Infrastrukturen aufzuklären und uns den Zugang zu diesen Infrastrukturen zu verschaffen, um diese zu zerstören.“
„Wir speichern Spuren, die Täter im Internet hinterlassen und sind daher in der Lage, diese miteinander zu vergleichen und abzugleichen mit den Spuren, die wir in einem konkreten Ermittlungsverfahren sicherstellen.“
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