Neue Standardlastprofile für Verteilnetzbetreiber

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Marcel Ketteler

Marcel Ketteler
Manager, Sustainability Services bei PwC Deutschland
Tel.: +49 211 9817026
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Kann hiermit Ihre Differenzbilanzierung kosten- und mengenseitig optimiert werden?

Die Energiewirtschaft ist im Wandel – und mit ihr die Anforderungen an die Netzbetreiber. Eine präzise Differenzbilanzierung (DBA) ist essenziell, um Kostenrisiken zu minimieren und die Netzstabilität zu gewährleisten. Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Prosumern bzw. PV-Anlagen und Speichern sind die Herausforderungen stark gestiegen. Mit neuen Standardlastprofilen (SLP), die beispielsweise 2025 vom BDEW veröffentlichten wurden, haben Verteilnetzbetreiber (VNB) die Chance, genau das zu erreichen. Doch welche Auswirkungen haben die neuen Profile auf Ihr Netz?

Neuentwickelte Standardlastprofile sollten auf Basis aktueller Daten entwickelt werden. Sie sollten darauf ausgelegt sein, die viertelstündliche Stromabnahme verschiedener Verbrauchergruppen präziser abzubilden und die Abweichungen zwischen bilanzierten Mengen und tatsächlichem Verbrauch in den Differenzbilanzkreisen zu minimieren. Insbesondere müssen bei den Haushaltskunden PV-Anlagen und Speicher berücksichtigt werden. Netzbetreiber haben die Entscheidung zu treffen, entweder neue Profile, oder weiterhin die klassischen BDEW Profile aus 1999 zu nutzen.

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Hohe Kosten durch große Salden und Volumina

Wir beobachten in der Vergangenheit eine starke Erhöhung des DBA-Volumens. Hohe DBA-Salden und hohe Handelsvolumina können kostenintensiv sein und bedeuten ein erhebliches finanzielles Risiko für Netzbetreiber. Eine tiefergehende Analyse der Auswirkungen einer Profilsubstitution ist daher notwendig. Neue Standardlastprofile können zur Optimierung der Differenzbilanzierung beitragen, indem sie mehr Präzision und Reaktionsfähigkeit auf veränderte Verbrauchsmuster bieten. Die aktualisierten Profile sind so konzipiert, dass sie die viertelstündlichen Stromabnahmen durch unterschiedliche Verbrauchergruppen präziser erfassen, was Diskrepanzen zwischen tatsächlichen Verbrauchsmengen und bilanzierten Mengen reduziert.

Wir unterstützen Netzbetreiber bei der Implementierung und Analyse ihrer neuen Lastprofile, um die individuelle Lastsituation in Ihrem Netzoptimal abzubilden. Finden Sie mit uns Ihre optimalen Standardlastprofile und reduzieren Ihre finanziellen Risiken!

Mit unserem Netzmonitor bieten wir umfassende Auswertungen der DBA sowie relevanter Einflussfaktoren und eine cloudbasierte Architektur mit smarten Dashboards und nachhaltigem Monitoring an. Im Ergebnis sehen Sie die energiewirtschaftliche und monetäre Wirkung angepasster Profile auf die DBA. Durch regelmäßige Updates und intelligente Prüfalgorithmen hilft PwC Netzbetreibern, Fehlerquellen gezielt zu erkennen und zu minimieren.

Unternehmensprozesse mit Einfluss auf die DBA

Verbesserung der Prognose-Prozesse

Durch den immensen Ausbau privater PV-Anlagen mit Speichern und dem Ziel größtmöglicher Autarkie werden die Änderungen in den Verbrauchsprognosen zum Teil mit mehrjähriger Verzögerung erst in den Systemen abgebildet. Um die Effektivität der Prognoseprozesse zu maximieren und die Differenzzeitreihe DBA zu minimieren, sollte der Fokus auf der Verbesserung der Prognosen, durch die schnelle Integration neuer und relevanter Daten liegen. Dadurch können die Abweichungen reduziert und die Genauigkeit erhöht werden.

Strukturelle Analyse der Prozesse

Zu Beginn untersuchen wir die bestehenden (Prognose-)Prozesse und identifizieren Schwachstellen, insbesondere in Bezug auf die Aktualität und Genauigkeit der verwendeten Daten. Die Entwicklung von Methoden zur schnellen Integration neuer Informationen, wie Veränderungen durch PV-Anlagen (inkl. Stecker-Solaranlagen), Speicher, Wallboxen oder Ladeinfrastruktur, in die Prognoseprozesse ist ein zentraler Bestandteil. Dabei sind für die DBA auch die iMSys von entscheidender Bedeutung, da diese zukünftig nicht mehr als SLP, sondern als RLM bilanziert werden und somit keine Wirkung auf die DBA mehr besitzen.

Datenquellen

Als geeignete Quelle für die neuesten Informationen von Photovoltaikanlagen und Speichern sehen wir in erster Linie das Marktstammdatenregister (MaStR). Bei Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur können aus dem (digitalen) Netzanschlussportal die aktuellen Daten zu Anschlüssen und Änderungen genutzt werden. Aus den Metering-Daten lassen sich die verbauten installierten intelligenten Messsysteme (iMSys) ermitteln. Diese Systeme sind als integraler Bestandteil der Prognose zu etablieren.

PwC Netzmonitor

Weitere Services im Bereich Datenanalyse bieten wir im Rahmen des PwC Netzmonitors an: Veröffentlichungspflichten, Top Down, Lastflussberechnung, Plausibilisierung von Lastgangdaten und weitere Dienstleistungen

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