In der kaufmännischen Steuerung werden historisch gewachsene Steuerungsmodelle und Kennzahlensets steigenden Anforderungen oftmals nicht gerecht. Veraltete Steuerungsstrukturen grenzen Verantwortungsbereiche nicht klar voneinander ab und sind oftmals nicht am Markt bzw. Kunden ausgerichtet. Zudem erschwert eine organisch gewachsene Festlegung von Geschäftsbereichen die Steuerung mit Kennzahlen, insbesondere wenn innerhalb eines Bereichs verschiedene Geschäftsmodelle abgebildet werden. Traditionelle Kennzahlensets haben oft lediglich einen Fokus auf Finanzkennzahlen, wobei insbesondere die Einhaltung von budgetierten Kosten im Vordergrund steht. Nicht-monetäre Kennzahlen und Liquidität werden häufig vernachlässigt. Dadurch fallen Entwicklungen erst auf, wenn sie sich in den Ergebnissen widerspiegeln. Des Weiteren sind veraltete Kennzahlensysteme häufig uneinheitlich. Dies führt dazu, dass Energieversorgern die Transparenz fehlt, um frühzeitig die richtigen Steuerungsimpulse zu setzen, Investitionen gezielt zu priorisieren und strategische Ziele konsequent umzusetzen. Historisch gewachsene Strukturen, heterogene IT-Systeme und eine Unternehmenskultur, die Kennzahlen bislang nicht konsequent nutzt, verlangsamen zudem die notwendige Anpassung.
Ein zielführendes Steuerungsmodell schafft hier klare Vorteile: Es erhöht die Transparenz und Reaktionsfähigkeit über alle Geschäftsbereiche und ermöglich das frühzeitige Treffen von daten- und faktenbasierten Entscheidungen. Zusätzlich unterstützt ein modernes Kennzahlensystem die Operationalisierung strategischer Ziele sowie eine effiziente Ressourcenallokation. Somit werden Energieversorger agiler und wettbewerbsfähiger und können den Anforderungen der Energiewende sowie des Marktes erfolgreich begegnen.
Wir unterstützen Energieversorger und Stadtwerke dabei, Steuerungskonzepte und Kennzahlensysteme zu entwickeln, die passgenau auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens und die Besonderheiten der unterschiedlichen Geschäftsfelder branchenspezifisch abgestimmt sind.
Unser Vorgehen startet mit einer komprimierten Analyse bestehender Steuerungsstrukturen, Verantwortlichkeiten und relevanter Kennzahlen. Daraufhin validieren wir das vorhandene Steuerungskonzeptes hinsichtlich seiner Zukunftsfähigkeit. Dabei betrachten wir die Dimensionen, in denen das Unternehmen agiert – wie Wertschöpfungsstufen, Produkte oder Märkte – und wägen verschiedene Möglichkeiten für die Festlegung der Steuerungs-/ Geschäftsbereiche in hierarchischen, matrix-basierten oder kombinierten Strukturen gegeneinander ab. Die Bewertung der Optionen erfolgt schließlich nach bewährten Kriterien, wie Strategiekonformität, Steuerungs- und Markt- und Ressourceneffizienz, Umsetzungsaufwand und Akzeptanz sowie Koordinationsaufwand. Die Steuerungs-/ Geschäftsbereiche werden anschließend als Profit-, Service- oder Cost-Center klassifiziert und die wesentlichen Ziele und Beziehungen zu anderen Unternehmensbereichen werden definiert. Auf Basis der erhobenen Eigenschaften der Geschäftsbereiche ergeben sich Implikationen hinsichtlich der Steuerung der Bereiche, die sich auch in dem Kennzahlensystem manifestieren.
Ein integriertes Kennzahlensystem ergänzt Rentabilitätskennzahlen durch Liquiditätsgrößen und nicht-monetäre Kennzahlen, die auch als Frühwarnindikatoren nutzbar sind. Dazu zählen auch Effizienzkennzahlen für technische oder kaufmännische (Service-) Bereiche. Diese Indikatoren schaffen frühzeitig Steuerungsoptionen, noch bevor sich Effekte im Ergebnis niederschlagen. Zudem macht es die Zielerreichung des Unternehmens sowie einzelner Bereiche messbar und ermöglicht so eine zielgerichtete Incentivierung der Bereichsverantwortlichen.
Das Ergebnis: Ein integriertes Kennzahlensystem macht die operativen Geschäftsbereiche steuerbar und stellt zugleich sicher, dass sie nach der Unternehmensstrategie ausgerichtet sind.
Ein wirksames Steuerungsmodell benötigt eine solide Grundlage: eine einheitliche Datenquelle („single source of truth“), eindeutige Definitionen der Kennzahlen sowie automatisierte und stabile Erhebungsprozesse. Das schafft Vertrauen in die Kennzahlen, stellt ein effizientes Reporting sicher und vermeidet Interpretationskonflikte. Aus diesem Grund berücksichtigen wir die Aspekte der Umsetzbarkeit bereits bei der Konzeption und begleiten die Umsetzung eng, von der Festlegung der Geschäftsbereiche, über die Definition der relevanten Steuerungsgrößen bis hin zur IT-Integration und nachhaltigen Verankerung in den Prozessen. Dadurch wird die Implementierung beschleunigt und gleichzeitig durch die Einbindung der Mitarbeiter Akzeptanz geschaffen. Nach der Konzeption helfen wir Ihnen, ambitionierte, aber realistische Ziele zu definieren. So schaffen wir gemeinsam eine transparente und zukunftssichere Steuerungsstruktur, die die Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg in einem immer herausfordernden Unternehmensumfeld bildet.
PwC unterstützt Sie dabei, ein für Ihre Bedürfnisse konzipiertes und nachhaltiges Steuerungskonzept zu etablieren, das eindeutige Verantwortlichkeiten und Transparenz schafft. So verbinden Sie strategische und operative Ziele effektiv, ermöglichen eine effiziente Ressourcenallokation und sind in der Lage, datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Durch einen pragmatischen, schrittweisen Ansatz und die aktive Einbindung Ihrer Mitarbeiter werden komplexe Herausforderungen der Energiewirtschaft bewältigt, sodass Sie zukünftig agiler und wettbewerbsfähiger den Anforderungen der Energiewende und des Marktes begegnen können.