Europas E-Auto-Markt legt zweistellig zu, Allzeithoch bei Verkäufen von Batterie-Elektrofahrzeugen (BEVs) weltweit in der ersten Jahreshälfte

  • Pressemitteilung
  • 28 Jul 2026
  • Der BEV-Anteil in der europäischen Union erreichte im 2. Quartal 2026 mit 22 Prozent den höchsten Wert aller Zeiten und überschritt erstmals die Marke von 600.000 Fahrzeugen.
  • Im Juni übertraf der BEV-Anteil in Deutschland mit 28,4 Prozent zum ersten Mal seit August 2023 den Hybrid-Anteil (28,1 Prozent).
  • Die Schwankungen des Ölpreises treiben den E-Auto-Absatz – im 2. Quartal wurden weltweit mehr als 3,9 Millionen BEVs verkauft, ein Rekord bei Volumen und Marktanteil (23 Prozent) für ein zweites Quartal.
  • China erzielte im 2. Quartal jeden Monat neue Spitzenwerte beim BEV-Marktanteil; 47 Prozent waren es im Juni 2026.
  • Der Verkauf von BEV-Gebrauchtwagen steigt im Mai, in Deutschland stärker (73 Prozent im Vorjahresvergleich) als in den USA (17 Prozent) und China (14 Prozent).

Frankfurt, 28. Juli 2026

Der Trend zu steigenden Absätzen von Elektroautos in den fünf größten Automärkten Europas – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich – hält im zweiten Quartal 2026 an. Das zeigt der aktuelle „Electric Vehicle Sales Review“ (EVSR) von PwC Autofacts®, in dem die Neuzulassungszahlen in weltweit 43 ausgewählten Märkten ausgewertet werden. Alle EV-Antriebsarten (BEV, PHEV und HEV) verzeichneten zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg des BEV-Anteils auf 22 Prozent im 2. Quartal drückte den Marktanteil von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICEs) mit 28 Prozent auf den niedrigsten Wert aller Zeiten. ICE-Absätze nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent ab. Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEVs) erreichten im 2. Quartal einen Rekordwert von 272.000 Autos und erreichten einen Marktanteil von 11 Prozent. 

Positives Gesamtbild differenziert sich beim Blick auf zentrale nationale Märkte

In Deutschland liegt das BEV-Wachstum seit dem 1. Quartal 2025 stetig über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilweise bei bis zu 56 Prozent. Im 2. Quartal 2026 überschritt der Wert erstmals die 200.000er-Marke und im Juni übertrafen BEVs mit 28,4 Prozent zum ersten Mal seit September 2023 – dem Monat nach Auslaufen der Förderung für gewerbliche Käufer – den Anteil der Hybriden (HEVs) von 28,1 Prozent, auch beim Volumen. Mit 221.000 Einheiten im 2. Quartal 2026 erzielte Deutschland das höchste Hybriden-Volumen aller Zeiten. Mit einem totalen Plus von 24 Prozent im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr entwickeln sich elektrifizierte Antriebe besser als der Gesamtmarkt – ein Plus von 6 Prozent im 2. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Plug-in-Hybride (PHEV) steigt seit dem 4. Quartal 2024 kontinuierlich, jedoch zunehmend langsamer.

China erzielte im 2. Quartal 2026 ein Rekordniveau bei BEV Verkäufen für ein zweites Quartal und überschritt erstmals die 40 Prozent Marke beim Marktanteil. Jeder Monat des Quartals setzte neue Bestwerte, während PHEVs weiter zurückgingen. Insgesamt erreichten NEVs mit 61 Prozent ihren höchsten Anteil aller Zeiten, getragen vor allem durch BEVs.

Trotz globaler Rekordwerte bei BEVs blieb der US-Markt seit dem Ende der Steueranreize letztes Jahr weiter rückläufig. Einzig Hybridfahrzeuge zeigten einen deutlichen Zuwachs, und verzeichneten einen Rekordvolumen von 691.000 Einheiten.

Konflikt in der Golfregion wirkt als Treiber für Elektromobilität

Seit Ausbruch des Konflikts in der Golfregion schwankt der Preis für ein Barrel Öl stark mit einer Tendenz zu Ausschlägen nach oben. Betrug er zu Beginn (Stichtag: 27. Februar 2026) noch 72,48 US-Dollar je Barrel, stieg er am 22. Juli auf 94,07 US-Dollar. Den tiefsten Wert erreichte er am 1. Juli mit 71,75 US-Dollar, aber insgesamt verteuerte sich Öl seit Kriegsausbruch um 30 Prozent.

„Die Ölpreisentwicklung wirkt wie ein externer Beschleuniger für die Verbreitung der Elektromobilität. Entscheidend ist jedoch vor allem die technologische Reife der aktuellen Modellgeneration: hohe Reichweiten, wettbewerbsfähige Preise und klare Vorteile bei den Betriebskosten. Das verändert die Marktlogik nachhaltig“

Harald Wimmer,Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland

Deutschland und USA holen beim Kauf gebrauchter BEV gegenüber China auf

In Deutschland ist der Verkauf von gebrauchten BEVs seit dem Kriegsausbruch und dem damit verbundenen Anstieg des Kraftstoffpreises stark gewachsen. Der Anteil an gebrauchten Elektrofahrzeugen verdoppelte sich von 3 Prozent im Mai 2025 auf über 6 Prozent im Mai 2026. Die USA steigerten den Anteil der BEV an Gebrauchtfahrzeugen von 2 Prozent im Mai 2025 auf 3 Prozent im Mai 2026. Beide Märkte sind dabei, den Abstand zu China zu verringern. Dort betrug der Marktanteil der NEVs (bestehend aus BEVs und PHEVs) am gesamten Gebrauchtfahrzeugmarkt 11 Prozent im Mai 2026. Das ist der höchste Wert aller untersuchten Märkte, aber mit dem geringsten Wachstum.

Sich entfaltender BEV-Gebrauchtmarkt erleichtert den Umstieg

In den drei betrachteten Märkten Deutschland, China und USA verzeichnen gebrauchte BEVs einen größeren Preisverfall als vergleichbare ICEs – im Mittel 52 Prozent für BEVs gegenüber 36 Prozent für ICEs. Zudem lag der Wertverlust gegenüber Neupreis bei höherpreisigen Fahrzeugen im Schnitt 3 Prozentpunkte über dem der Fahrzeuge unter 65.000 Euro.

„Der funktionierende Gebrauchtfahrzeugmarkt wird zum echten Argument für den Umstieg: Früher Wertverlust senkt die Einstiegskosten, und die Qualität und Zuverlässigkeit von Fahrzeugen und Batterien übertrifft die ursprünglichen Erwartungen. Für Nutzer ohne Reichweitenbedarf über 700 Kilometer ergeben sich dadurch sehr attraktive Optionen“

Harald Wimmer,Partner und Global Automotive Leader bei PwC Deutschland

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Electric Vehicle Sales Review Q2-2026

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Pressekontakt

Martin Krause
Martin Krause

PwC Communications, PwC Germany

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